Dein Kind hasst Windeln wechseln? Wie du es schaffst die Windeln wegzulassen – Ein Erfahrungsbericht

Kind hasst Windeln wechseln - Windel weglassen

Ärgerst du dich manchmal über deine Stoffwindeln? Vielleicht “sogar” über die Wegwerfwindeln, die ihr immer noch benutzt?

Gibt es ein Hürde, die einfach nicht verschwinden möchte? Im Dezember und Januar habe ich meine Newsletter-Abonnenten gefragt: “Was ist dein größtes Problem?”

Viele Mamas schrieben mir zurück. Ich beantwortete Fragen rund ums Stoffwindeln waschen, stinkende Stoffwindeln und den gab Empfehlungen fürs Stoffwindeln kaufen.

1. Sonjas Kind hasst Windelnwechseln

Eine Nachricht ging mir besonders zu Herzen. Sonja aus Wien schrieb mir:

Liebe Julia!

ich habe lange und viel überlegt, was mein größtes Stoffwindelproblem ist, beziehungsweise ob ich überhaupt welche habe.

Ich wickle mit Stoff seit wir vom Krankenhaus nach Hause gekommen sind. In diesen 16 Monaten gab es ab und zu mal Unsicherheiten. Nicht immer war alles perfekt.

Aber mein einziges Problem ist das Windel wechseln selbst. Mein Sohn hasst das Windeln wechseln einfach.

Umziehen im Stehen ist zwar mühsam, aber kein Theater. Nur, so kann ich ihm nicht abwischen und die Windel nicht ordentlich anlegen.

Ich habe alles so liebevoll eingerichtet.

Ich habe alles mögliche versucht, um ihn zu unterhalten.

Als er ein kleines Baby war, hat er nur hilflos gebrüllt. Je älter und kräftiger er wurde, umso mehr hat er sich gewehrt.

Jetzt schreit er wie am Spieß sobald er merkt, dass ich ihn hinlegen will. Jedes Windeln wechseln ist wie Wrestling.

Ich bin von meinen Stoffwindeln begeistert, empfehle sie allen, die zuhören wollen.

Ich liebe es, sie zu waschen, aufzuhängen und zusammen zu legen, darüber zu recherchieren und neue Muster zu entdecken.

Aber wenn ich sie benutzen darf, bin ich traurig, frustriert und enttäuscht.

Ich fürchte da kannst du mir nicht helfen…

Aber danke fürs Zuhören.

Ganz liebe Grüße aus Wien,

Sonja

2. Mein Sohn hasste auch das Windelnwechseln

Puh, das war eine harte E-Mail. Die Mama und der Kleine taten mir von Herzen Leid 🙁

Ich selbst musste wenige Monate vorher ähnliches erleben.

Noch eines musste ich wissen:

Hallo Sonja,

ich hätte da vielleicht einen guten Trick für dich.

Versteht du (einfaches) Englisch einigermaßen gut? 🙂

Viele Grüße,
Julia

Zum Glück war Sonjas Antwort positiv:

Ja, besser als Deutsch 😉

Ich bin gespannt!

3. Kämpfe rund ums Windelnwechseln müssen nicht sein

Mein “geheimer” Trick, der für mich und meinen Sohn die Welt veränderte:

Hallo Sonja,

das ist super 🙂

Also… ich erzähl mal.

Windeln wechseln hat meinem Sohn noch nie sonderlich Spaß gemacht, trotz liebevollem Einbeziehen, Spielzeug, Singen und co.

Je älter er wurde, desto mehr wurde wurde das Windeln wechseln zum Kampf.

Er wollte nie liegen bleiben. Beim im Sitzen oder im Stehen Windeln wechseln, wollte er nicht sitzen oder stehen bleiben.

Aus Verzweiflung habe ich ihn auch schon mal runtergedrückt. Er hat geschrien. Echt schrecklich. Das hat mir im Nachinein so leid getan 🙁

Als er 11 Monate alt war, habe ich mir das Buch “Go Diaper Free”* gekauft.

Das Buch gibt viele interessante, wertvolle Tipps zum Thema “Elimination Communication” (auf deutsch unpassender “Windelfrei”).

“Windelfrei” mit Back-Up haben wir also schon etwas länger gemacht und es hat auch ganz gut geklappt. Wir waren so 0 bis 3 Mal am Tag gemeinsam auf dem Klo.

Komplett von den Windeln weggeführt hat das Buch uns allerdings nicht.

Mein Sohn wollte keine neue Windel (Back-Up) am Po. Sobald sie am Po war, wollte er sie nicht mehr runterhaben.

Als mein Sohn 17 Monate und 27 Tage alt war, habe ich mir das Buch  “Oh Crap Potty Training”* gekauft, das mir von “Go Diaper Free” empfohlen wurde (Der Nachfolger von “Go Diaper Free” heißt übrigens “Tiny Potty Training Book”*. Es ist ähnlich wie “Oh Crap Potty Training”, nur kürzer und mit weniger Füllmaterial.)

Das Buch beschreibt eine sanfte, aber schnelle “Methode”, wie man die Windel wegbekommt (3 bis 7 Tage).

Es ist sehr an das sogenannte “Windelfrei” angelehnt, nur ohne die monatelange Übung mit Back-Up. “Oh Crap Potty Training” sagt, dass “Back-Up” und Übung auch überhaupt nicht notwendig sind, um die Windeln loszuwerden.

Mit 18 Monaten haben wir dann also wirklich die Windeln weggelassen. Ich war so aufgeregt!

Aber was soll ich sagen: Nach 7 Tagen hatten wir keine Unfälle mehr.

Die Kleinen können das einfach 🙂

Klar, ab und an, gerade wenn er krank war, hatten wir mal wieder eine nasse Hose. Aber eine Hose zu wechseln ist für meinen Sohn viel erträglicher als das gleiche mit Windeln (Außerdem: Windeln wechseln müssten wir 5 Mal am Tag machen. Da ist alle paar Wochen eine nasse Hose nichts dagegen.)

Gerade jetzt im Nachhinein finde ich es schrecklich, dass ich ihm die Windeln aufgezwungen habe.

Doof eigentlich.

Beim Töpfchen macht man sich so viele Gedanken, dass man es “nicht zu früh” machen darf, aber beim Windeln wechseln dürfen sie schreien?

Das Buch ist auf jedenfall sehr liebevoll und keines von der Art “Belohnen, Bestrafen, Schreien lassen”. Keine M&Ms und keine Sticker. Kein Meckern, kein Schimpfen. Kein Jubeln, kein Loben.

Das Buch glaubt einfach an die unglaublich großen Fähigkeiten von den Kindern. Und sie können es 🙂

Viele Grüße,
Julia

4. Die Eltern müssen bereit sein fürs Windeln weglassen 😉

Sonja nahm meine Antwort mit einem lachendem und einem weinenden Auge auf:

Liebe Julia,

danke, dass du dir die Mühe gegeben hast, dich mit meinem Problem zu beschäftigen, um mir zu antworten.

Eigentlich wollte ich gar nicht hören, dass das Trocken werden die Lösung ist. Ich habe nämlich noch Stoffis auf dem Postweg! (OMG) 🙂

Mein Sohn ist inzwischen 17 Monate alt und es gibt tatsächlich einige Anzeichen, dass er bereit wäre fürs Töpfchen.

Nur das Problem ist, die Mama ist es nicht 😀

Vielleicht wäre das Hineinlesen in das Thema hilfreich. Ich habe mir die Bücher bestellt.

Heute morgen hat er wieder mal gebrüllt beim Windel wechseln, da hab ich ihn gefragt, ob er Pipi machen möchte (Er hat das genau verstanden, weil es ihm gestern vor dem Baden auf den Boden gelaufen ist.)

Ich habe ihm das erste mal in seinem Leben das Töpfchen angeboten. Ich habe fast ein Herzschlag bekommen, als er tatsächlich was gemacht hat.

Gibt’s eine Fernbedienung, wo man auf Pause drücken kann, damit die Babys nicht so schnell größer werden?

Echt nicht? Hat noch niemand erfunden? Schade.

Ganz liebe Grüße
Sonja

Die gleichen Gefühle hatte ich auch:

Hallo Sonja,

weißt du was? 5 Tage bevor ich gesagt hab “Jetzt muss ich wirklich die Windel weglassen” habe ich 2 wuuuuuunderschöne gDiapers gekauft 🙁

Das war hart.

Zur Belohnung gab’s für mich ein paar süße Unterhöschen von Dawanda*. Die hab ich ihm nach 4 Wochen angezogen.

Wenn du die Windel wirklich weg lässt: Hast du Lust ein kleines Tagebuch zu führen und deine Gedanken aufzuschreiben? Es interessiert bestimmt auch andere Mamas wie es gelaufen ist bei dir 🙂

Wichtig zu wissen: Tag 2 und Tag 3 werden hart. Du willst schreien und weinen und aufhören und dann wird’s auf einmal besser 😉

Ich drück dir die Daumen und bin in Gedanken bei dir und deinem Sohn.

Liebe Grüße,
Julia

Sonja hat die Bücher in Windeseile gelesen:

Liebe Julia,

danke noch einmal für die Bücherempfehlungen.

Ich habe beide Bücher, “Oh Crap Potty Training” und “Go Diaper Free”, gelesen und finde sie echt toll und hilfreich.

Nun warte ich die zwei empfohlenen Wochen ab. Bis dann haben wir die Impfung und den aufregenden Besuch von Oma hinter uns und sind schon 18 Monate alt!

Ein weiterer Vorteil ist, dass ich so noch ein wenig Zeit habe mich von den geliebten Stoffis zu verabschieden.

Du hast mir extrem viel geholfen. Auch weil ich jetzt, wo ich ein Datum habe, weniger frustriert und enttäuscht bin beim Windel wechseln.

Herzlichen Dank für alles!

Ganz liebe Grüße
Sonja

5. Sonjas Erfahrungsbericht: Mit 18 Monaten die Windeln weglassen

Nach einigen Monaten kam dann der Bericht in meinem E-Mail-Postfach an.

Ich war sehr gespannt, wie es gelaufen ist:

Hallo Julia!

Ich möchte dir berichten, wie es uns gegangen ist mit dem Trocken werden. Ich bin dir unendlich dankbar für die Idee und die Bücher und weiß nicht, wie ich mich revanchieren kann.

Die Zweifel: Ist Windeln weglassen wirklich das Richtige?

Nachdem ich die Bücher gelesen habe, habe ich noch zwei Wochen von dem Thema “Tschüss Windel!” Abstand genommen.

Na ja, ehrlich gesagt, bekam ich leichte Panikattacken bei dem Gedanken, dass es bald los geht. Meine Einstellung war ungefähr so:

  • Das wird zu viel Arbeit für mich. Ich bin chronisch überfordert. Mehr schaff ich nicht.
  • Ich werde mich wie eine Versagerin fühlen, wenn er zum zehnten Mal in die Hose macht. Und die Kommentare will ich mir auch nicht anhören müssen.
  • Was mach ich unterwegs? Ich setze mein Baby ganz sicher niemals auf eine öffentliche Toilette. Und es ist Februar, also draußen ausziehen ist bei der Kälte auch keine Option.
  • Ich habe ein ganzes Vermögen in die Stoffwindeln investiert. Er muss sie mindestens zweieinhalb Jahre tragen, damit sich das auszahlt 😛

Anderseits war mir jeden Tag mehr und mehr klar, dass er wirklich bereit ist für diesen Schritt in die Selbstständigkeit. Und wieder fühlte ich mich schlecht, weil meine Aufgabe ist, ihn zu fördern und unterstützen (und nicht ihn in eine Windel zu zwängen).

Also listete ich die Dinge auf, die er schon gemeistert hat und das machte mich stolz und neugierig wie es weiter geht:

Das perfekte Windelvlies finden?

In dieser Tabelle kannst du die Unterschiede zwischen 5 verschiedenen Windelvlies-Sorten auf einen Blick erkennen.

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Mit Hilfe des Windelfrei-Protokolls von Windelwissen wirst du die Signale deines Babys einfacher erkennen können.

  • Welchen Rhythmus hat dein Baby?
  • Welche Signale gibt dein Baby?
  • Wie fühlt sich deine Intuition an?
  • Hersteller, Anzahl und Material
  • Dicke, Feeling, Größe, Saugfähigkeit
  • Reißfestigkeit, Mitwaschen, Optimierung, Verwendung
  • Er bringt Sachen zurück auf ihren Platz, die Tiere in die gelbe Hängetasche und die Bausteine in den grünen Box (auch wenn er gleich alles wieder ausräumt 🙂
  • Er versteckt sich oder geht in einen anderen Raum wenn er groß in die Windel macht.
  • Er klammert sich an meine Beine wenn die Windel voll ist. Das macht er sonst nie.
  • Wenn er nackt herumläuft und zufällig Pipi macht, schaut er verwundert hin, kann den Harnstrahl kurz unterbrechen und schaut zu mir mit “diesem Blick”.
  • Er ist unzufrieden wenn er etwas verschüttet und gibt nicht Ruhe bis es aufgewischt ist.
  • Er zieht sich alleine aus und versucht sich anzuziehen so weit er kann.
  • Er währt sich immer heftiger gegen das Windeln wechseln.

Die Vorarbeit: Die vorbereitete Umgebung

Am Abend vor dem ausgesuchten Tag an dem er genau 18 Monate alt geworden ist, musste ich nochmal die Zähne zusammen beißen um nicht aufzugeben.

Ich halte nicht viel von den Trainers, also habe ich keine besorgt.

Für den Mittagsschlaf und die Nacht lasse ich noch die Windel an. Also brauche ich vorerst keinen Matrazenschutz.

Für die ersten Tage habe ich vor, nicht nur die Windel sonder auch die Hose wegzulassen, damit wir beide schneller lernen, wann er muss. Dafür habe ich noch zwei Paar süße Babylegs besorgt, weil es für “unten ganz ohne” doch noch zu kalt ist.

Für die Zeit danach werde ich ihm nur die Hose anziehen – ohne Unterhose – um Rückfälle zu vermeiden, weil sich die Unterhose fast wie Stoffwindeln anfühlen. Dafür habe ich alle Hosen, die ich finden konnte, bereit gestellt, auch zu klein gewordene und zu große, insgesamt 10 Stück.

Ich wasche eh jeden Tag, aber werden 10 Hosen pro Tag reichen? Will ich es wirklich durchziehen?

Der erste Tage ohne Windel: Unten ohne

Mein Kleiner lässt mich netterweise länger schlafen, als ob er weiß, dass heute ein großer Tag ist und die Mama gute Nerven braucht. Er ist überglücklich als ich ihm die schwere Windel ausziehe und sage, dass er keine mehr braucht, weil er ein großer Bub ist und in das Töpfchen macht.

Versteht er was?

Er spielt  in seinem Zimmer. Er hat zwei Langarm-Shirts und keine Windel und keine Hose, nur Babylegs und Socken an. Ich sitze neben ihm und beobachte ihn (möglichst unauffällig).

Ich habe ein paar Mikrofaser-Putztücher bei der Hand und neben mir steht ein uraltes Töpfchen von Ikea.

Heute gibts keine Ablenkung, kein Handy, kein Besuch, kein Buch, keine Hausarbeit.

Irgendwann merke ich “diesen Blick”, er lässt ein paar Tropfen auf den Boden und ich setze ihn blitzschnell auf das Töpfchen.

Während er weiter Pipi macht, mache ich “ssssssssss” um seine Aufmerksamkeit auf das Pipi-Geräusch zu lenken. Danach helfe ich ihm beim Aufstehen.

Alles war zu schnell, er ist sehr skeptisch und weiß gar nicht was er davon halten soll.

Ich lache vor Erleichterung und zeige ihm fröhlich, was er gemacht hat. Er schmunzelt und geht weiter spielen.

Beim nächsten Mal das gleiche, nur diesmal springt er lachend vom Töpfchen auf und klatscht, weil er weiß, dass er etwas geschafft hat.

Bald ist der Vormittag vorbei und zum Schlafen lege ich ihm eine Windel an. Zum ersten Mal in seinem Leben lässt er das zu.

Ich bin schockiert.

Nach dem Schlaf freut er sich, dass die nasse Windel weg ist und spielt wieder nackt neben mir.

Wenn er in einen anderen Raum geht, gehe ich ihm nach.

Nach dem Pipi machen habe ich kurz Zeit, etwas zu erledigen ohne ständig die Augen auf ihm zu haben. Er muss ungefähr jede Stunde aufs Töpfchen – am Abend etwas öfter.

Das erste große Geschäft im Töpfchen

Normalerweise macht er alle drei Tage groß in die Windel und gerade heute ist es wieder Zeit.

Ich merke nichts, erst als er aufsteht und sein Geschäft sieht. Und das gefällt ihm gar nicht.

Er bekommt Angst, schüttelt den Kopf und läuft weg. Ist aber noch nicht fertig.

Der flüssige Muttermilchstuhl rinnt ihm die Babylegs hinunter und er schreit wie am Spieß.

Darauf war ich nicht vorbereitet.

Schließlich schaffe ich ihm zu beruhigen und wir gehen baden.

Ich hoffe in drei Tagen vergisst er diese schreckliche Erfahrung…

Sonst läuft es mit dem Pipi machen ganz gut. Die ersten Tropfen landen am Boden, er sucht meinen Blick, ich setze ihn schnell aufs Töpfchen, er lässt den Harn laufen, während ich “sssssss” mache und er steht selber auf und klatscht.

Der zweite Tag ohne Windel: Im Stehen pinkeln

Am nächsten Tag wieder das Gleiche, nur dass er sich meldet bevor er muss. Er hat ein neues Wort gelernt, das auf deutsch so viel wie Pipi heißt. So verstehen auch andere, dass er mal muss.

Nur zwei mal landen die ersten Tropfen auf dem Boden.

Ich bin soooo stolz auf ihn.

Nach dem Pipi machen gehen wir kurz raus und kommen wieder nach Hause bevor er muss.

Heute üben wir Pinkeln im Stehen. Ich halte ihm das Töpfchen vor und er findet es lustig. So geht es auch schneller.

Eigentlich sollte ich zufrieden sein, aber irgendwie bin ich sehr skeptisch über die ganze Geschichte: Es muss doch einen Haken geben, alles läuft viel zu perfekt.

Der dritte Tag ohne Windel: Die erste trockene Nacht

Am frühen Morgen des dritten Tages (noch im Bett), nachdem ich die Nacht quasi durchgestillt habe, höre ich ihn nach dem Töpfchen verlangen und bin gar nicht begeistert.

Ich will nur schlafen, mir ist alles andere egal.

(Er hat eh die Windel an.)

Irgendwie schaffe ich es, ihn wieder zum Schlafen zu bringen.

Als wir schließlich aufstehen, elf Stunden nachdem ich ihm die Nachtwindel angezogen habe, ist er komplett trocken.

Waaaaaas?

Das Töpfchen ist randvoll!

Bevor wir spazieren gehen, biete ich ihm das Töpfchen an und er macht tatsächlich. Wow!

Wir beobachten einen Hund beim Gassi-gehen, wie er jede Ecke markiert und finden das lustig.

Ich bleibe absichtlich länger draußen in der Hoffnung, dass er wieder muss und es wie der Wau-wau ohne das Töpfchen schafft.

Aber er hält zurück und wartet lieber bis wir zu Hause sind.

Heute macht er kein einziges mal auf den Boden und daher ist er schon bereit für den nächsten Schritt (wie die Autoren es in “Oh Crap Potty Training”* beschreibt): Die Hose. Ohne Unterhose, weil sie zu sehr an Windel erinnert.

Das klappt auch wunderbar.

Der vierte Tag ohne Windeln: Wieder Kacka

Der vierte Tag ist wieder der Kacka-Tag. Ich bin ganz nervös.

Wie wird es werden? Was kann ich tun, um möglichen Probleme vorzubeugen?

Keine Ahnung.

Irgendwann wird er zappelig, läuft wie verrückt hin und her ruft “Pipi”, will sich aber nicht hinsetzen.

Ich stille ihn und singe was vor, er beruhigt sich, setzt sich aufs Töpfchen und macht problemlos Kacka.

Er steht auf, sieht sein Geschäft und fängt an zu würgen, läuft weg und schnell wieder zurück, schaut noch ein mal hin und erbricht.

So ein Theater!

Tief durchatmen…

Ich bringe ihn schnell weg, lasse die anderen putzen, lenke ihn ab und die Sache ist wieder vergessen.

Ich überlege so einen Toilettentrainer zu besorgen. Vielleicht bekommt er keine Panik, wenn sein Geschäft direkt ins Klo landet und er es nichts sieht.

Die weiteren Tage

In den nächsten Tagen läuft alles perfekt.

Er trägt eine Hose, aber keine Unterhose.

Er sagt “Pipi” bevor er muss, manchmal sitzend, manchmal stehend.

Er geht aufs Töpfchen, wenn ich ihn vor dem Schlafen oder Spazieren gehen auffordere.

Er hat keine Unfälle, macht Kacka problemlos in die Toilette.

Und die Mittags- bzw. Nachtwindeln bleiben trocken.

Erst am siebten Tag schafft er es, im Stehen vor ein Gebüsch zu pinkeln.

Ja, es ist kalt draußen, aber ich brauche ihn nur ganz wenig ausziehen. Für die ein paar Sekunden wird er schon nicht erfrieren.

Seitdem hat er eine mächtige Waffe gegen das unendliche Sitzen im Kinderwagen. 😀

Die einzige  wenn ich sein “Pipi” ignoriere ist frühmorgens (Halb 5! Sorry, keine Chance 🙂 ). Die Nachtwindel bleibt trotzdem trocken, wenn er sie zur normalen Aufstehzeit auszieht.

Nach etwa zwei Wochen kaufe ich Unterhose und Matrazenschutz. Der Übergang verläuft problemlos.

So wunderbar habe ich es mir nicht vorgestellt! Von wegen 10 Hosen pro Tag: Er nässte höchstens 1 Hose in 10 Tagen!

Und es gibt keinen Hacken. So schnell und einfach hat er meine geliebten Stoffindeln vertschüsst 🙂

Anbei ein Bild von der letzten Stoffwindelwäsche. Wir sagen “Pa-pa” – Tschüss!

Liebe Grüße,
Sonja
Dein Kind hasst Windeln wechseln. Es ist ein Kampf?

Was für ein tolles Happy End! Und lustig 😀

Hallo Sonja,

daaaaanke für deine Geschichte!

Puh, ich musste aber loslachen, als die Stelle mit dem Übergeben kam. Unglaublich ^^

Hat sich das Problem gelöst? Wie ist es jetzt?

Liebe Grüße,
Julia

Die Antwort:

Hallo Julia,

die Idee mit dem Toilettenaufsatz (oder wie es schon heißt) hat super funktioniert.

Das Geschäft landet ins Klowasser und wird mit Papier bedekt, so sieht er nichts und hat kein Problem.

Er findet das Geräusch super, wenn Kaka ins Wasser plumpst. Nachher will er immer selber spülen und sagt fröhlich “Pa-pa Kaka”.

Er kann sehr gut unterscheiden, ob er groß oder klein muss und geht entsprechend zur Toilette oder ans Töpfchen.

Aber!

Letzte Woche, fast drei Monate nach dem Vorfall ist ihm zufällig ein wenig Kaka beim Pipi-machen ins Töpfchen geflutscht und als er das gesehen hat, hat er das zweite mal in seinem Leben gekotzt 😛

Ich habe noch nie erlebt oder gehört, dass sich jemand (und noch dazu so klein) von seinem Stuhl so sehr ekelt. 😀 🙂

Wenn mein Sohn schon richtig reden könnte, würde er bestimmt sagen “Mama, sag der Tante, die dir vorgeschlagen hat mich von den Windeln zu befreien, ein großes Dankeschön!”

Also danke nochmals von ganzem Herzen!

Ganz liebe Grüße
Sonja

Das perfekte Windelvlies finden?

In dieser Tabelle kannst du die Unterschiede zwischen 5 verschiedenen Windelvlies-Sorten auf einen Blick erkennen.

  • Hersteller, Anzahl und Material
  • Dicke, Feeling, Größe, Saugfähigkeit
  • Reißfestigkeit, Mitwaschen, Optimierung, Verwendung

52 Kommentare zu „Dein Kind hasst Windeln wechseln? Wie du es schaffst die Windeln wegzulassen – Ein Erfahrungsbericht“

  1. Hallo 🙂
    Gibt es die zwei Bücher denn auch auf deutsch? Oder ähnlich gute Bücher auf deutsch die du empfehlen könntest?
    Viele Grüße, Greta

  2. Hallo Julia!
    Ich habe das Bedürfnis, Dir Danke zu sagen, obwohl wir noch ganz am Anfang stehen.
    Ich bin sehr froh über Sonjas Geschichte und Danke auch Ihr für das Veröffentlichen der Geschichte.
    Mein kleiner (gerade 16 Monate) hasst Windel wechseln so sehr, dass ich nicht mehr weiter wusste.
    Mit 7 Monaten haben wir es schon mal spontan ohne versucht, aber da ich eine Mama bin, die immer auf Achse ist, hat sich das Prinzip für uns erstmal nicht bewährt. Schade, denn er pinkelte wie selbstverständlich ins Töpfchen.
    Trotzdem passte es nicht zu unserem Alltag, besonders als es kälter wurde.
    Es folgten Monate der Tricks. Wickeln (eh nur im stehen) am Waschbecken zum Wasserplanschen, unter der Dusche, mit Buch, mit Handy..
    aber jede Idee der Abwechslung funktioniere nur kurz. Dann folgte eine fiese Zeit, in der ich ihn in Windeseile auf der Ofenbank oder sonst wo wickelte, wo er halt nicht allein runter kam, nur damit er einen Moment stehen bleibt.
    Er klagte bitterlich und es tut mir im Herzen weh, denn ich will nicht Grund dafür sein, dass mein Sohn sich hilflos und ausgeliefert fühlt.
    Jetzt mit 16 Monaten hatte ich eine witzige Situation im DM:
    Er rief im Einkaufswagen sitzend mehrfach: „Hilfe! Muss Pipi!“ (haha, die Blicke der Leute waren schon sehr witzig) Unser Großer geht gern beim einkaufen aufs Klo und ich vermute ihm kam einfach diese Wortkombinationen ins Gedächtnis und er plapperte es einfach nach.. aber es klang wirklich etwas flehend. Ich sagte ihm, dass es ok ist und dass er doch eine Windel trägt.. aber er wiederholte nur „muss Piiipiii“
    Nunja, ich beendete meinen Windeleinkauf, wir gingen heim und ich beschloss: „ab morgen versuchen wir es nochmal ohne“
    Ja, heute ist Tag 6, er sagte mehrfach rechtzeitig vorher „Piiipiii“ und pieselte dann ohne Kinderklositz ins Klo (er muss wohl sehen wie es läuft, damit er nicht gleich wieder anhält)
    Ich habe sehr große Hoffnung, dass ich ihm damit eine Freude mache, den er nörgelt wirklich unheimlich viel. Und wie ich in dieser windelfreien Woche feststellen konnte, wird er nach mehrmaligem Pieseln plötzlich zufrieden, wenn die Blase dann endlich mal leer ist.
    Ich befürchte fast, er hat verzweifelt versucht, nicht in die Windel zu pieseln und hält deswegen immer wieder an bis der Druck zu stark wird.
    Ich habe Dein PDF herunter geladen und versuche die spätstarter tips so gut wie möglich umzusetzen. Bisher habe ich mich so mit ihm aber nicht wirklich raus getraut.. es ist einfach zu kalt.. besonders ohne Windel.. und schneeanzug oder Walkanzug eingepieselt wäre schon eine kleine Katastrophe für uns.
    Mit Www waren wir gestern 1,5 Stunden unterwegs und erst kurz vor dem Heimweg klagte er „piipii“. Wieder sagte ich ihm, dass er eine Windel trägt.. er wurde sehr unleidig.. seine Windel fühlte sich noch trocken an. Daheim befreite ich ihn von dem Ding, es war dann diese kleine pipi Menge drin… wieder hat er versucht es zu halten. Ich glaube wir müssen sie wirklich ganz abschaffen.. aber ich weiß noch nicht wie!
    Wenn wir bei den Temperaturen draußen sind, und er macht sich nass, wie schaffe ich das?!
    Bin fast immer mit Trage statt Kinderwagen unterwegs.. so viel Wechselklamotten kann ich nicht mitschleppen.
    Ich versuche jetzt mal einen verschließbaren Becher, den ich ihm überall anbieten kann.
    Es bleibt spannend!
    Diese Woche ohne Windelwechseln fühlt sich so richtig an. Die Nachtwindel lässt er sich übrigens ohne Probleme im Liegen (!) anziehen.
    Danke für deinen Einsatz!
    Lg Carmen

    1. Hallo Carmen, das klingt doch super! Kannst du ihm nicht einfach die Windel ausziehen und ihn an einen Baum pinkeln lassen? Bzw sind Geschäfte in der Regel auch sehr hilfsbereit, wenn ein kleines Kind muss. Dann hast du bei einem Unfall Sicherheit und er muss sich aber nicht anpinklen. Der Rest pendetl sich dann schon ein 🙂

      Liebe Grüße, Jessica

      1. Hallo Jessica!
        Danke für Deine Antwort!
        Es verging noch eine weitere Woche und dann schafften wir die Windeln komplett ab. Habe mich dann doch raus getraut und es war leichter als erwartet! Im Auto oder draußen benutzt er den Becher.
        Die Nächte verbringe ich gerade im Kinderzimmerfamilienbett und sogar das klappt jetzt.
        Inzwischen sind wir schon 2 Monate windellos und der kleine Nörgler ist endlich glücklich! Und ich erst!!
        Lg Carmen

  3. Falls es noch jemand liest von uns ein Update: Mein Eindruck ist, dass er uns mittlerweile durch Pipisignale kontrolliert!
    Er ist stets bei uns wenn wir zB sitzen, essen oder telefonieren, für die Prüfung lernen oder uns nur miteinander unterhalten.
    Dann macht er sein Zeichen, was er schon immer macht wenn er muss (am Penis ziehen und ein bestimmter ton) und so kommt es, dass man 40 x den Becher anbietet oder ihn aufs Klo führt, nur damit er es dann beim 41. Mal einfach so ohne Vorwarnung laufen lässt wo er Lust hat!
    Wenn die Windel nicht für seine Verstopfung verantwortlich wäre: Ich hätte sie ihm wieder um gemacht!
    Das habe ich übrigens gestern Nachmittag auch gemacht. Nachdem ich diese “Spaß” 4 (!) Stunden mitgemacht habe!
    Prompt hat er wieder den Stuhl eingehalten.
    Und währen ich Das hier schreibe, pinkeln er neben mir mal einfach so auf seine Decke.
    Nachdem ich ihm wieder 15 Minuten lang immer wieder den Becher angeboten habe weil er Signal gegeben hat für Pipi.
    Ich möchte wirklich mal wissen, wem es nich so geht? Man liest ja immer nur wie schön und supertoll alles ist und von wegen “dann wische ich es halt weg” (ich wische bis zu 18 mal am Tag, weil es Kleckerweise kommt!) und “Dann ziehe ich ihn halt um!” (Ich habe ihm gestern 6 Shirts, 6 Hemden 4 Hosen und 2 Strumpfhosen gewechselt und 2 Paar Hausschuhe. Ebenso 2 Decken und 3 stofftiere und ein Buch durfte ich putzen.

    Noch jemand hier, dem es so geht?

    1. Genau so wird es vielen gehen, deren Kinder zwischen 1 und 2 sind und ja sooooo super windelfrei sind.

      Wers mag…..- aber nicht in meiner Wohnung.

    2. Ich habe meine Tochter nach drei Wochen mit diesen Späßen bzw. Nach absichtlich einpinkeln in die leere Wanne gesetzt und gesagt, sie zieht ihre nassen Sachen jetzt selbst aus. Sie hat gezetert und geschrien und gebockt (Eklig! Nicht anfassen! Iiih!) und sie sich schließlich selbst ausgezogen und in die WaMa gesteckt.
      Dann war Schluss mit absichtlich einpinkeln

  4. Ich habe meinem jetzt ein Urinal für Kinder gekauft. Im stehen pinkeln findet der nämlich super. Ich bin gespannt. Vor der Toilette hat er nämlich Angst, wenn er drauf sitzen soll. Also rechne ich erstmal mit Pupu in der Wohnung und Pipi hoffentlich ins Urinal. XD

  5. Ach ich w0nschte ich hätte eine Chance meinen 3.5 jährigen auch zu überteugen….aner Toilett, Töpfchen, Trainingssitz alles wird mit Wut verweigert ….da bringt das beste Programm nichts…

  6. Hallo Julia,
    Sonjas Schilderung ihres Kampfes mit ihrem Kind beim Windeln wechseln kommt mir sehr bekannt vor. Mein Sohn ist 10 Monate alt und wehrt sich richtig beim Wickeln (obwohl wir so schöne Stoffies haben ). Nun habe ich überlegt, ob ich anfangen sollte ihn ohne Windel zu lassen, weil es vielleicht das ist was er will. Wenn er sein großes Geschäft macht, bekomme ich es meistens mit, pinkeln jedoch nicht.
    Nun empfiehlst Du ja das potty Training ab 18 Monaten. Meinst Du wir können es auch jetzt schon wagen oder was spricht dagegen?
    Gruß Teresa

    1. Hallo Teresa,

      ja klar, ihr könnt wir ihm Buch vorgehen, z.B. euch vornehmen 5 Tage komplett ohne Windeln zu sein und alles beobachten. Wenn auch nur 1 Tropfen im Töpfchen landet = voller Erfolg <3

      Schau mal, das hier könnte auch für dich interessant sein: http://www.parentingscience.co.....ining.html

      und hier: http://www.parentingscience.co.....ining.html

      Dein Kind wird mit 10 Monaten natürlich noch nicht perfekt sein. Ihr könnt Trainerhosen benutzen bzw. die normalen Stoffwindeln nur als Back-Up.

      LG Julia

  7. Ich hätte da mal eine ganz blöde Frage: Wie lange haltet ihr eure Kinder ab? Also grad am Anfang, wenn ihr mit Windelfrei anfangt?
    Zur Erklärung: Ich habe einen 7 Wochen alten Zwerg und würde zumindest Teilzeit-Windelfrei in Betracht ziehen, weil er ohnehin gerne am Wickeltisch beim wechseln pinkelt und gackt…
    Also hab ich jetzt angefangen ihn beim Windelwechseln mal über dem Waschbecken abzuhalten (mit mmmmh und ssssst), aber bislang hat da gar nix geklappt. Wie lange sollte ich beim Abhalten warten?
    Ich mache natürlich auch immer wenn ich mitbekomme dass er drückt wenn er eine Windel anhat “mmmmh” – mit dem pinkeln tu ich mir da noch viel schwerer, da bekomme ich nicht mit wann er muss. Erschwerend kommt hinzu, dass es ihm ziemlich egal ist, wenn die Stoffwindel voll ist… also kann ich es auch nicht daran festmachen.
    Irgendwelche Tipps für mich?

    1. Hallo Michaela,
      ich habe am Anfang immer ca. 60 Sek. gewartet und irgendwann hatte ich ein Gefühl dafür, wann was hätte kommen müssen.
      Du könntest so anfangen, dass Du ihn abhältst, wenn Du merkst, dass er groß muss, also wenn er drückt. (Bei meiner Kleinen habe ich dann immer noch etwas Zeit bis die erste Ladung kommt, also keine Sorge, dass Du direkt angekackt wirst, wenn Du die Windel aufmachst ;-)) Da scheinst Du ja seine Signale ziemlich gut zu verstehen!
      Wenn Du genau wissen willst, wie das beim Pinkeln ist, könntest Du ihn einfach eine gewisse Zeit lang nackt strampeln lassen und beobachten.
      Ich hoffe, dass Dir das weiterhilft und den Start erleichtert!

  8. Hallo Julia,
    dank deines E-Books “Töpfchentraining” ist unser Sohn (20 Monate) seit letztens Freitag ohne Windel! Macht definitiv mehr Spaß als Windeln wechseln trotz der Pannen, die wir schon hatten (er hatte phasenweise sowas von keinen Bock auf Wickeln und auch schon vorher während Teilzeit-Windelfrei gezeigt, dass er weiß, das Töpfchen zu benutzen…)!!
    Damit wir wirklich durchhalten (der Wille ist da, aber manchmal sind wir doch ratlos oder unschlüssig, wie wir uns strategisch weiter verhalten sollen), ist Austausch super. Mir haben schon die Kommentare hier viel gebracht. Von der Gruppe auf Facebook habe ich natürlich schon gelesen, aber ich habe vor 4 Wochen erfolgreich meinen Account gelöscht. Daher die Frage: Gibt es nicht vielleicht die Möglichkeit außerhalb von Facebook bzw. sogar hier auf der Seite ein Austauschforum einzurichten? Würde mir sehr helfen, da ich echt schon einige Fragen hätte.
    Viele Grüße,
    Isabelle

  9. Liebe Julia,
    Ich finde das Windelfrei sehr interessant und würde auch gerne die Bücher lesen. Nur ich kann nicht gut englisch. Gibt es denn auch auf deutsch die Möglichkeit es zu lesen oder?
    LG Anja

  10. Liebe Julia

    Vielen Dank für die vielen tollen Tipps, welche du auf deiner Seite veröffentlichst, sie haben mich schon sehr weiter gebracht. Nachdem ich mit meiner 13 monatigen Tochter vor drei Monaten auf Stoffys gewechselt habe, überlege ich mir Windelfrei bzw. Potty-Training.
    Kacka geht seit ca. zwei Wochen ziemlich zuverlässig ins Klo, auch auswärts und wenn der Papa schaut. Der braucht nur etwas länger, bis er begreift, dass sie muss. 😉 Und je länger je mehr wehrt sie sich gegen Windeln. Des Öfteren landet der Pipi auf dem Wickeltisch, häufig wenn ich gerade zuvor abgehalten habe – beim Windeln wechseln nach dem Schlafen.
    Ich möchte eigentlich nicht alle drei der Bücher lesen. Welches empfiehlst du am Ehesten? Könnte es wirklich sein, dass sie fürs Töpfchen schon bereit ist, auch wenn sie erst 13 Monate alt ist?

    Liebe Grüsse
    Hanna

    1. Hallo Hanna,

      wenn du wirklich nur ein Buch lesen möchtest, dann nimm “Tiny Potty Training Book”. Falls es noch ein zweites sein kann, dann “Go Diaper Free”, weil deine Kleine erst 13 Monate alt ist. Du hast Glück, heute gibt es 27% Rabatt auf die Bücher mit diesem Code: MOM27EDDIE

      Theoretisch sind Babys ja von Geburt an bereit ohne Windeln zu sein. Die Frage ist eher: Bist du bereit? 🙂

      Ihr braucht ein gutes Einfühlungsvermögen, Geduld und einen Lappen, weil ab und an doch mal was daneben gehen kann, was euch nicht verrückt machen sollte! Aber ja, auch mit 13 Monaten kann es ohne Windeln gehen, auch wenn der erste unfallfreie Tag vllt nicht nach 7 Tagen, sondern erst nach 14 Tagen kommt.

      LG Julia

      1. Liebe Julia

        Vielen Dank für den Tipp. Ich hab Andrea mal angefragt, ob es evtl. auch einen Rabatt auf Paperback gibt. Ich halte Bücher gerne in Papierform zwischen den Händen. 😉
        Gross zeigt sie inzwischen selbständig an: heisst, meist beim Abendessen zeigt sie in Richtung Klo. Echt genial. Und Pipi geht jeweils nach dem Schlafen ins Töpfchen. Seit wir da eine Stoffhülle aus einem alten T-Shirt von mir gemacht haben, bleibt sie problemlos sitzen. (Anleitung auf godiaperfree.com) Also sind wir auf dem besten Weg. Wir fahren jetzt erst einmal in die Ferien, danach überleg ich mir definitiv mal zwei Wochen Ruhe einzuplanen und das zu probieren, nachdem ich das Buch gelesen habe ;).

        Vielen Dank für deine tollen Tipps!
        Liebe Grüsse
        Hanna

  11. Liebe Julia,

    ich bin auf deinen Blog gestoßen, weil ich einfach ratlos im Netz umher surfte nach der Lösung unseres AIO-Stoffwindel-PUL-ist-wahrscheinlich-nicht–mehr-dicht-falsches-Waschmittel-Problem. Mein Sohn ist nun 17 Monate alt. Wir hatten einen schwierigen Einstieg in die Stoffi-Welt. Unser Zwerg hatte anfangs Becken-Bein-Gips und danach Hüftbandage wegen luxierter Hüften. Da konnten wir nur mit WWW’s wickeln. Als wir dann mit fast 4 Monaten endlich mit Stoffis wickeln konnten, war es schon sehr hart ihn daran zu gewöhnen dass er still liegen muss, bis ich im die Stoffis angezogen hatte. Er wollte sich nun -jetzt wo er die Bandage los ist- einfach endlich frei bewegen. Er strampelte, drehte sich auf dem Wickeltisch um, wollte einfach nur weg…. zum Glück und mit viel Geschick und schnellen Händen ist er mir nie vom Wickeltisch gefallen. Übung macht den Meister. 😉 Aber es kam dann der Zeitpunkt (Sommer) -er 10 Monate alt- da sprang er nur noch nackig über die Wiese und hat es genoßen. Danach Stoffis anzuziehen war katastrophal. So landeten wir wieder bei WWW’S, weil ich damit einfach viel schneller war und auch im Stehen/Gehen wickeln konnte. Und nun sind wir hier auf deinem Blog gelandet. 17 Monate alter Lauser und dessen Mami, die aufgrund des “ZeroWaste Vorsatzes für 2016” wieder versucht Stoffis zu wickeln. Eigentlich auf der Suche nach einem Waschmittel damit ich nicht alle 2 Stunden Windel wechseln muss. Dachte zuerst an kaputte PUL Schicht der Windeln. Glaub aber inzwischen, dass die Harnmenge einfach zu groß ist für die AIOs. Hab dann am Anfang dieses Artikels die E-Mail von Sonja gelesen und musste weinen. Eure Mail Konversation schildert unser Problem in jedem einzelnen Satz. Und ich weine schon wieder. Mein Lauser zeigt mir tagtäglich dass er schon lange bereit für “windelfrei” ist (zupft an der Windel, läuft zum Bad, zieht mich mit, zieht seine Strumpf-/hose aus, verkriecht sich in eine ruhige Ecke, sagt “Stink”, antwortet mit “Ja/Nein” wenn ich frage ob er eine frische Windel braucht)- nur ich check’s erst jetzt. Durch Zufall. OMG. Bin grad ehrlich entsetzt über meine Ignoranz. Und v.a. dass ich ihm grad zusätzliche Stoffis gekauft hab (sind auf dem Postweg) statt ihm zu helfen windelfrei zu werden. Wahnsinn. Aber egal wie… ich werd dann mal das oben empfohlene Buch bestellen, lesen und dann hoffentlich so schnell wie möglich meinen Zwerg unterstützen zu können in seinem Vorhaben windelfrei zu werden.
    Am liebsten würd ich gleich loslegen ohne zu lesen. Würde das gehen oder brauch ich das Hintergrundwissen?

    Vielen lieben Dank an dich und auch an Sonja (Tagebuch).

    Liebe Grüße,
    Daisy

  12. Hallo Julia,
    Ich liebe dein blog, obwohl ich nicht mit Stoffwindeln wickle.
    Ich hatte mir im Sommer direkt das Buch bei Amazon bestellt (mittlerweile kostet das übrigens viel mehr…) und gelesen, angefangen haben wir aber erst jetzt mit dem Töpfchentraining.
    Mein Sohn ist gerade zwei geworden.
    Anfangs klappte es sehr gut. Am ersten Tag hat er ein mal auf den Stuhl gepinkelt, ein paar Tröpfchen gingen dann noch ins Töpfchen. Beim zweiten Mal gingen ein paar Tröpfchen auf den Boden, der Rest ins Töpfchen. Danach ist er einfach immer aufs Töpfchen. Am zweiten Tag habe ich ihm dann schon ein Unterhöschen angezogen, da war es genauso. Beim ersten Mal fast alles in die Unterhose, beim zweiten Mal nur ein paar Tropfen, der Rest ins Töpfchen. Seit dem dritten Tag ist er mit Unterhosen und Hosen normal bekleidet.
    Ca. Ein Mal pro Tag hatten wir dann in der folgenden Woche noch nasse Hosen, meist genau dann, wenn ich ihn vorher aufs Klo/Töpfen setzen wollte und er schwor, nicht zu müssen.
    Nachts und nach dem Mittagsschlaf waren die Windeln eigentlich von Anfang an trocken.
    Ich dachte schon, wir hätten es bald geschafft und könnten auch nachts die Windel weglassen. Jetzt haben wir aber anscheinend wieder einen “Rückfall”.
    Am Wochenende war eine Familienfeier in einem Restaurant. Zwar hat er auch ein paar mal dort aufs Klo gemacht, aber leider auch 3-4 Mal in die Hose. Gestern waren wir wieder den ganzen Tag zuhause und er schien wieder zu pinkeln, wo er geht und steht. Also habe ich ihn wieder unten ohne rum laufen lassen, aber trotzdem.
    Die letzten Nächte hat er auch ganz schlecht geschlafen (davor hat er so gut wie immer 12h durchgeschlafen) und heute Morgen war dann auch nach über einer Woche die Windel wieder nass.
    Sogar in der Krippe (dort geht er 3 mal in der Woche hin) hatte es super geklappt, er hatte letzte Woche nicht eine einzige nasse Hose. Heute hatte ich etwas Bedenken, dass es nicht klappt, wenn er dort ist.
    Von meinem Mann kam jetzt schon der Gedanke, ob er vielleicht doch noch zu klein ist? Er weint nachts so bitterlich, ist es grade doch zu viel für ihn?
    Ich will eigentlich keine Windeln mehr, weil ich es, obwohl ich jetzt mehr Wäsche habe, viel angenehmer finde, eine nasse Hose zu wechseln, als diese elendigen Windeln… Außerdem finde ich die Vorstellung nicht schön, dass er mit seiner Toilette am Po rum läuft, bzw. jeden Tag mehrere Stunden in seinen Ausscheidungen sitzt.
    Vielleicht hast du einen guten Tipp für uns oder kannst mir zumindest gut zureden, dass es trotzdem klappt?!
    Hier in Deutschland gibt es ja kein entsprechendes Forum oder ähnliches, in dem man sich austauschen kann. Überhaupt ist man mit der Idee vom Töpfchen Training ziemlich allein, was es jetzt nicht grade einfacher macht durchzuhalten.
    Ich hoffe, wir haben es bald geschafft.
    Viele Grüße
    Nadine

    1. Hallo Nadine,

      find ich gut, dass sich hier auch einige WWW-Mamas verlaufen und meinen Blog auch gut finden 🙂

      Hey Mensch, der Anfang klang ja richtig super. Ich meine, es hat ja jetzt schon alles gut geklappt, er hat euch gezeigt, dass er es kann. 50% der Kinder dieser Welt sind mit einem Jahr trocken. 🙂

      Und ja: Solche Phasen können auftreten.
      Bei uns kam so eine Phase einige Wochen nachdem alle super lief und alles trocken war, weil
      1. Ich habe meinen Sohn geduscht, er war eingeseift, musste dringen, ich hab gesagt, dass er es laufen lassen kann.
      2. Am nächsten Tag hat er es mit der Strumpfhose ausprobiert.
      3. Am Wochenende waren wir bei der Oma, ich war krank, er war angeschlagen, sie hat ihm eine WWW angezogen und er hat es da ausprobiert.

      Naja, dann musste er das weiter austesten. 😀

      Er hat dann auch erst einmal wieder nicht mehr Bescheid gegeben, was er vorher mit 18 und 19 Monaten super gemacht hat. Einzige was geholfen hat, war, dass ich wieder regelmäßig auf die Zeit geschaut habe. Klar, ich musste wieder umlernen, weil ich jetzt wieder mehr Verantwortungen tragen musste.

      Es geht vorbei! Es ist eine Phase. Dein Kleiner hat dir jetzt wieder die Verantwortung übergeben.

      Geht er aufs Töpfchen oder habt ihr schon einmal den Klositz ausprobiert?

      Muss er nachts so dringend aufs Klo? Ist der nachts schon einmal aufs Klo gegangen?

      Es gibt ja die Gruppe “Windelfrei” bei Facebook. Okay, ich habe das Gefühl, dass die nicht viel von “Ich möchte jetzt die wirklich die Windel weglassen, möchte aber auch nicht ständig einen nassen Boden” halten 😉
      https://www.facebook.com/groups/ohnewindeln/?fref=ts

      Bist du bei Facebook? Ich hab mal schnell eine andere Gruppe eröffnet 🙂
      https://www.facebook.com/groups/1505016539793392/

      Psst… Deutsches Ebook und Forum sind in Planung 😉

      Liebe Grüße,
      Julia

      1. Ja, auch als Www Benutzer kann man viel bei dir lernen, übers waschen allgemein, Feuchttücher, windelfrei…
        Das mit der Facebook Gruppe finde ich eine gute Idee. Ich habe auch das Gefühl, dass meine Anliegen nicht in die windelfrei Gruppen passen. Allerdings komme ich nicht auf die Seite, die du vorgeschlagen hast.
        Mit dem Töpfchen lief es gestern wieder besser bei uns.
        Allerdings haben wir auch das Problem, dass er nicht (mehr) gehen will, wenn ich ihn schicke. Im Buch steht ja, dass das Kind dann mehr Verantwortung will. In der Krippe hat es wieder super geklappt. Ich denke, es ist eine Mischung aus nicht dran denken (immerhin hatte er 2 Jahre eine Windel an und musste nie dran denken, wann und wo er macht) und ausprobieren, was passiert, wenn…
        Es wird schon irgendwann ganz klappen

      2. Jetzt sollte es klappen: https://www.facebook.com/groups/toepfchen.lernen/

        😉

        Folgendes kann helfen:
        * Spiegelfolie an den Klodeckel kleben
        * abwischbare Stifte geben und den Klodeckel bekritzeln lassen
        * Dixi-Klo fürs Töpfchen basteln (großer Karton oder Stühle)
        * wieder mehr abhalten und alle möglichen Orte ausprobieren (Waschbecken Küche, Dusche, Badewanne, Balkon, Bäume draußen)

        Wir sehen uns dann in der Gruppe, ja? 😉

  13. Hallo,
    nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich mich das erste mal darüber Gedanken gemacht, dass Ohne Windel ja vielleicht auch eine Alternative für meine Kleine ist. Sie hatte in letzter Zeit immer viele Probleme mit Pilzen am Po und war da gerade 19 Monate, also perfekt geeignet. Ich habe meinem Mann davon erzählt, der während ich arbeite mit der Kleinen zu Hause ist, und der war auch positiv demgegenüber eingestellt. Buch gekauft, den richtigen Zeitpunkt zum Starten ausgewählt und angefangen. Der Anfang lief gut und auch Ängste, die ich erwartet hatte, sind nicht aufgetreten. Sie gehört zu denen, die wirklich skurrile Ängste hat und es auch schwierig ist, sie davon los zu kriegen. Gerade das Große Geschäft, bei dem sie sonst immer nach einer Windel verlangt hat, wenn sie unten ohne rumgelaufen ist, hat super geklappt und da hat sie schnell Bescheid gesagt. Irgendwann gab es aber kein Fortschritt mehr, sondern eher einen Rückschritt. Wir haben das Gefühl, dass wir ihre Zeichen nicht richtig lesen können und sie einfach willkürlich überall hinpinkelt. Frustration ist natürlich da, was das Ganze wahrscheinlich nicht besser macht, aber als ich meinen Mann fragte, was wir nun tun sollen, meinte er, dass sie auf keinen Fall wieder ein Windel bekommt. Dass ist schonmal gut und klar, aber wir können ja nicht für immer nur in unserer Butze hocken, oder sie woanders alles vollpinkeln lassen… irgendwelche Tipps? Ich wäre sehr dankbar!
    Liebe Grüße
    Anni

    1. Hallo Anni,

      bei meinem Sohn habe ich als ich immer mal wieder “Windelfrei” probiert habe oder dann mit 18 Monaten die Windeln weggelassen habe, auch erst einmal keine Zeichen bemerkt. Okay, er hat dann zum Glück ganz schnell angefangen AA zu sagen, das kommt dann irgendwann.
      Nach einigen Wochen war dann allerdings wieder Funkpause, er hat nichts gesagt und einfach gepinkelt. Und ich war bisschen frustriert. Klar, es hat davor ja so super geklappt.

      Am besten geholfen hat mir, das klingt jetzt lustig, einen Wecker zu stellen. 😀

      Nicht, dass sich mein Sohn nach meinem Rhythmus richten müsste. Nein, ich kenne ja seinen. Die Kleinen pinkeln ja schon einigermaßen regelmäßig, wenn sie noch nicht angefangen haben, ewig anzuhalten. Das war bei uns etwa alle 60 Minuten. Dann sind wir auf’s Töpfchen.

      Falls er partout nicht wollte, wusste ich zumindest, dass es bald wieder so weit sein könnte, und konnte bisschen mehr Acht auf ihn geben. Aber zumindest die 60 Minuten davor war ich gelassen, weil es unwahrscheinlich war, dass er was macht 🙂

      Nach dem ich die Geschichte mit dem Pipi eine Zeit lang wieder ernst genommen habe und nicht gesagt hab “Ach, schon wieder nicht bemerkt, ach alles nass. So ein Mist!” – “Ach, schon wieder nicht bemerkt, ach alles nass. So ein Mist!” – “Ach, schon wieder nicht bemerkt, ach alles nass. So ein Mist! ARGH!!!”, hat er es selbst wieder ernst genommen und hat AA gesagt, wenn er Pipi oder AA musste 🙂 🙂

      Ansonsten ist es immer hilfreich, wieder 2 Tage nackig und sehr konzentriert zu sein und wenn das Pipi läuft aufs Töpfchen zu gehen. Das empfiehlt ja auch die Autorin.

      Falls ihr bis dato viel nackt wart, ganz es umgekehrt viel bringen, auf Kleidung zu wechseln, auch wenn es die ersten Tage noch schlimmer ist.

      Wie läuft es denn gerade bei euch? Ist ja immerhin 4 Tage her. Da kann schon viel passieren und plötzlich besser werden 🙂

      Liebe Grüße,
      Julia

      1. Hi,
        Ja, es hat sich ein wenig was getan, auch wenn es immer noch etwas frustrierend ist, so dann und wann. Wir haben am Anfang so gar nicht gesagt, dass sie gehen soll, nur wenn wir mal mit dem Auto los wollten, aber dann hat sie sich auch meistens geweigert. Wir haben noch mal nachgelesen und festgestellt, dass das aber ja auch dazu gehört und daraufhin haben wir das dann öfter gemacht und das hat dann tatsächlich ganz gut funktioniert und tut es auch noch. Das verringert die Zahl der Unfälle ungemein! Aber mal ne Stunde Ruhe haben geht nicht. Wenn sie viel getrunken hat, kann das schon mal sein, dass sie in zehn Minuten drei mal muss… Aber da muss man dann eben drauf gefasst sein. Beim großen Geschäft sägt sie aber zuverlässig Bescheid, Pipi weithin nur dann und wann. Vielleicht fühlt sie sich aber auch zu sehr unter Druck, denn wenn sie bei Oma oder der Tante ist, scheint es besser zu klappen. Nachts ist die Windel aber fast seit Anfang an trocken! Wir würden sie auch weglassen, wenn wir nächste Woche nicht wegfahren würde, das wollen wir aber lieber noch abwarten.
        Kleine Anekdote am Rande: wenn sie fertig ist oder wir sie aufs Tröpfchen setzen, wenn sie gar nicht muss, sagt sie “alle”, was sehr niedlich ist :o)
        Vielen Dank für deine Antwort!

      2. Hey Anni,

        alles gut bei euch? Haben sich die Abstände etwas vergrößtert? War ja in letzter Zeit auch so heiß, da wird die meiste Flüssigkeit ja verschwitzt 😉

        Dass die Nachtwindel fast von Anfang trocken war, ist echt cool. Hör ich ganz oft, wenn die Kleinen noch unter 2 sind.

        Liebe Grüße,
        Julia

  14. Hallo, ich habe das vor einer Woche gelesen und jetzt gerade nochmal. Die Bücher sind schon in meinem Kindle, ich hab reingelesen, und in 2 Wochen soll es losgehen – meine Kleine ist 20 Monate alt und bestimmt bereit. Ich habe allerdings noch eine große Sorge (im wahrsten Sinn des Wortes groß) und vielleicht könnt ihr mir da helfen: Was soll ich bloss machen, wenn sie dann auf dem Spielplatz ist und “gross” muss? Im Moment passiert das nämlich regelmäßig, daß sie nachmittags zwischen 15h und 17h in die Windel kackt. Das ist natürlich kein Problem, Windel wechseln, fertig. Aber wenn sie dann keine Windeln mehr hat? Ich stell mir vor: entweder ein kleines Töpfchen dabeihaben (aber dann hab ich immer noch das Entsorgungsproblem) – oder das nächste Klo suchen ganz schnell – habt ihr unterwegs Kloverkleinerungsbrillen dabei? Aaaaaaah ich kann mir das nicht vorstellen! Vielleicht habt ihr da Erfahrungen und könnt mir weiterhelfen! Danke, lg Andrea

    1. Hallo Andrea,

      wow, gut, dass du dich getraust. Das warme Wetter passt perfekt 😉

      Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
      1) Meine Mutter meinte, früher hätte sie immer ein Töpfchen für uns Kinder dabei gehabt, egal wo sie war.

      Das Kacka kannst du dann z.B. mit so einem kleinen Frühstücksbeutel (oder Hundebeutel) entfernen und in den nächsten Mülleimer werfen. Schau mal, das hier ist ein ganz flaches Töpfchen. Super bequem für’s große Geschäft. Klick.

      2) Das Kind gegen einen Baum abhalten (an den Beinen halten). Das große Geschäft mit so einem Beutel oder Papiertaschentuch entfernen.
      So machen wir das unterwegs. Situationen bei denen das Kind dann wirklich Groß musste, kann ich an einer Hand abzählen.

      3) Es gibt auch Klositze für unterwegs, in die du einfach wegwerfbare Tüten einspannen kannst. Die sind auch saugfähig und wandern dann samt Inhalt in den Mülleimer. Schau mal hier.

      Die Potette kann man mit den Tüten als Töpfchen verwenden. Oder du stellst es ohne Tüte auf’s Gras (Pipi). Man kann dieses Töpfchen auch als Kloaufsatz verwenden (Füße können zur Seite geklappt werden). 😉

      Aber glaub mir, sobald die Windel weg ist, wird sich ganz schnell der Pipi- und Kackarhythmus verändern. Die Kinder genießen ganz schnell die Gemütlichkeit des häuslichen Klos und machen nur noch morgens, mittags oder abends daheim 🙂

      Viel Spaß beim “Tschüss Windel!” sagen. Berichtest du uns, wie’s lief?

      Liebe Grüße,
      Julia

      1. Liebe Julia! Danke für Deine rasche Antwort. Ich habe die Bücher fertiggelesen, wie vorgeschlagen ein bisschen gewartet (2 Wochen warens nicht, geb ich zu) – und dann kam der große erste windelfreie Tag. Ziemlich schnell hat meine kleine kapiert was ich von ihr wollte, allerdings hat es schon einen Tag gedauert von “oh ich pinkle” zu “ich muss pinkeln” zu kommen – aber das ist ja schliesslich VÖLLIG ok! Ich war begeistert, wie schnell ein Schritt nach dem anderen funktionierte. Ein bisschen frustriert bin ich, weil es mir nicht wirklich gelingt, ihre “Signale” zu sehen – ich denke, es ist ein Signal, dann will sie aber gar nicht auf den Topf, dann mal wieder pinkelte sie (aus meiner Sicht) völlig unvermittelt. Das hat sich aber gut gelöst weil sie tatsächlich einfach immer “Topf” sagt, wenn sie muss! Ich bin so stolz auf sie! Mit dem großen Geschäft gibts leider Probleme, am ersten Tag gings zwei drei mal daneben, ein viertes mal völlig entspannt in den Topf. Am zweiten Tag hat sie dann leider begonnen zurückzuhalten, sie hat sichtlich Schmerzen, greift sich an den Po, will auf den Topf, kann dann aber nicht “loslassen” – ich hab alles versucht, Bücher lesen, Lieder singen, gemeinsam lachen, sogar Schokolade essen – darf sie sonst selten macht sie aber sehr gerne. Am dritten Tag hat sie dann lange nichts gemacht (groß) dann am Nachmittag immerhin 3mal in den Topf aber es hat ihr sichtlich wehgetan, war also kein motivierendes Erlebnis… heute bin ich leider krank und im Bett, die Oma und der Papa kümmern sich um die Kleine und als sie die Windel verlangt hat fürs große Geschäft hat sie sie bekommen. Davon bin ich jetzt nicht begeistert, da ja beide Autorinnen dringend davon abraten, aber wenn ich nicht selbst dabei bin, kann ich auch nicht bestimmen – ich liege im Bett, und habe einen Tag Pause, und meine Kleine hat eben auch einen Tag Pause, denk ich mir. Morgen gehen wirs dann mit neuem Schwung wieder an. Tollerweise funktioniert mit dem Pipi nach wie vor alles problemlos!
        Danke nochmals für Deine tollen Tipps für unterwegs, das kleine Töpfchen hab ich schon bestellt, vielleicht hilft es auch bei unserem momentanen Problem, da es bisschen niedriger ist als das Töpfchen das wir jetzt haben und vielleicht eine günstigere Ausgangsposition schafft… na mal sehen!
        Liebe Grüße! Andrea

      2. Hallo Andrea,

        bist du wieder gesund? Wie lief es bis her?

        Was mir noch eingefallen ist: Pflaumensaft, aber auch Apfelsaft oder Säfte aus der Apotheke machen den Stuhl weich und die Angelegenheit einfacher und flutschiger.

        Der Sohn meiner Freundin hatte auch lange Probleme. Im Stehen in die Badewanne kacken war erst einmal okay. Dann sind sie zum Pipi machen immer nach draußen, da hat’s dann auch mit dem Kacka geklappt (angehockte Haltung). Hockend oder stehend ist noch einmal viel einfacher, damit es gut heraus kommt.

        Ansonsten gilt: Viel Zeit hilft viel (wenn nicht weiterhin die Windel um den Po kommt, aber war ja eine Ausnahme).

        Und schön, dass Pipi so gut klappt. Yay! 🙂

        Ich wünsche dir viel Kraft für die nächsten Tage 🙂
        Und freue mich über neue Berichte.

        Liebe Grüße,
        Julia

      3. Liebe Julia,
        Danke für den Tipp mit den Säften – werde ich gleich mal versuchen! Ich bin zum Glück wieder gesund, die Windel bleibt weiterhin gestrichen, und es gibt jeden Tag kleine Erfolge. Ich glaube ich war ein bisschen zu ungeduldig, weil es mit dem Pipi so schnell “click” gemacht hat – fürs große Geschäft muss sie den körperlichen Vorgang eben noch kapieren und in den Griff bekommen, das macht sie auch, aber eben Babysteps.
        Die beiden Buchtipps sind wirklich eine gute Empfehlung, ich glaube wir sind genau im richtigen Moment darüber gestolpert. Toll, daß Du auf einer Seite übers Wickeln auch Bücher zum Trockenwerden empfiehlst 😉
        Ich halte Euch auf dem Laufenden,
        lg andrea

      4. Liebe Julia,
        Danke der Nachfrage – nein, es läuft nicht einfach so 😉 Sondern sogar sehr gut! Ich denke, jetzt haben wir den Dreh echt langsam raus. Pipi ist kein Problem mehr, wir haben bereits eine unfallfreie Woche hinter uns. Mit einer Mischung aus abwarten bis sie was sagt und auf die Uhr schauen – Einmal in der Stunde bzw so ca alle anderthalb Stunden geh ich einfach dann selbst aufs Klo und nehm sie mit – dann geht auch meistens bei ihr was 😉
        Das große Geschäft ist nach wie vor etwas schwierig – sie tut sich sehr schwer damit – aber macht überhaupt nicht mehr auf den Boden oder so. Sie braucht allerdings etliche Anläufe und manchmal schafft sie es erst, wenns wirklich sein muss (also nach 2 Tagen powerpupsen)- Bin aber sehr zuversichtlich, daß sich das auch bald normalisieren wird – es ist bis jetzt immer ein Fortschritt zu beobachten, von Tag zu Tag, wenn auch manchmal eben kleine! Bin sehr froh, dieses “Projekt” jetzt schon gestartet zu haben und nicht erst in einem halben Jahr der Jahr, die Jahreszeit eignet sich grade wirklich sehr dafür. Liebe Grüße Andrea

    2. Liebe julia,
      danke der Nachfrage. Ja, Du sagst es, Babysteps – mit Überraschungen in beide Richtungen! Gestern hatten wir fast den ersten komplett unfallfreien Tag – mit Kacka im Töpfchen, das war ein Riesenerfolg nachdem sie jetzt eine Woche lang einfach direkt nach dem Mittagsschlaf in die Windel gekackt hatte 😉 Am Nachmittag dann hat sie allerdings plötzlich losgepinkelt ohne jede Vorwarnung – am Spielplatz in der Sandkiste – nachdem sie kurz davor auf den Topf wollte aber nix gemacht hat. Ich glaube da war die Unterhose, die sie anhatte, “schuld” – hocken und Unterhose ist einfach sehr einladend 😉
      Ich war eine Zeitlang etwas verzweifelt und hab befürchtet Lea zu überfordern, nachdem die Kindergartenpädagoginnen zwar das Vorhaben unterstützen (immerhin) und auch akzeptieren wenn Lea ab und zu in die Hose macht – aber trotzdem der Meinung sind daß es noch zu früh ist. Naja. direkt nachdem ich dann eben dachte oh es ist doch zu früh kamen dann die nächsten “Erfolge” – manchmal meldet sie total rechtzeitig daß sie pinkeln muss auch mitten im Spielen und geht dann aufs Töpfchen, pinkelt rein und fertig!
      Entspannt hat mich, daß ich nochmal nachgelesen hab, und Andrea Olson vergleicht das Töpfchentraining mit dem Gehenlernen – da hab ich mich dann wieder dran erinnert daß es da auch so war, mal ist sie meterweise durchs Zimmer spaziert und dann war eine Woche lang kein Schritt zu sehen und dann gings plötzlich. Also über ich mich in Geduld! Und unterstütze sie und freue mich über die Erfolge!
      Liebe Grüße und danke für diesen Blog!!!!!
      Andrea

      1. Das klingt doch ganz gut trotz der kleinen Pannen 🙂

        Eine Woche ist vergangen. Wie läuft es? Na ich hoffe “es” läuft nicht “einfach so” 😉 😉

        Liebe Grüße,
        Julia

  15. Super Artikel! Mein Kleiner wird bald 18 Monate und für den Sommer plane ich genau das! Und jetzt habe ich auch schon genauere Vorstellungen davon, wie ich es am besten angehe! Ich bin schon sehr gespannt :).

  16. Toller Artikel, danke! Ich stehe nämlich auch kurz vor ganz windelfrei, trau mich aber nicht so richtig. Mein Sohn ist 5 Monate alt, Töpfchen klappt 70 % gut, 30% geht in die Stoffi.
    Zwei Dinge frage ich mich noch:
    1. Auch welches Buch lässt sich am besten / leichtesten lesen, wenn das Englisch schon etwas eingerostet ist?
    2. Es gibt ja keine doofen Fragen: Tut es meinem Kind = Männlich nicht weh wenn ich ihn dann (also ohne Windel) hebe oder ihn ins Tragetuch binde und ihn dabei ja relativ fest im Schritt halte bzw. das Tuch binden muss???

    1. Hallo Bettina,

      für 0 bis 12 Monate eignet sich “Go Diaper Free” am besten. Ich finde es lässt sich ganz gut lesen, auch wenn das Englisch eingerostet ist 🙂

      Mh, so schnell tut das da unten nicht weh, außer der Bub hat einen sehr steifen Penis, was vorkommen kann, wenn er dringen muss.

      Also meinem großen ab und an getragenen und viel gehaltenem Kind tut nichts weh. Er könnte es ja schon äußern 😉

      Viele Grüße,
      Julia

  17. Hallo liebe Julia,

    danke für deine tolle Seite mit tollen Tricks!!!
    Sag mal welches der drei Bücher die Sonja in ihrem Bericht beschreibt hilft denn nun am besten?? Ella ist 19 Monate und auch nicht der grösste Windelfreund. aber es ist nicht so schlimm wie bei Sonja…

    Kennst du dich mit der gDiaper aus…?? Die Knöpfe habe ich mit Vlies abgenäht. aber es drücken trotzdem die Kletts die von der Po-Seite nach vorne gehen und es gibt oft blöde Abdrücke. Ella tut das sehr weh. Habe ein paar AIO (Blümchen bambus plus(riessiger Windelpo aber echt auslaufsicher), Totspots V4 und 1 V3 laufen öfter aus aber sitzen gut.

    Habe insgesammt 7 AIO und 3 gDiaper mit 9 Nylontaschen und Thiersties- Einlagen(spitzen Saugkraft) und gDiaper Einlagen(wenig Saugkraft und 2 davon machen nen dicken Po :-(), plus eine Blümchen Überhose mit kleinen Hanfeinlagen und grossen Baumwollfrottee-einlagen drüber. Die gDiaper bereue ich etwas war aber kostengünstiger als so viele AIO :-(.

    Noch eine Frage ;-). Das Waschmittel selbstgemacht vom dm…. leider gibt es nun ein neues Fleckensalz…darin ist jetzt Soda und Enzyme enthalten… hast du eine Alternative für mich??

    Herzliche Grüsse Andra

    1. Hallo Andra,
      ich habe gerade dein Kommentar gelesen und bin über deine Frage zum “neuen” Fleckensalz gestolpert….ich habe das auch heute gekauft und mich über die neue Packung gewundert.
      Ich habe gerade die Packung vor mir liegen und stelle fest, die Inhaltsstoffe sind gleich: die Enzyme Amylase, Lipase und Protease sind auch im “alten” enthalten….da stand es wohl nur nicht vorne drauf. Mit dem Soda ist es genauso….

      Ich bin gespannt was die Expertin sagt und hoffe, dass es so ist wie ich vermute und sich nichts verändert hat.

    2. Hallo Andra,

      ich hab das neue Fleckensalz noch nicht zu Hause und gerade keine Möglichkeit in den DM zu kommen. Magst du mir ein Bild per Email schicken: windelwissen@gmail.com

      Wahrscheinlich hat Kristin Recht, das würde mich sonst sehr wundern 😉

      Puh, mit den gDiapers treten leider oft solche Probleme auf. Leider gibt es da kein Patentrezept 🙁

      Für’s nächste Kind ganz weiche und flexible Hybridüberhosen mit Lasche, z.B. Dudus 🙂
      Ganz kuschelig.

      Mit 19/20 Monaten kann das Trocken werden wie oben beschrieber aber chillig und leicht von statten gehen. Ich empfehle dir das “Tiny Potty Training Book”, das ist bisschen weniger zu lesen und übersichtlicher, “Oh Crap Potty Training” ist dafür bisschen amüsanter 🙂

      Liebe Grüße,
      Julia

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