Werden die meisten Mamas später arm und verbittert sein?

Armutsrisiko Frauen Mütter Eltern

Es gibt etwas, das mich total beunruhigt: Das größte Armutsrisko in Deutschland ist, weiblich zu sein und alt zu werden.

Viele Omis können sich im Alter nicht über Wasser halten, denn die durchschnittliche Rente einer Frau beträgt nur 645€. (Siehe Artikel bei NDR „Fünf Gründe für Altersarmut bei Frauen und Zeit „Sie kochen Kohlrabiblätter aus und heizen nur ein Zimmer – Altersarmut trifft oft Frauen: Sie verdienen weniger und arbeiten oft in Teilzeit.“)

Das Problem wird sich in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen, weil die Rente weniger schnell steigt als die Inflation.

„Demnach steigt der Anteil der Frauen, die von staatlichen Leistungen abhängig werden, weil ihr Einkommen nicht fürs Leben reicht, von heute 16,2 auf 27,8 Prozent im Jahr 2036 an.“ (Quelle Focus)

Unfair den Kindern gegenüber ist, dass sie verpflichtet sind, für die Pflegekosten ihrer Eltern aufzukommen, wenn diese es sich im Alter nicht selbst leisten können. 😯 (Hier mehr lesen.)

Ich finde, dass sich mein Sohn später finanziell gesehen um seine eigenen Bedürfnisse und um seine eigene kleine Familien kümmern sollte. Ich fände es nicht fair, wenn ich später von ihm abhängig wäre und er für mich im großen Maße zurückstecken muss, weil ich nicht für mich selbst vorgesorgt habe, und er meine Pflege bezahlen muss. 🤔

Die Bedürfnisse meines zukünftigen Ichs und die Bedürfnisse meines in der Zukunft erwachsenen Sohnen sind mindestens genauso wichtig wie unser momentanes Wohlbefinden!

Und wie viel sind dir die zukünftigen Bedürfnisse deiner Kinder und deines späteren Selbst wert?

Unverheiratet zuhause bleiben? Kennst du das Risiko?

Viele Windelwissen-Leserinnen bleiben mit ihren Babys und Kleinkindern zuhause und das manchmal Jahre lang. Das kann wirklich eine intensive und wunderschöne Zeit sein!

Später arbeiten sie oft auch nur Teilzeit.

Ihr Mann dagegen geht meistens weiterhin ganz normal 40 Stunden in der Woche arbeiten und verdient gutes Geld. Nach der Arbeit spielt er sogar manchmal mit den lieben Kleinen, wechselt die Windeln und putzt! 😄

Und er zahlt in die gesetzliche Rentenkasse ein.

Zwei Punkte bereiten mir bei diesem Modell Sorgen:

  1. Wird die Erziehungsarbeit wirklich genug wertgeschätzt, wenn Mama am Ende des Monats höchstens noch ein Taschengeld auf ihrem Konto übrig hat? Sind die Finanzen wirklich gerecht verteilt? Oder darf der, der am meisten außerhalb der Wohnung arbeiten geht, auch den Großteil des Geldes behalten und verwalten?
  2. Den Bund der Ehe eingehen wird für viele Paare immer weniger wichtig. Viele Eltern in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind nicht verheiratet. Und das ist auch total okay. Nur einen Vorteil hat die offizielle Eheschließung: Kommt es zu einer Scheidung, dann werden alle Rentenpunkte und das Vermögen zwischen Mann und Frau 50:50 aufgeteilt.

Sind Mama und Papa unverheiratet und trennen sich irgendwann, dann

  • war Mama jahrelang nicht arbeiten oder nur Teilzeit,
  • hat deutlich weniger in die Rente eingezahlt,
  • hat kein Geld zurückgelegt,
  • bekommt nicht mal einen Teil der Rentenpunkte ihres Partners und
  • steht auch im Alter arm da.

Ich bin selbst alleinerziehend. Ich kann dir sagen: Eine Trennung kann schnell und unverhofft kommen.

Ich finde außerdem, dass Partner viel eher auf Augenhöhe über alle möglichen Themen diskutieren können, wenn beide wissen, dass Frau nicht nur mit Mann zusammenbleibt, weil sie keine Reserven hat und sich ein Leben als Alleinerziehende nicht leisten kann.

Ein “Mann” ist keine “Rente”!

Aber verheiratet zu sein ist noch lange keine felsenfeste Absicherung fürs Alter.

„Im Jahr 2016 betrug die Scheidungsquote in Deutschland rund 39,56 Prozent, d.h. auf eine Eheschließung kamen rechnerisch ca. 0,4 Ehescheidungen.“ (Quelle: Statista)

(Und auch wenn Mann und Frau zusammenbleiben: Am Ende müssen zwei Menschen von einer kleinen Rente leben?)

Als Mutter kann man sich in 4 von 10 Fällen einfach nicht darauf verlassen, dass es mit der Ehe und mit der Vorsorgung und Unterstützung durch den Mann so weitergehen wird. Der in der Regel besser verdienende Mann muss oft nur ein Jahr lang Unterhalt für die Ex-Frau zahlen und dann muss sie selbst klar kommen.

Das führt dann dazu: „In Deutschland leben rund 1,6 Millionen alleinerziehende Mütter und Väter mit minderjährigen Kindern. Während der Anteil von Familien mit Kindern an allen Haushalten in Deutschland insgesamt seit Jahren rückläufig ist, steigt die Zahl der Alleinerziehenden kontinuierlich an. […] Dem Statistischen Bundesamt zufolge waren 2015 rund ein Drittel aller Alleinerziehenden in Deutschland von Armut bedroht.“ (Quelle BPB)

Werden die Windelwissen-Mamas später arm und verbittert sein?

Ich habe ungefähr 13000 E-Mail-Abonnenten (Stand Juli 2018). Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern und die statistische Verteilung ähnlich sein wird, kann ich folgendes erwarten:

  • 5200 meiner Abonnentinnen (4 von 10) werden in den nächsten 15 Jahren eine Scheidung durchlaufen.
  • 1730 von ihnen (1 von 3 der Alleinerziehenden) werden von Armut bedroht sein.
  • 3614 oder mehr von den 13000 (27,8%) werden im Alter arm sein und ihr Leben nicht selbst finanzieren können.

Bei 1730 Frauen, die in naher Zukunft arm sein werden, und 3614 Frauen, die in ferner Zukunft arm sein werden, kann ich nicht Nichts tun.

Gemeinsam mit meiner Freundin Babett möchte ich aktiv werden!

Babett und ich waren vor 5 Jahren Nachbarinnen, haben beide kleine Kinder, haben Stoffwindeln benutzt und uns für Windelfrei interessiert. Unsere Wege haben sich immer wieder gekreuzt und unsere Interessen haben sich ähnlich entwickelt. Zum Beispiel habe ich sie über ihre Hausgeburt im Wasser interviewt, mit ihr ein paar Videos zu verschiedenen Babythemen (Kinderwagen vs Tragen, Zuhause vs Kindergarten) gemacht und eine Liste erstellt, um CO2 und Geld zu zu sparen.

Vor zwei Jahren, nachdem ihr zweites Baby aus dem Gröbsten heraus war, hat Babett ihren tollen Familien-Finanz-Blog gegründet. Dort zeigt sie Eltern, wie sie selbst verantwortlich durch den Finanz-Dschungel hindurchfinden, was den Finanzberater überflüssig macht.

Warum auch du Geld sparen solltest

Babett und ich erklären in der kostenlosen 250€-Familien-Challenge, wie du das Risiko mindern kannst später arm und verbittert zu sein, in dem du jeden Monat seblständig Geld zurücklegst. 👍

(Wenn du jetzt finanziell gut aufgestellt bist und du denkst, dass es in der Rente keine Probleme geben wird, dann eignet sich das Sparen auch gut, um den Start deiner Schützlinge ins Erwachsenenleben einfacher zu gestalten und ihnen einen finanziellen Puffer aufzubauen. 😍 )

Nein, wir müssen nicht alle super reich werden, dem Geld hinterherhecheln und die nächsten Kardashians und Hiltons werden. Ich bin eher ein Fan eines genügsamen und sparsamen Lebens. Aber wenn man kein Geld hat und unter Hartz-4-Niveau lebt, dann fühlt sich das bedrückend, beängstigend und grauenhaft an. 🙁

Deswegen ist es wichtig, dass du heute anfängst, Verantwortungen für deine eigenen Finanzen zu übernehmen.

Deswegen ist es wichtig, dass du heute mit dem Sparen anfängst.

Denn wenn du jetzt mit dem Sparen anfängst, dann hast du

1) Immer eine gute Reserve übrig. 😍

2) Kannst im Alter eine reiche Omi sein:

  • Du kannst leben wie du möchtest,
  • jederzeit deine Enkel besuchen fahren,
  • deine Kinder und Enkel finanziell unterstützen, weil du selbst genug Geld hast und
  • kannst die Kosten für deine Gesundheit und Pflege selbst übernehmen.

Melde dich für die 250€-Familien-Challenge an

Denn es ist möglich ein kleines Vermögen aufzubauen, von dem du später leben kann, wenn du weißt wie:

Mit meiner Freundin Babett habe ich eine komplett kostenlose Challenge vorbereitet. Sie beginnt schon am 15.11.! Jeden Tag bekommst du ein kurzes, knackiges Video mit unseren wichtigsten Tipps und Tricks zum Thema Sparen.

Ja, auch du kannst sparen: Mit Familie, mit Kindern, mit wenig Zeit und mit schwachen Nerven. 😄

Unser Ziel ist 250€ mehr im Monat zu haben: 250€ mehr für deine Zukunft als reiche Omi oder auch für die Zukunft deiner Kinder, falls du auch für sie einen Teil zurücklegen möchtest.

  • Die Challenge ist für dich komplett kostenlos.
  • Die Challenge besteht aus 6 knackigen Videos mit Tipps von Familien-Finanzexpertin Babett Grün und CO2-Geld-Sparfuchs Julia Schmidt.
  • Jeder Challenge-Tag hält eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Aufgabe für dich bereit.
  • Während und nach der Challenge bekommst du per E-Mail zusätzliche wertvolle Infos und Begleitmaterialien.
  • Mit Hilfe der Tipps und erprobten Konzepte lernst du, wie du 250€ mehr im Monat sparen kannst.
  • Das Wissen, dass du in der Challenge lernst, kannst du langfrisitg als finanzielle Bildung an deine Kinder weitergeben.
  • Die Challenge geht vom 15.7. bis 20.7. also melde dich schnell an, sodass du sie nicht verpasst.

Hier kannst du die Details lesen und dich anmelden.

5 Kommentare zu „Werden die meisten Mamas später arm und verbittert sein?“

  1. @Julia: Könntest du mir diese Passage bitte nochmal formulieren? Da steig ich gerade nicht durch:
    “Zwischen “blauäugig die vorhandene Korrelation zwischen” x und y herstellen, denn “eigentlich haben wir da ziemlich viel selbst in der Hand” kann man als Totschlagargument für so ziemlich jedes Thema benutzen. Ich habe oft das Gefühlt, dass dieses Argument gesellschaftliches Argument und politische Teilhabe ihre Relevanz absprechen möchte.”

    Mir geht es auf jeden Fall nicht darum das Thema klein zu machen und ich halte einen bewussten Lebensstil für einen super Weg. Mir ist einfach wichtig herauszustellen, dass eine statistische Korrelation nicht gleichzusetzen ist mit einer direkten Kausalität. Dazu tragen einfach zu viele Bedingungen zu dem Ergebnis “Scheidung” bzw. “Altersarmut” bei.
    Und ganz sicher ist nicht jedes gesellschaftliche Problem vom Individuum zu beeinflussen. Menschen mit Behinderung z.B. haben 0 und nichts zu ihrere Situation beigetragen; Kinder aus bildungsfernen Familien (die eine deutlich schlechtere Chance auf einen guten Abschluss und entsprechende Teilhabe haben) können überhaupt keine Verantwortung für ihre Herkunft übernehmen und das sind nur zwei Beispiele. Im Vergleich dazu ist Trennung/scheidung aus meiner Sicht eben nicht ein absolut unbeeinflussbarer Schicksalsschlag und sich darüber bewusst zu sein und im Rahmen meiner Möglichkeiten Verantwortung für die Pflege meiner Partnerschaft zu übernehmen, gehört für mich damit auch zu vorausschauender Vorsorge. Selbstverständlich ohne Erfolgsgarantien, aber genau genommen gibts die auch bei allen vorhandenen finanziellen Anlageformen nicht 🙂

  2. Liebe Julia, liebe Babette,
    ich finde es großartig, dass ihr euch um das Thema kümmert und eure Reichweite dazu nutzt Frauen für das Thema zu sensibilisieren! Danke!! Und: Weiter so!!
    Ich selbst hab mich bereits viel mit dem Thema beschäftigt und mir in meinem Freundinnenkreis auch schon gehörig den Mund fusslig geredet. Aus meiner Erfahrung fällt es vielen Frauen seeeehr schwer das Thema mit ihrem Partner zu besprechen und etwas einzufordern (z.B. dass diese in deren private Altersvorsorge einzahlen). Und die Männer verstehen oft gar nicht richtig um was es geht bzw wollen nicht verstehen. Da kommen dann so Sachen wie: “wie? ich soll meiner Frau was zahlen!? ich bin doch hier der Depp der so viel arbeiten muss und nicht schön Zeit mit den Kindern verbringen kann. Ich bin halt der der mehr verdient und wir haben uns gemeinsam dafür entschieden, dass ich arbeiten gehe und das sind ja jetzt nur die 1,5 Jahre (mal 2-3 Kinder!) und dann geht Frau ja wieder (teilzeit) arbeiten…”
    Auch überhaupt zu wissen wie viel denn z.B. ein angemessener Ausgleich wäre, ist ja total schwer abzuschätzen bzw. auszurechnen. Wäre toll wenn ihr dafür Tipps hättet wie man das am besten berechnen kann. Darüber würde ich mich echt freuen. Liebe Grüße

    1. Liebe Tintenteufelchen,
      ich freue mich zu lesen, dass du dir in deinem Freundeskreis “den Mund fusselig redest” über das Thema. Denn leider reden wir in unseren Freundeskreisen viel, viel zu wenig über Geld und allem was damit einhergeht. Finanzielle Bildung ist ein wichtiger Faktor, denn schließlich hat sehr vieles in unserer Gesellschaft mit Finanzen und Geld zu tun. Das Thema auszublenden hilft keinem.
      Ich vermute dass Frauen es so schwer fällt mit ihren Partnern darüber zu sprechen und auch einzufordern hat unterschiedliche Gründe. Das Thema ist sehr vielschichtig.
      Wenn der Mann denkt, dass die Frau sich eine schöne Zeit mit den Kindern zuhause macht und er schwer schuften muss, soll sie mal eine Woche nicht zuhause sein und den Mann die Familienarbeit regeln lassen 😉 Danach wird er vermutlich gerne arbeiten gehen und nichts dergleichen mehr formulieren. Es gibt Studien, dass auch heutzutage die Frauen immer noch mehr arbeiten als die Männer selbst wenn beide Vollzeit arbeiten. Weil die Frauen sich immer noch automatisch für den Haushalt und die Kinder zuständig fühlen.
      Wir müssen die Männer auch noch viel mehr sensibilisieren, wie wenig Rente (ihre) Frauen aufgrund von Kinderbetreuungszeiten, anschließender Teilzeitarbeit, Gender Pay Gap, höherer Besteuerung und Inflationseffekten in Zukunft bekommen werden. Dann werden sie wahrscheinlich auch umdenken.
      Privat vorzusorgen wird sich aber auch für die Vollzeit arbeitenden Männer und Frauen in Zukunft nicht vermeiden lassen.
      Wie man den Ausgleich ausrechnen kann:
      Alter des Kindes z.B. 0-3 Jahre: Wie viel Jahre nimmt der eine Teil Erziehungsurlaub, was ist der finanzielle Unterschied zu vorher? Gesamtbetrag auf die komplette Zeit ausrechnen.
      Wenn das Kind dann z.b. ab 3 Jahren woanders betreut wird: Arbeitet ein Elternteil Teilzeit? Wie hoch ist der Unterschied im Vergleich zu einer Anstellung ohne Kind? Auch wieder den Betrag über die kompletten Jahre ausrechnen.
      Dann addiert man die beiden Beträge und heraus kommt der auszugleichende Betrag.
      Wichtig in der Berechnung ist mit einzubeziehen: Nehme ich als Mutter einen anderen Job an, weil ich weniger leisten kann? Bekomme ich deswegen weniger Gehalt, als wenn ich ohne Kinder Vollzeit arbeiten würde? Gehe ich in die gleiche Qualifikation zurück wie vor dem Kind? Habe ich davon zusätzliche Einbußen?
      Alle diese Faktoren sollten bedacht werden und ausgeglichen werden.
      Beantwortet das deine Frage?
      Viele Grüße

  3. Ja, das Thema Finanzen ist ganz sicher relevant und es ist blauäugig sich nicht damit zu beschäftigen, aber meiner Meinung nach ist es auch blauäugig die vorhandene Korrelation zwischen Frau-Sein und Altersarmut als direkte Kausalität zu betrachten, denn eigentlich haben wir da ziemlich viel selbst in der Hand, gerade im Bezug auf die Haltbarkeit der Partnerschaft: Es ist ja die Entscheidung jeder einzelnen, ob sie heiratet (und damit wie du selbts schreibst Anspruch auf Rentenpunkte im Falle einer Scheidung erwirbt) oder ob sie einen Vertrag mit ihrem Partner schließt (da ist privatrechtlich so ziemlich alles denkbar!), um das Einkommen in der Phase des Zuhause-Bleibens zu teilen.
    Und ganz abgesehen von diesen “direkten finanziellen” Optionen ist es ja auch nicht so, dass Paare keinen Einfluss darauf haben, ob sie Kandidaten für eine Scheidung/Trennung werden oder nicht. Es ist ihre Entscheidung, ob sie ihre Zeit und ihr Geld vorranging in Arbeit, Hobby und Kind oder auch sehr bewusst in die Pflege der Paarbeziehung stecken. Unter diesem Aspekt könnte es durchaus langfristig gewinnbringend sein wenn nicht beide Partner Vollzeit arbeiten – geht ja z.B. auch beide in Teilzeit. Klar, eine Garantie gibt es nicht, aber eine starke Beeinflussung ist ganz sicher möglich.
    Und indirekt ist Beziehungsaufbau zu den eigenen Kindern auch eine recht wirksame Vorsorge; nicht um die Kinder zu etwas zu zwingen (was sie gesetzlich ja z.T. eh schon sind), aber weil sie aller Wahrscheinlichkeit nach bereit sind Eltern, die sich liebevoll um sie gekümmert haben, auch nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen.
    Viele Grüße
    Doro

    1. Hallo Doro,

      nein, ich denke auch nicht, dass Frauen zwangsläufig zur Altersarmut “verdammt” sind. Wie du sagst gibt es verschiedene Möglichkeiten das Problem anzugehen: Heiraten/andere Verträge, beide arbeiten Teilzeit, beide zahlen in die Rentenkasse ein und sparen selbst noch dazu.

      Und trotzdem ist es ein gesellschaftliches Problem, dass ein Großteil der Frauen im Alter schlecht da stehen. Deutlich schlechter als die Gesamtheit der Männer. Und dass gerade Frauen, die eigene Kinder haben, besonders arm abschneiden, wenn sie in Rente gehen.

      Zwischen “blauäugig die vorhandene Korrelation zwischen” x und y herstellen, denn “eigentlich haben wir da ziemlich viel selbst in der Hand” kann man als Totschlagargument für so ziemlich jedes Thema benutzen. Ich habe oft das Gefühlt, dass dieses Argument gesellschaftliches Argument und politische Teilhabe ihre Relevanz absprechen möchte. Denn ist nicht eigentlich jedes Thema “egal”, weil wir persönlich davon betroffen sind und persönliche Entscheidungen treffen können?

      Nein, es gibt gesellschaftliche Probleme, die gewisse Bevölkerungsgruppen und Minderheiten (Mütter, Eltern, Menschen mit Behinderung, Gerinverdiener, etc.) besonders betreffen. Bewusstsein schafen und Hilfe und Inspriation geben, um selbst aktiv zu werden (z.B. 250€-Familien-Challenge)+ politisches Engament sind dann besonders wichtig.

      Liebe Grüße
      Julia

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