Informelle Betreuungsmöglichkeiten ohne Kita ohne Schule, um zu arbeiten

Wegen des neuartigen Coronavirus sind ab Montag oder Dienstag die meisten Schulen, Kindertagesstätten, Horte und Freizeiteinrichtungen in Deutschland geschlossen.

Viele Eltern stellen sich deshalb die Frage: Wohin mit meinem Kind in den Corona-Ferien? Und kann ich in dieser Zeit weiterhin arbeiten gehen?

Die Großeltern scheiden in der Regel als Babysitter aus. Zu groß ist die Gefahr, dass sie sich als Risikogruppe anstecken. Wer könnte es sich verzeihen, wenn die eigenen Eltern mit COVID-19 im Krankenhaus landen, nur weil keine andere Betreuungsmöglichkeit gefunden wurde? Gerade Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen müssen vor der neuen Lungenkrankheit geschützt werden.

Aber wie kann die Kinderbetreuung ohne Kita, ohne Schule und ohne Personen über 50 Jahren aussehen, damit Berufstätige weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können?

Auch vor Corona habe ich mich intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt. Da ich während meiner Berufstätigkeit bei meinen zwei Söhnen zeitweise keine Betreuungsmöglichkeit hatte, habe ich einigen Ideen und Strategien gesammelt, um dieses Problem kreativ bewältigen zu können.

Folgende Möglichkeiten möchte ich dir in diesem Blogbeitrag vorstellen:

  • Notbetreuung
  • Bezahlter und unbezahlter Urlaub
  • Kooperationen mit anderen arbeitenden Familien
  • Betreuung der Kinder mit dem anderen Elternteil aufteilen
  • Verkürzte Arbeitszeiten
  • Babysitter aus der Nachbarschaft
  • Homeoffice
  • Geschwister als Babysitter

Warum gibt es Corona-Ferien?

Die sogenannten Corona-Ferien, also die Schließung aller Schulen, Kindertagesstätten und Tagespflegestätten, sollen die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen. Kinder zeigen selten oder nur schwache Symptome, können aber andere Kinder und Erwachsene anstecken, die wiederum weitere Personen anstecken. Da Kinder Hygieneempfehlungen wie Abstandhalten oder langes und gründliches Händewaschen noch nicht wie Erwachsene umsetzen können und zu vielen Kindern in engem Kontakt stehen, kann es so besonders schnell zu Infektionsketten kommen.

Wenn sich schnell sehr viele Menschen mit dem neuartigen Virus anstecken, dann wird unser Gesundheitssystem extrem strapaziert – auch da zurzeit in vielen Bundesländern die alljährliche Grippewelle Krankenhäuser belastet. Warum es außerdem wichtig ist, die Ansteckungsrate zu verlangsamen, kannst du in hier erfahren:

Noch gibt es in Deutschland recht wenige Infizierte, doch das kann sich schnell ändern. Warum es wichtig ist, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Die Wucht der großen Zahl in der Süddeutschen lesen

Auch das Video “Corona-Virus im Alltag: Echte Gefahr oder übertriebene Panikmache?” ist spannend anzusehen:

Wie lange werden die Corona-Ferien dauern?

Zunächst sind die Kita- und Schulschließungen bis zum Ende der Osterferien geplant. Je nach Bundesland sind das also insgesamt fünf bis sechs Wochen.

Was nach dieser Zeit sein wird, kann noch kein Experte sagen. Wenn die Infektionszahlen nicht zurückgehen und die Krankenhäuser flächendeckend am Limit sind, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen, dass die nun verordnete soziale Isolation verlängert oder gar verschärft wird. Das könnte bedeuten, dass öffentliche Einrichtungen wie Kitas und Schulen, aber auch Freizeiteinrichtungen u. Ä. auch nach Ostern geschlossen bleiben und auch Veranstaltungen nach Ostern abgesagt werden müssen.

Dieser interessante Artikel von Welt.de erklärt die verschiedenen Maßnahmen sehr ausführlich:

“Heißt das, man sollte sofort sämtliche Schulen schließen? Man kann diese Frage nicht beantworten, ohne über eine weitere Frage nachzudenken. Sie lautet: Wie lange würde das Land das durchhalten?

Die Schulen in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt zu schließen, das wäre nur sinnvoll, wenn man bereit ist, sie über einen langen Zeitraum, also über Monate hinweg, geschlossen zu halten oder sie erneut zu schließen, wenn sich die Fallzahlen erhöhen“, sagt Funk.

Welt.de

Ich persönlich gehe deshalb tatsächlich davon aus, dass die Schulschließung bis weit über Ostern hinaus andauern werden. Aber eines nach dem anderen! Denn wie der Verlauf der Infektionskurve in Deutschland aussehen wird, lässt sich in der jetzigen Phase nicht vorhersagen.

Bei aller Unsicherheit steht fest: Die nächsten Monate werden zu einer schweren Belastungsprobe für alle Menschen in Deutschland. Aber neben dem Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind besonders berufstätige Eltern mit Kindern im Kleinkind-, Kindergarten- und Grundschulalter gefordert.

Corona-Ferien-Betreungsformen für deine Familie

Klicke auf die Möglichkeiten, die für deine Familie machbar sind, um mehr zu erfahren:

Dr. Lübbe schreibt sehr eindringlich:

Wir haben den Begriff in diesem Beitrag aus folgenden Gründen aufgegriffen:

  1. Tageszeitungen benutzen diesen Begriff und Eltern suchen danach. Mit Hilfe von Google können die Informationen hier in diesem Blogbeitrag gefunden werden.
  2. Für Kinder im Krippen- und Kindergartenalter gibt es keinen Kita-Ersatz und damit Ferien-ähnliche Wochen.
  3. Es gibt durchaus eine Menge Eltern und Kinder, die nicht die notwendigen zeitlichen/pädagogischen/erzieherischen Fähigkeiten haben, um Schule zu Hause zu betreiben. Das Wort Corona-Ferien bietet wenigstens ein bisschen die Chance, Stress zu vermindern und die nächsten Wochen mit der benötigten Portion Entspannung anzugehen. 🙂
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Für Alleinerziehende, die in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, oder wenn beide Eltern dort tätig sind, gibt es in manchen Bundesländern die Möglichkeit, ihre Kindergarten- oder Grundschulkinder, teilweise auch inkl. der 6. Klasse oder sogar 8. Klasse in einer Notbetreuung betreuen zu lassen. (Hier eine Übersicht über die Bundesländer.)

Folgende Berufe gelten zum Beispiel als systemrelevant:

  • Pflegekräfte
  • Ärzte
  • Feuerwehr
  • Polizei
  • Busfahrer
  • Nahrungsmittelversorgung
  • Forschung von Arzneimitteln

Unter welchen Bedingungen dir eine Notfallbetreuung zusteht, hängt von den Regelungen deines Bundeslands ab. Informationen dazu findest du in der Regel auf der Website des jeweiligen Bildungs- bzw. Kultusministeriums. Falls du einen Anspruch darauf hast und keine alternative Betreuungsmöglichkeit findest, kannst du deinen Bedarf bei der Schule oder dem Kindergarten deines Kindes anmelden. Im Allgemeinen ist davon auszugehen, dass die Betreuungseinrichtungen die Unterbringung selbst regeln und pädagogische Fachkräfte dein Kind in den bekannten Räumlichkeiten in einer Notfallgruppe betreuen. Falls Schule oder Kindergarten dir nicht weiterhelfen können, solltest du beim Schulamt, dem Jugendamt oder der Stadt nachfragen.

Wie die Notfallgruppen genau ausgestaltet werden, kann sich von Bundesland zu Bundesland, aber auch von Einrichtung zu Einrichtung unterscheiden. Wenn Eltern zum Beispiel in Kindergarten und Kita ein Mitspracherecht haben, sollten sie auf die Hinweise von Christian Drosten, dem bekanntesten Virologen Deutschlands, zu diesem Thema aufmerksam machen:

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Der deutsche Staat hat die Schließung aller Kindertagesstätten und Schulen beschlossen. Wenn dein Kind noch nicht allein zu Hause bleiben kann, musst du für seine Betreuung sorgen. Aber wie soll das möglich sein, wenn du selbst zur Arbeit gehen musst und auch Oma und Opa nicht einspringen dürfen? Auch wenn viele Eltern vor diesem Problem stehen, ist es nicht erlaubt, der Arbeit einfach fernzubleiben. Tust du es dennoch, ohne es bei deinem Arbeitgeber anzumelden, kann das sogar einen Kündigungsgrund bedeuten.

Bezahlte Fehltage, weil die Betreuung ungeplant wegfällt, sind leider nur „eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ lang erlaubt. Laut aktueller Rechtsprechung bedeutet das: drei Tage bis zwei Wochen. Mehr über den rechtlichen Hintergrund, kannst du zum Beispiel in diesem Beitrag lesen.

Leider wird die Schulschließung wegen des Corona-Virus aber in fast allen Bundesländern (mindestens) vier bis fünf Wochen andauern. Einige Eltern feiern deswegen jetzt Überstunden ab oder ziehen den Jahresurlaub vor. Manche sehen sich auch gezwungen, unbezahlten Urlaub zu nehmen.

Auch Arbeitgeber stecken durch die Corona-Pandemie oft in einer schwierigen finanziellen Situation. Fehlende Aufträge und die Fortzahlung der Löhne könnten eine Insolvenz bedeuten. Darum kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich einige Arbeitnehmer auf eine Kündigung einstellen müssen. Zumindest wenn die Kündigung mit der fehlenden Kinderbetreuung in Zusammenhang steht, lohnt es sich jedoch, einen Anwalt zur Hilfe zu nehmen. Möglicherweise kann dann die Kündigung angefochten werden.

Bundesagentur für Arbeit erleichtert Zugang zu Sozialleistungen

Wer Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Hartz IV beantragen will, muss vorerst nicht mehr persönlich in der Bundesagentur für Arbeit erscheinen. Die Arbeitslosenmeldung könne telefonisch erfolgen, teilte die Behörde mit. Anträge könnten “formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden”. Es werde keine Rechtsfolgen nach sich ziehen, sollten bereits vereinbarte Termine nicht eingehalten werden.

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet als Konsequenz der Corona-Krise und der damit verbundenen Reduzierung von Arbeitszeit in zahlreichen Unternehmen mit mehr Anträgen auf Unterstützung und Sozialleistungen.

Quelle: Liveblog zu Coronavirus – Tagesschau

Auch wenn es vielleicht nur ein kleiner Trost ist: Wir Eltern sitzen alle im selben Boot. In und nach der durchgestandenen Krise unterstützen verschiedene politische Maßnahmen hoffentlich die Familien und die Wirtschaft, sodass auch eine schnelle Erholung aus diesen schwierigen Zeiten möglich ist.

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Weniger Wochenarbeitsstunden erleichtern die Kinderbetreuung während der Corona-Ferien in vielen Familien. Gleichzeitig führt die Corona-Pandemie bei vielen Unternehmen zu wirtschaftlichen Einbußen. Da weniger Aufträge auch weniger Arbeit bedeutet, ist Kurzarbeit für Familien und Unternehmen in dieser Zeit oft eine Win-win-Situation: Eltern haben mehr Zeit, ihre Kinder zu betreuen, und Unternehmen werden finanziell entlastet. Die Politik hat deshalb schon beschlossen, dass Kurzarbeitergeld einfacher beantragt werden kann (hier und hier mehr). 

Auch ein Arbeitszeitkonto kann über Engpässe hinweghelfen. Mit dessen Hilfe können Eltern während der Corona-Krise Minusstunden aufbauen. Es lohnt sich darum, mit dem Arbeitgeber das Gespräch zu suchen. Oft zeigen Unternehmen Verständnis in Notzeiten wie diesen.

Dass sich die Reduzierung der Wochenarbeitszeit früher oder später auch in einem geringeren Lohn niederschlägt, belastet Familien zusätzlich. Bei einem fehlenden finanziellen Polster sollten sich Eltern deshalb möglichst frühzeitig Gedanken machen, wie sie auch ihre Ausgaben senken können. In einigen Fällen bedeutet die Einschränkung des Soziallebens während Corona ohnehin eine Chance zu sparen: Gestrichene Flüge, geschlossene Schwimmbäder und Vergnügungsstätten und möglicherweise weitere Schließungen könnten einen deutlichen Effekt auf dem Konto zeigen.

Tipp: Im Blog frugalisten.de bekommst du Tipps, wie du mit Kind weniger arbeiten musst und trotzdem mehr Geld zurücklegen kannst. Hier klicken.

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Immer wieder quälen sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus Loyalität zu ihrem Unternehmen mit Husten und Kopfschmerzen zur Arbeit. Besonders in Zeiten von COVID-19 ist unbedingt davon abzuraten!

Da auch Arztpraxen in Zeiten von Corona überlastet sind und gerade in Wartezimmern Viren und Bakterien Hochkonjunktur haben, sind Krankschreibungen von Kindern und Eltern bis zu sieben Tage jetzt auch telefonisch durch deinen Hausarzt oder den Kinderarzt deiner Kinder möglich. Wie das funktioniert, erfährst du hier.

Ist dein Kind krank, haben Alleinerziehend und Familien, bei denen beide Elternteile arbeiten, einen Anspruch auf 20 Tage pro Kind bzw. 50 Tage maximal. Über diesen Zeitraum muss dich dein Arbeitgeber freistellen. – Mehr zum Kinderkrankengeld kannst du bei Wikipedia lesen.

Falls eure Symptome Covid-19 ähneln (v. a. Husten, Fieber, Atemnot, Gliederschmerzen), wird euch ebenfalls euer Hausarzt (telefonisch) darüber informieren, was zu tun ist. Außerhalb der Öffnungszeiten kannst du dich an das Landesgesundheitsamt oder an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 wenden. 

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Solidarität ist in Zeiten einer Pandemie wichtiger denn je. Auch darum überlegen viele Eltern, sich mit anderen Familien zusammenzuschließen und die Betreuung ihrer Kinder  gemeinsam zu organisieren. Wichtig bei solchen gemeinschaftlichen Lösungen ist es jedoch, sich darüber klar zu sein, welche neuen Kontaktnetzwerke man damit erzeugt. Christian Drosten, Virologe an der Charité, warnt davor, Kinder neu zu gruppieren:

Statt Kinder neu zusammenzuwürfeln, sollte die Betreuung möglichst so organisiert werden, dass höchstens die Kinder gemeinsam betreut werden, die ohnehin schon vorher zusammen betreut wurden (aus einer Familie, einer Klasse etc.). Mehr dazu kannst du im Tagesspiegel lesen.

Im besten Falle finden sich zwei oder drei Familien einer Kindergartengruppe oder einer Klasse zusammen, die sich in dieser festen Konstellation gegenseitig helfen und ansonsten soziale Kontakte vermeiden, um das gegenseitige Ansteckungsrisiko zu minimieren. Auch wenn dieses Kontaktnetz größer ist als eine vierköpfige Kernfamilie, so ist es noch immer wesentlich kleiner als ein Pausenhof mit 100 bis 1.500 Kindern!

Müssen alle Eltern arbeiten, findet sich vielleicht auch ein Babysitter, der  – um Kosten zu sparen – auf die Kinder von zwei oder drei Familien aufpasst. Aber auch hier gilt es, Kontakte unbedingt so gering wie möglich zu halten. Zu viele Kinder sollten deshalb nicht von derselben Person betreut werden!

Eine Herausforderung bei solchen Eltern-Initiativen besteht darin, dass sie nur funktionieren, wenn die beteiligten Eltern ähnliche Arbeitszeiten haben. Wechseln sich die Eltern bei der Betreuung ab, ist zumindest teilweise eine Stundenreduktion nötig.

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Die nächsten Wochen und die uns bevorstehende Isolation wird hart für alle werden: für Jung und Alt, Singles und Familien. Doch auch die Hilfsbereitschaft ist groß!

Ich bin zum Beispiel bei der Nachbarschaftsplattform www.nebenan.de angemeldet. Dort haben schon viele Menschen ihre Hilfe angeboten, für Risikogruppen einkaufen zu gehen oder auf die Kinder von arbeitenden Eltern aufzupassen. Hier hat nebenan.de alles genau erklärt.

Bei Organisationen wie diesen gelten allerdings die gleichen Risiken wie bei Elternkooperationen: Wenn jeden Tag jemand anderes auf dein Kind aufpasst, dann werden die Kontaktnetzwerke größer. Auch sollten die Babysitter nicht älter als 50 sein und keine Vorerkrankungen haben, damit sie sich nicht selbst in Gefahr begeben.

Wo kannst du einen günstigen bzw. kostenlosen Babysitter oder eine Babysitterin finden?

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Einige Arbeitnehmer haben das Glück, dass sie ihre Arbeit im Homeoffice erledigen können, da sie am Computer arbeiten, eine gute Internetverbindung haben und ihr Arbeitgeber diese Arbeitsweise erlaubt. Manche Firmen, wie die meines Lebenspartners, haben 50% verpflichtendes Homeoffice eingeführt. Arbeitnehmer dürfen hier also im Schnitt nur 20 Stunden pro Woche ins Büro kommen, damit alle Büroräume zu maximal 50% belegt sind und sich die Infektionsrate verringert. Auf Nachfrage sind in Sonderfällen auch 100% Homeoffice möglich.

Durch das Arbeiten im Homeoffice verringert sich nicht nur die Gefahr einer Infektion, Eltern sparen auch Zeit ein, da der Hin- und Rückweg wegfallen. Allerdings hat das Arbeiten zu Hause auch einen entscheidenden Nachteil: Leider ist im Homeoffice eine tiefe, konzentrierte Arbeit in einem Haushalt mit jungen Kindern erschwert. Wiederholte Unterbrechungen deiner Konzentration kombiniert mit Zukunftsängsten, die sich in einer Pandemie kaum vermeiden lassen, führen zu vermehrtem Stress und können auch gereizte und andere unangemessene Reaktionen hervorrufen. Das kann deine ganze Familie belasten und das Spielen, Lernen und Arbeiten noch schwieriger machen!

Ab wie vielen Jahren bietet sich ein Homeoffice mit Kindern an? Mit Kindern unter sechs Jahren lässt es sich in der Regel kaum bewerkstelligen, effizient im Homeoffice zu arbeiten – jedenfalls nicht, wenn die Kleinen wach sind und keine andere Aufsichtsperson zur Verfügung steht. Mit Grundschulkindern, die vertieft basteln oder spielen, kann es mit etwas Übung möglich sein. Beginne am Anfang am besten mit kurzen Phasen, die du bei Gelingen nach und nach verlängerst.

In welchem Umfang du während der Corona-Ferien auch zu Hause arbeitest: Stelle dich darauf ein, dass du in den nächsten Wochen Prioritäten setzen musst. Homeoffice oder Home-Schooling deines Schulkindes? Beides gleichzeitig perfekt umsetzen zu wollen, könnte deine Kapazitäten sprengen. Achte trotz Stress auch auf dich und deine Bedürfnisse. Genug Schlaf, frische Luft und gesunde Ernährung sorgen nicht nur dafür, dass du tagsüber besonnen auf deine Kinder reagieren kannst. Sie stärken auch dein Immunsystem und helfen dir, gesund zu bleiben!

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Kinder zur Arbeit nehmen zu dürfen, ist alles andere als selbstverständlich und im Regelfall nicht möglich. Lediglich Selbstständige und Eigentümer von Unternehmen können ihre Kinder ohne Absprache mitnehmen.

Damit Arbeiten auch mit Anwesenheit der Kinder möglich ist, brauchen sie eine gewisse Reife und Übung darin, ruhig sitzen zu bleiben und nicht alles auseinanderzunehmen. Wie beim Homeoffice ist das mit großer Wahrscheinlichkeit erst ab dem Grundschulalter möglich.

Doch auch du und dein Kind bereit geübt seid, solltest du es während der Corona-Pandemie nur in Ausnahmefällen mit zur Arbeit bringen. Da Kinder viel näher an andere Menschen herangehen, viele Sachen anfassen und auch Hygieneregeln weniger beachten können, erhöht sich mit ihnen die Gefahr, dass die Infektionskette auf der Arbeit vergrößert wird.

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Arbeitgeber ermöglichen Angestellten heutzutage mit Kernarbeitszeiten und ähnlichen Konzepten oft eine gewisse Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten. Für einen begrenzten Zeitraum lässt sich mit deinem Arbeitgeber im Optimalfall auch ein auf dich zugeschnittenes Modell während der Corona-Ferien zu finden.

Vielleicht kannst du mit deinem Arbeitgeber auch vereinbaren, samstags zu arbeiten? Wenn beide Elternteile 6 statt 5 Tage pro Woche arbeiten und dafür von Montag bis Freitag je 1 bis 2 Stunden reduzieren, kann das unter Umständen helfen, die Kinderbetreuung hälftig aufzuteilen. 40 Stunden an 6 Tagen pro Woche würden 6,7 Stunden Arbeitszeit und 30 Minuten Pause täglich bedeuten.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, jeden Tag mehr als 8 Stunden zu arbeiten und dafür die Anzahl der Arbeitstage zu reduzieren. So könnte ein Elternteil seine 40-Stunden-Woche an 4 Tagen erledigen und der andere seine 30-Stunden-Woche an drei Tagen. 40 Stunden an vier Tagen zu arbeiten, bedeutet 10 Stunden Arbeitszeit und 45 Minuten Pause täglich.

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Eltern haben eine Aufsichtspflicht für ihre Kinder, die sich mit dem Alter deines Kindes zunehmend lockert. Allerdings gibt es keine genauen rechtlichen Vorgaben, ab welchem Alter du dein Kind allein zu Hause lassen darfst. Diese Einschätzung muss sich an der Reife und den Fähigkeiten deines Kindes orientieren.

Als Richtwert können Kinder ab dem 7. Lebensjahr bis zu 2 Stunden pro Tag allein bleiben. Vertraue deinem Bauchgefühl! Mehr Tipps darüber, ob dein Kind die Fähigkeiten hat, eine Zeit lang allein zu Hause zu sein, findest du in diesem Artikel.

Besonders wenn sich die Arbeitszeiten von Eltern oder anderen Betreuungspersonen nur kurze Zeit überschneiden, kann eine solche Regelung ein echter Gewinn sein und die Doppelbelastung in den Corona-Ferien erträglich machen.

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Auch Geschwister können die Familie unterstützen und als günstige Babysitter arbeiten, wenn sie damit einverstanden sind.

Ab welchem Alter Kinder auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen können, hängt von ihrer geistigen Reife ab. Als Richtwert kann jedoch das Jugendarbeitsschutzgesetz zurate gezogen werden. Dort wird geregelt, dass Kinder in Deutschland ab 13 Jahren (auch fremde Kinder) babysitten – allerdings nur mit schriftlicher Einwilligung der Eltern und höchstens 2 Stunden pro Tag. Ab 15 Jahren sind auch längere Zeiträume erlaubt.

Auch wenn dein Kind schon 13 oder gar 15 Jahre alt ist, sind grundlegende Kenntnisse über gewaltfreie Erziehung („Wie bringe ich meinen Bruder dazu, X, Y und Z zu machen, ohne schreien und durchdrehen zu müssen?“) und etwas Übung nötig. Erwarte nicht sofort zu viel!

Unabhängig vom Alter deines Kindes solltest du darauf achten, das Babysitten nicht als selbstverständlich vorauszusetzen. Die Aussage: „Wir MÜSSEN eben arbeiten und du MUSST jetzt einfach aufpassen“ stimmt so nicht ganz, denn es gibt viele Familien ohne ältere Kinder, die andere Lösungen finden.

Die regelmäßige Arbeit als Babysitter muss deshalb gewürdigt und entlohnt werden. Ob ein kleiner Stundenlohn zum Taschengeld hinzukommt oder die Eltern mit Privilegien oder Gutscheinen ihren Dank ausdrücken, bleibt jeder Familie selbst überlassen.

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Zusammenfassung, wie du in den Corona-Ferien weiter arbeiten kannst

Auch wenn die Betreuung ihrer Kinder während der Corona-Ferien für viele Familien eine Herausforderung darstellt, gibt es einige Möglichkeiten, wie sich diese Zeit trotz Berufstätigkeit regeln lässt.

Auch in einer Facebook-Gruppe habe ich nach Ideen für das Betreuungsproblem gefragt. Das sind die zusammengefassten Antworten:

  • Zwei oder drei Eltern können sich zusammentun und auf die anderen Kinder in den regulären Kita- oder Schulzeiten aufpassen, sodass jede Familie nur die Hälfte oder ein Drittel der Arbeitszeit verliert.
  • Eine Schülerin oder ein Schüler, der/die selbst nicht mehr zur Schule gehen kann, passt auf das Kind einer befreundeten Familie auf.
  • In einer Familie nimmt jeder Elternteil eine Woche Urlaub. Die Mutter wird danach vermehrt in der Spätschicht arbeiten, ihr Mann eine verkürzte Frühschicht übernehmen. Leider werden beide trotzdem Minusstunden sammeln.
  • Eine Familie kombiniert Homeoffice, Urlaubstage und Überstundenabbau, um die nächsten 5 Wochen zu überbrücken. Dabei werden auch die Schlafenszeiten des Kindes genutzt, um zu arbeiten.
  • Eine Mutter, die sich noch in Elternzeit befindet, passt auf zwei bis drei weitere Kinder befreundeten Familien auf.

Diese Beispiele zeigen, dass kreative und individuelle Lösungen gefragt sind, um die nächsten Wochen ohne gewohnte Kinderbetreuung zur Arbeit gehen zu können. Auch wenn sich für einige Familien finanzielle Einbußen und weniger Freizeit wohl nicht vermeiden lassen, besteht kein Grund zur Panik. Lasst uns solidarisch sein und (nicht nur in den Corona-Ferien) einander helfen!

Wie handhabt ihr die kita- und schulfreie Zeit? Und habt ihr weitere Tipps, wie sich Betreuung und Arbeit vereinen lassen? 

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