Schwimmwindeln halten kein Pipi, denn sie sind im Wasser!

Hach, was gibt es schöneres als ein zufriedenes Baby im Wasser?

Schwimmen ist gut für die motorische Entwicklung, das Immunsystem wird durch den ständigen Wechsel von kalt und warm gestärkt und die Haut erhält viele Sinnesanregungen.

Ich gebe es zu: Ich habe mir in der Schwangerschaft vorgenommen, gaaanz oft mit meinem Baby ins Schwimmbad zu gehen. In einem Hallenbad um die Ecke wird sogar kostenlos Babyschwimmen angeboten.

Naja, nur mit Babytrage und ohne Babyschale ist das Aus- und Anziehen (gleich zwei mal beim Kommen und Gehen) ziemlich stressig. Das hätte ich mir bei den anderen Eltern besser abschauen sollen.

Im Sommer waren wir dann aber oft im Schwimmbad oder am See. Da fand ich alles gleich viel entspannter: Man kann gemütlich auf der Wiese liegen, sich in Ruhe umziehen, die Sachen können alle so liegen bleiben, der Spielplatz ist nicht weit…

Und was braucht man zum Schwimmen gehen als erfahrene Mutter?

1. Warum du Schwimmwindeln kaufen musst

In den meisten Schwimmbädern sind Schwimmwindeln vorgeschrieben.

Das hat einen hygienischen Hintergrund: Neben den Badegästen soll kein großes Geschäft im Wasser herumschwimmen, da es natürlich total eklig ist und Keime enthalten kann.

Am Meer und Badesee erfüllt so eine Badewindel den gleichen Zweck, vor allem am Strand. Kleine Hinterlassenschaften im Sand findet keiner gern.

Im „tiefen“ Wasser (höher als das Planschbecken) machen übrigens die wenigstens Babys ihr großes Geschäft. Das hängt damit zusammen, dass der Wasserdruck dagegenhält und dass die normalen Becken kälter sind als die Planschbecken.

Für den Fall der Fälle, den Aufenthalt im warmen, flachen Planschbecke und das Spielen am Beckenrand sollte dein Baby aber eine Schwimmwindel tragen.

Schwimmwindeln sind primär dazu da, das große Geschäft aufzuhalten. Deswegen haben sie einen sehr, sehr kleinen oder gar keinen Saugkern. Dieser kann – wenn überhaupt – nur ein kleines Pipi aufnehmen. In dem Moment, wo ihr das Becken betretet, wird der Urin auch sofort ins Wasser abgegeben. Denn die Bündchen sollen und müssen Luft und Wasser durchlassen, sonst hat dein Baby einen riesigen Luftballon am Popo. Das kann richtig gefährlich sein, weil dein Baby vorne über kippen kann.

Eine große Aufnahmekapazität wäre im Wasser auch überhaupt nicht sinnvoll: Die Windel wäre blitzschnell durch das Wasser von außen vollgesogen und total schwer. Auch das kann für dein Baby gefährlich werden, weil es nach unten gezogen wird.

Noch einmal langsam. Du liest richtig: Schwimmwindeln sind nicht für das Pipi da, das geht alles ins Wasser!

Somit kann man eine Schwimmwindel nicht als “normale” Windel nutzen, auch nicht als Überhose bei Stoffwindeln. Daran solltest du denken, wenn du dein Baby schon bei Ankunft im Schwimmbad umziehst und es dann noch auf der Picknickdecke spielt, im Kinderwagen schläft etc.

Es kann alles nass werden! Und nein, das ist kein tropfendes Schwimmbadwasser. 😉

Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, solltest du nasse Schwimmwindeln zügig ausziehen, sofern du nicht sofort wieder ins Wasser gehst!

Schwimmwindel zum Waschen oder zum Wegwerfen?

2. Warum Schwimmwindeln zum Wegwerfen so schrecklich unpraktisch sind

Wie ich eben sagte, sind gewöhnliche Wegwerfwindeln (Pampers, Naty Baby, Babylove und co.) zum Schwimmen nicht geeignet. Sie quellen auf, können sich auflösen und dann die Filter des Beckens verstopfen.

Und natürlich ist auch hier wieder das Gewicht ein gefährlicher Faktor: Dein Baby würde durch die schwere, volle Windel ja viel stärker nach unten gezogen werden.

Einwegschwimmwindeln dagegen enthalten Superabsorber. Sie haben nur einen ganz dünnen Saugkern aus Zellstoff. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Schwimmwindeln werden in Paketen mit 8 bis 12 Stück pro Packung verkauft. So kommen Preise für eine einzelne Schwimmwindel zwischen 30 und 90 Cent zustande. Einwegschwimmwindeln kann man in Drogerien und Online kaufen. Die meisten Wegwerfwindelhersteller haben auch Schwimmwindeln im Sortiment.

Nach der Benutzung werden die Schwimmwindeln natürlich gleich weggeworfen. Offensichtlich ist: Man produziert mit ihnen unnötigen Müll.

Die Herstellung weiterer Schwimmwindeln belastet die Umwelt zusätzliche, während man wiederverwendbare Schwimmwindeln auch gut gebraucht (ver)kaufen kann.

Das ständige Neukaufen macht die Einwegschwimmwindeln natürlich sehr teuer. Schließlich geht man an einem Badetag ja mehrmals ins Wasser:

Theoretisch könnte man zwei Wegwerfschwimmwindeln im Wechsel nutzen und die andere trocknen lassen.

Einmal-Schwimmwindeln sind aber schon frisch aus der Packung schwer anzuziehen. Sie sind nämlich sehr eng, damit sie das große Geschäft aufhalten können.

Zum Ausziehen kann man sie an der Seite aufreißen, wodurch sie natürlich nicht noch einmal nutzbar ist. Sie die Beine herunter zu pfriemeln ist mühsam, vor allem ohne sie kaputt zu machen.

Hygienisch rein, schonend und einfach Stoffwindeln waschen

In diesem kurzen eBook habe ich die wichtigsten Tipps fürs Stoffwindeln waschen zusammengefasst –. Außerdem erhältst du einen übersichtlichen Vergleich, was du bei PUL und saugenden Stoffen beachten musst.

Da die Schwimmwindel ja voller Chlorwasser und Pipi ist, will man sie ja auch am besten nach dem Baden auswaschen. Das geht mit der Wegwerfvariante auch nicht (zumindest nicht richtig).

Das nasse Material fühlt sich außerdem so gar nicht angenehm an.

3. Warum waschbare, wiederverwendbare Schwimmwindeln so viel praktischer und schöner sind

Der erste Punkt fällt sofort auf: Waschbare Schwimmwindeln sind zusätzlich viel schöner anzusehen als die Einmalvariante. Anders als richtige Stoffwindeln verschwinden sie nicht sofort unter einem Body, sondern sind gut sichtbar und ein echter Hingucker 😉

Der zweite Punkt: Waschbare Schwimmwindeln sind einfacher anzuziehen als die zum Wegwerfen. Und sie haben Bündchen am Rücken und an den Beinen, die Bombe halten.

Und drittens: In der Regel wachsen sie eine Weile mit und du brauchst nicht für jede Kleidergröße eine neue.

Es gibt Stoffschwimmwindeln zum hinein schlüpfen. Sie werden angezogen wie eine Unterhose. Sie sind sehr bequem, allerdings etwas unpraktisch beim Ausziehen, wenn wirklich mal was Großes drin gelandet ist. (Gleich mit dem Kind unter die Dusche oder ins Waschbecken!)

Die beste Variante sind unserer Meinung nach Schwimmwindeln mit Druckknöpfen an der Seite, die man nach dem Baden einfach öffnen kann. Du kannst die zugeknöpft wie eine Unterhose verwenden, hast aber eben die Möglichkeit, sie beim Ausziehen wie eine Windel zu benutzen.

Zwei Schwimmwindeln reichen auch meistens total aus. Dann kannst du immer eine trocknen lassen. Im Wasser machen Babys ja sowieso selten ihr großes Geschäft und wenn doch, kannst du die Schwimmwindel schnell mit der Hand auswaschen. Das große Geschäft geht wirklich ganz einfach ab.

Sollte doch einmal fester Stuhlgang in die Windel gelangen, kannst du ihn einfach ins Klo schütteln und bei Bedarf mit einem Buttermesser abkratzen. Muttermilchstuhl bedarf keiner besonderen Behandlung und kann gleich so in die Waschmaschine. Am besten wird die Schwimmwindel in einem Wäschenetz und im Pflegeleichtprogramm gewaschen.

Eine Sache noch: Kann man normale Stoffwindeln im Wasser anziehen?

Ja, alles ohne Saugkern darf angezogen werden, denn der ist ja das Problem 😉

Eine einfache Überhose ist nicht so geeignet, da dann ja das PUL am Popo klebt. Aber leere Pocketwindeln oder Snap-In-One-Hüllen funktionieren ganz okay.

Der größte Nachteil ist wohl, dass die Stoffwindeln wirklich wasserdicht sind, was viele Schwimmwindeln nicht sind. Dadurch kann sich beim Untertauchen Luft stauen und der Babypopo bekommt Auftrieb. Irgendwann kommt Wasser in die Windel und wenn ihr aus dem Wasser steigt, nimmst dein Kind das halbe Schwimmbad mit aus dem Becken. Dein Baby hat also auch hier wieder zusätzliches Gewicht am Po und Kacka könnte austreten, da die Bündchen so gedehnt werden.

Spezielle Schwimmwindeln haben keine wasserdichte Schicht (PUL), sondern bestehen nur aus weichem Polyester, das das Wasser zu einem Großteil abfließen lässt.

Falls du eine Stoffwindel-Hülle als Schwimmwindel nutzen willst, dann bedenke bitte, dass das Chlor, das Salzwasser oder auch das Rumrutschen im Sand sie vermutlich beschädigen werden. Zum normalen Wickeln taugt sie vermutlich früher oder später nichts mehr.

4. Die Schwimmwindeln im Windelwissen-Shop

In unserem Windelwissen-Shop kannst du zwei verschiedene, super praktische und süße Stoffwindeln kaufen. Du kannst dich zwischen dem Hersteller Smart Bottoms und PoPoLiNi entscheiden.

Beide Schwimmwindeln wachsen eine gewisse Zeit mit und lassen sich mit Druckknöpfen an der Seite öffnen. Sie haben zwei bzw. drei Reihen Druckknöpfe, mit denen die Windel also auch in der Größe besser angepasst werden kann. Die weichen Bein- und Rückengummis liegen eng an und halten das große Geschäft im Inneren.

Beide sind super. Du kannst dich beim Kaufen also einfach auf dein Lieblingsmuster konzentrieren:

Das Schwimmwindel von Smart Bottoms

Die Schwimmwindel von Smart Bottoms wächst über drei Größen mit:

  • Klein: 3,5 – 7kg
  • Medium: 7 – 13,5kg
  • Groß: 13,5 kg – 22 kg

Die kleinste Größe hat zwei Reihen Druckknöpfe, die anderen beiden Größen haben je drei Reihen an jeder Seite.

Innen ist die Schwimmwindel mit einem wasserabweisenden Stoff gefüttert, damit dein Kind nicht so viel Feuchtigkeit am Po hat, wenn es nach dem Baden zum Beispiel am Strand spielt.

Die Schwimmwindel von PoPoLiNi

Die Schwimmwindel von PoPoLiNi wächst über zwei Größen mit:

  • S: 3-9 kg
  • L: 8-15 kg

Links und rechts befinden sich Druckknöpfe zum Öffnen und Schließen.

Innen hat die PoPoLiNi Schwimmwindel ein eingenähtes Netz, welches das große Geschäft auffängt. Die Schwimmwindel hat am Bauch und an den Beinen Gummibündchen, damit sie schön anliegt.

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2 Kommentare zu „Schwimmwindeln halten kein Pipi, denn sie sind im Wasser!“

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