Öko-Mama, ran an die Stoffwindeln! (Und warum Teilzeit-Windelfrei es einfacher macht.)

Stoffwindeln Windelfrei

Das ist ein Gastartikel von Rebecca, die diesen Februar, als ihr Kind schon einige Monate alt war, zu Stoffwindeln gewechselt ist. Im April hat sie mir geschrieben, dass es super klappt und sie nun Stoffwindel-süchtig sei und dass sie auch anfangen wird Teilzeit-Windelfrei auszuprobieren. Natürlich musste ich sie um ein Interview bitten 🙂 Sie hat richtiv viele gute Tipps zu wohl für Stoffwindeln als auch fürs Abhalten für dich parat!

Unser Zwerg hatte immer wieder einen geröteten Popo, an manchen Tagen war er sogar feuerrot und nässend wund.

Da ich kein Fan von Wundschutzcremes bin, habe ich im Internet recherchiert, was es denn für Möglichkeiten gibt, einen wunden Po zu behandeln.

Relativ schnell bin ich über das Thema Stoffwindeln gestolpert und sah mich konfrontiert mit immensen Müll-Fakten. Sind es tatsächlich so viele WWW (Wegwerfwindeln), die sich mit der Zeit ansammeln? Sind die wirklich so umweltschädlich? Warum wird Kacka im Restmüll entsorgt und nicht in der Toilette?

Ich war erst mal überrascht, da ich mir nie Gedanken darüber gemacht habe – unser Kleiner war zu dem Zeitpunkt 7 Monate.

Was mich sehr ärgerte war die Tatsache, dass die Wegwerfwindeln Lotionen enthalten, deren Zusammensetzung nicht deklariert ist.

Nun wasche ich mein Kind nur mit Wasser und einem natürlichen Öl, verwende wegen seiner immensen Haarpracht nur selten und ganz wenig Bio-Shampoo und schaue genau, dass er gesunde Sachen isst. Und trotzdem wickle ich ihm täglich irgendwelche Industrie-Erdöl-Lotionen auf die zarte Haut.

Das kann doch nicht sein!

1. Wie ich zu Stoffwindeln gekommen bin und warum du es auch ausprobieren solltest

Meine Erfahrungen mit Wegwerfwindeln

Wir wickelten hauptsächlich mit Pampers, da diese am zuverlässigsten den MuMi-Stuhl aufgefangen hatten. Auch nachts hatten wir nur ein, zwei Mal ein kleines Malheur.

Die Babylove von DM und mamia von Aldi waren auch ok. Nachts griffen wir immer auf Pampers zurück.

Für unseren letzten Urlaub hatten wir die Öko-Windel von dm gekauft. Doch leider enttäuschten mich diese Windeln. Nach etwas längerem Tragen (4-5 Stunden) und schwitzen löste sich die Windel schlichtweg auf und fiel auf den Boden.

Aktuell haben wir noch einen kleinen Restbestand an Wegwerfwindeln zuhause, da der Papa lieber damit wickelt. Ich greife darauf zurück, wenn an Tagen wie heute alle Überhosen in der Wäsche sind, weil unser Zwerg mit seinen 12 Monaten 4-5 riesen Kackas in die Windel macht und sowohl Saugeinlage als auch Hybridüberhose verschmutzt sind.

[Wegwerfwindeln können nicht mehr als Stoffwindeln saugen! Hättest du’s gewusst?]

Mein erster Kontakt mit Stoffwindeln

Die ersten Homepages zum Thema Stoffwindeln waren etwas altmodisch und verstaubt. Was ich auch zuerst von Stoffwindeln dachte. Ich fühlte mich überfordert mit kalifornischen Windeln, Wollüberhosen und Bindeanleitungen. Wie soll das gehen mit einem Baby, das nicht mehr still liegen möchte und das Wickeln auch nicht besonders mag?

Also googelte ich weiter und versuchte herauszufinden, was sich hinter AIO, Prefolds und Hybridwindeln verbirgt. So stieß ich auf den Windelwissen-Blog und war begeistert: Modern, jung, frisch, gut verständlich und mit detaillierten Produkt-Tests. Julia hat mir auch gleich ihre Lieblingswindeln verraten 😉

So fand ich mich in dem Wirrwarr der Stoffwindeln etwas zurecht und traute mich, ohne Testpaket und persönlicher Beratung meine erste Bestellung zu tätigen.

Ich kaufte Prefolds aus Baumwolle und Baumwolle/Bambus, zwei Überhosen (Blueberry Capri und Planetwise) und Totsbots Windelvlies.

So wollte ich mich rantasten und mal „fühlen“ wie das ist – wickeln in Stoff, wechseln, waschen. Bei letzerem lagen meine größten Bedenken. Welches Waschmittel? Wird das richtig sauber? Ist Pipi und Kacka in der Waschmaschine nicht eklig? Das wird sicher ein enormer Zusatzaufwand für mich.

[Warum Stoffwindeln? – 16 Gründe, warum so viele Eltern es wagen]

Mein Stoffwindel-Fazit nach 5 Monaten

Nach fünf Stoffwickel-Monaten muss ich sagen, dass das Waschen überhaupt kein Problem ist.

Ich liebe meine Stoffwindelwäsche und hänge begeistert die hübschen Überhosen auf. Und da ich auch selten Einmal-Feuchttücher benutze, sondern Mullwaschlappen o.ä., haben wir immer genügend 60° Grad-Wäsche, um alle zwei Tage zu waschen.

Da ich anfangs noch nicht so viele Windeln hatte, war es schwierig, einen Waschrhythmus zu finden, da manche Einlagen ja etwas länger zum Trocknen brauchen. Wir haben im Februar gestartet, so dass draussen aufhängen nicht möglich war. Somit trockneten gerade die Bambus Prefolds schon mal zwei, drei Tage.

Da es mir aber großen Spaß machte, mit Stoff zu wickeln, habe ich immer weitere Windeln und Marken getestet und bin mittlerweile so gut ausgerüstet, dass ich easy zwei Tage und Nächte wickeln kann und jeden zweiten Tag wasche.

Hauptsächlich habe ich Hybrid-Überhosen und ein paar AIOs, dazu noch ein paar Pocketwindeln.

Du solltest Stoffwindeln unbedingt mal testen:

  • Wenn dein Kind sehr oft einen roten oder wunden Po hat.
  • Wenn dich die Müllberge, die Wegwerfwindeln erzeugen, nerven.
  • Wenn du erschrocken warst, als du die Inhaltsstoffe auf der Packung der Wegwerfwindeln entdeckt hast.
  • Wenn du eh schon versuchst alles andere als die Windeln “öko” zu gestalten: Wenige Pflegeprodukte, Waschlappen anstatt Feuchttücher, viel Stillen, Bio-Essen, Tragen usw. 😉
  • Wenn du nicht so viel Geld für Sachen ausgeben möchtest, die du am Ende eh wegschmeißt.
  • Wenn du richtig viel Spaß an bunten, lustigen Mustern hast.

2. Welche Stoffwindeln ich schon getestet habe und welche ich dir empfehlen kann

Aktuell haben wir folgende Windeln/Windelsysteme:

Blueberry Capri Überhose mit Klett: Ich finde diese Überhose an unserem schlanken Baby sehr wuchtig. Ich nehme ich eher ungern oder wenn ich ein riesen Windelpaket zu verstauen habe (Höschenwindeln).

Planentwise Überhose mit Druckies: Auch sie ist eine sehr wuchtige Überhose, sie hat den selben Schnitt wie die Blueberry Capri. Leider hatte ich qualitativ Probleme: Die erste Hose hatte nach dem ersten Waschen Löcher. Der Shop stellte mir ohne Stress eine Ersatzhose zur Verfügung, die leider auch nach wenigen Wäschen Löcher aufwies. Mittlerweile ist auch ein Druckknopf abgebrochen.

Ich habe schon öfter gehört, dass es Probleme mit der Qualität gibt.

Diese Überhosen waren mein „Notanker“ und ich nutzte sie nur, wenn meine Lieblingswindeln in der Wäsche oder beim Trocknen waren. Diese Überhose trocknet wegen der Baumwoll-Aussenseite relativ langsam.

Flip Überhose mit Druckies: Das ist eine schmale Überhose, die unserem Zwerg sehr gut passt. Sie war lange meine Lieblingsüberhose. Leider ist die hintere Lasche nicht so gut wie bei Milovia, Capri und Planet Wise und klappt schnell nach oben.

Milovia Überhose mit Druckies: Ich  liebe hier Schnitt, Passform und die Muster. Die Milovia Überhose ist meine absolute Lieblingswindel.

Vergleich von verschiedenen Überhosen mit Laschen

Blueberry Prefolds: Das ist mit Abstand meine Lieblings-Prefold. Schöner Schnitt, gute Saugkraft.

XKKO Baumwolle Prefolds: Unser „Starter“ mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Anavy AIO mit Klett: Das ist mein absoluter Liebling, da sie eine sehr schmale Passform hat. Leider enttäuscht sie bei der Saugkraft. Diese All-In-One ist uns am Bein schon mehrmals durchgenässt.

Blueberry Simplex Sidesnap: Das ist auch eine tolle, schmale AIO, aber sie hat leider auch eine geringe Saugkraft. Auch hier hatten wir schon kleinere Pipi-Unfälle.

Milovia Pocketwindel mit Druckies: Hier traute ich mich zum ersten Mal an Mikrofaser als Saugkern ran und bin sehr angetan. Mitgeliefert werden zwei Einlagen (S und M) und ich habe noch die L Einlagen dazu gekauft. Entweder kombiniere ich S und M oder klappe die L vorne um, so dass sie doppelt liegt, da wir die Überhose noch nicht voll „verlängert“ haben.

Totsbots Bamboozle: Ich habe mich lange nicht an Stoffwindeln in der Nacht heran getraut, weil ich Horrorstorys von überlaufenden Windeln gehört habe. Dann habe ich es gewagt und es funktioniert super. Das einzige was stört, ist der recht strenge Geruch der Nachtwindeln am frühen Morgen.

Anavy Höschenwindel / Petit Lulu Höschenwindel (beide mit Druckies): Beide Höschenwindeln sind sehr gut und saugfähig. Sie machen einen etwas größeren Popo. Ich verwende sie nur bei längeren Wickelabständen oder nachts, wenn die Bamboozle Höschenwindeln noch trocknen.

Hu-Da Schlupfüberhose: Da ich mich nicht an eine Wollüberhose traue (Kratzt es nicht doch? Wie dicht halten die?) nehme ich nachts die Hu-Da PUL-Schlupf-Überhose. Perfekt. Schön weich, nichts drückt.

Blümchen Höschenwindel: Das ist eine sehr günstige Windel, dafür hat sie auch eine langweilig Optik. Sie funktioniert als Nachtwindel für uns ohne Probleme.

[yellowbox] Diese Stoffwindeln kann ich (Julia) dir wärmstens weiterempfehlen:
Rebecca hat ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Stoffwindeln gut zusammengefasst. Ich sehe das ganz ähnlich. Das kommt wohl auch daher, dass wir von Tag 1 in Kontakt standen und ich ihr meine Lieblingswindeln verraten habe 😉

Wenn du vor der Frage stehst, welche Stoffwindeln du kaufen sollst, dann findest du hier beispielhafte Einkauflisten für günstige, saugstarke, auslaufsichere Stoffwindeln: Hier klicken.[/yellowbox]

Zu Stoffwindeln wechseln

3. Wie das Windeln wechseln bei uns abläuft und warum auch du unbedingt Teilzeit-Windelfrei ausprobieren solltest

Ich habe, bis ich zu Stoffwindeln gewechselt bin, für die Wegwerfwindeln eine App auf dem Handy benutzt um zu sehen, wann ich Windeln wechseln muss. Ich konnte mich durch die Still-Demenz nicht mehr erinnern wann ich das letzte Mal gewickelt habe.  😀

Die Stoffwindeln habe ich alle 3 bis 4 Stunden spätestens gewechselt.

Wir hatten einen guten Draht, denn mein Kleiner hat mich recht zuverlässig beim Wechseln angepieselt. So kam ich auf die Idee, Windelfrei zu probieren.

Doch bis wir das umsetzen konnten, sollten noch ein paar Monate vergehen.

Gewickelt habe ich recht bald auf dem Boden, da der Kleine sich drehte und umher robbte und der Wickeltisch zu gefährlich war. Mittlerweile rennt er weg, sobald er untenrum nackig ist.

Ähnlich wie das Wäsche zusammenlegen, falte ich mit Hingabe meine Windeln, bereite schon die Windelpakete vor und lege alles an meinem Wickelplatz bereit.

Nachdem sich die Stuhl-Konsistenz und Häufigkeit verändert hat durch das Essen am Familientisch, stoße ich mittlerweile schon mal an meine Grenzen. Zwergi läuft mit seinen 12 Monaten und so verwurschtelt gerne mal die Einlage in der Hybrid-Überhose. Wenn dann noch Kacka dazukommt, ist meistens alles verschmutzt.

Ich dachte, ich müsste kein Buttermesser nutzen, um Kacka abzukratzen… aber ich muss leider doch, da das Windelvlies immer wieder verrutscht.

Ich bin mittlerweile auf das breitere Stoffywelt Vlies umgestiegen, aber Zwergi läuft einfach zuviel 😀

Der Papa macht leider nicht mit bei den Stoffwindeln: Er findet das umständlich und eklig (vor allem die Kacka-Windeln).

Zwergi hasst das Windel wechseln: Egal, ob ich es ohne Kommentar mache, mit Bespaßung oder Spielzeug. Er wehrt sich sobald er merkt, dass wir ins Bad gehen. Und wenn dann die Windel unten ist, will er abhauen.

Einzige Ablenkung die er akzeptiert, ist eine zweite Person, die leider nur in Ausnahmefällen zur Verfügung steht…

Neben dem Kacka-Kratzen ein weiterer Grund, Windelfrei auszuprobieren.

Du solltest Teilzeit-Windelfrei echt mal ausprobieren:

  • Wenn du eh regelmäßig beim Windeln wechseln angepinkelt oder angekackt wirst.
  • Wenn dein Baby oder Kleinkind Windeln wechseln hasst.
  • Wenn die Häufchen in den Stoffwindeln langsam anstrengend werden (Das Putzen nervt das Kind ja genauso.)

Auf dem Boden wickeln

4. Wie ich meine Stoffwindeln wasche und warum es so einfach ist

Ich habe einen normalen Mülleimer mit Schwingdeckel gekauft, in dem ein Wäschenetz hängt. So kann ich einhändig die gebrauchten Windeln reinwerfen. Schnell positionierte ich den Eimer in der Badewanne, weil sonst Zwergi ihn umwirft und den Inhalt untersucht…

Meistens wasche ich alle zwei bis drei Tage. Damit der Eimer nicht so mieft, trockne ich die benutzten Windeln/Einlagen draußen, so ist der Geruch im Sommer nicht so extrem. Gerade die Nachtwindeln riechen sehr extrem. Wie wir das im Winter machen, wird sich zeigen.

Ich wasche fast immer bei 60 Grad und lasse vorab einen Spülgang nur mit den Windeln laufen. Danach kommt die restliche helle Wäsche dazu und ab in das Eco-Programm. Meistens benutzte ich das dm-Kombi-Waschmittel, hatte aber nach ein paar Monaten das Gefühl, dass die Windeln schneller miefen, sobald sie vollgepieselt waren. Seit kurzem habe ich das Vorabspülen verlängert und mache noch das Flecken-Programm und habe das Gefühl, dass es seitdem besser ist.

[Richtig Stoffwindeln waschen – Alles was du wissen musst!]

Was in den Trockner darf, werfe ich in den Trockner (Höschenwindeln, Simplex Sidesnaps, Bamboozles), der Rest kommt auf die Leine.

Update: In der Zwischenzeit hat sich so vieles wieder verändert. Wir waschen nicht mehr im Eco Programm (Julia hat mir dringend davon abgeraten), ich nehme etwas mehr von der DM-Kombi und das Miefen hat tatsächlich aufgehört.

Stoffwindeln für Windelfrei und Abhalten

5. Wie Teilzeit-Windelfrei für uns funktioniert und welche wichtigen Tipps du kennen solltest

Meine Trageberaterin hat mich zum ersten Mal auf das Thema “Windelfrei” gebracht und ich liebäugelte immer stärker mit damit, da Kacka + Stoffwindeln echt eklig sein kann und ich schon ein gutes Timing hatte: Beim Wickeln wurde ich meistens gleich vollgepieselt.

Da Zwergi allerdings ein lebhaftes, anstrengendes und ungeduldiges Kind ist, war ich mit den Stoffwindeln erst mal ausgelastet. Er war oft krank, wir waren im Urlaub, ich habe nie den richtigen Zeitpunkt gefunden zum Anfangen.

Da das Wickeln immer anstrengender wurde und er sich immer weiter wehrte, las ich die beiden englischen Bücher, die Julia in einem Windelwissen-Beitrag, in dem ein 18-Monate alter Junge trocken wurde, empfohlen hat (♦Go Diaper Free: A Simple Handbook for Elimination Communication (for babies 0-18 months) und ♦The Tiny Potty Training Book: A Simple Guide for Non-coercive Potty Training). Da ich nicht überzeugt war, dass ich ich ihn mit 12 Monaten sauber bekomme, habe ich mich entschieden, dass Teilzeit-Windelfrei unsere Lösung ist.

Dann passierte ganz viel auf einmal: Nach seinem ersten Geburtstag im Juli ist er zum ersten Mal frei gelaufen, kurz darauf hat er sich selber abgestillt. Danach habe ich ihn das erste Mal aufs Töpfchen gesetzt, da er das Abhalten nicht mochte. Das Töpfchen auch nicht bis er realisiert hat, dass da Pipi und Kacka rein gehen kann.

An guten Tagen schaffen wir es komplett ohne Windel.

Bedingung: Wir müssen die meiste Zeit zuhause sein und ich muss voll und ganz bei ihm sein (gedanklich), da er sehr schwach signalisiert, wenn er Pipi oder Kacka muss.

Aber kleinere Ausflüge schaffen wir dann auch ohne Windel (kurz einkaufen oder so). Seine Signal ist nämlich, dass er ganz ruhig wird und dann ist schon nach wenigen Sekunden alles zu spät.

Kacka signalisiert er durch ein angestrengtes Drücken, meist im Stehen oder auf allen Vieren, bei dem ich auch sofort reagieren muss.

Ein Tag zu Hause sieht dann so aus, dass ich ihn alle 60 bis 90 Minuten aufs Töpfchen setze und unser Signalwort sage. Da geht Pipi sehr zuverlässig rein und wir haben eine Trefferquote von 90 bis 100%, wenn wir aufs Klo gehen.

Weitere Momente in denen Pipi wahrscheinlich sind:

  • nach dem Aufstehen
  • vor dem Weggehen
  • nach dem Heimkommen
  • nach dem Essen

Kacka habe ich sehr gut im Gefühl, wann er muss, aber hier kommt es doch vor, dass wir auf dem Töpfchen sitzen, warten, er keine Lust mehr hat und wenige Minuten später er entspannt genug ist und auf den Boden oder in die Hose macht.

An etwas bewegteren Tagen haben wir eine Trefferquote von 50 bis 70%, da haben wir ein Windel-Backup. Sonst trägt er zuhause Slips – bei den aktuellen Temperaturen (August) kein Problem. Aber manchmal möchte ich mir den Stress mit Aufwischen und „Beobachtung“ nicht geben. Gerade wenn er einen Quengeltag hat, brauche ich meine Geduld für anderes.

Alles in allem klappt bei uns Pipi besser abzufangen als Kacka. Pipi halte ich meist bei Standardsituationen ab, Kacka nach Gefühl.

Für komplett Windelfrei fehlt mir manchmal noch die Geduld, da ich seine Signale immer mal wieder nicht mitbekomme. Schließlich muss ich auch mal im Haushalt was tun oder verbringe ein paar Minuten im Internet, telefoniere oder ähnliches.

Das Abhalten und aufs Klo gehen funktioniert auch hauptsächlich nur mit mir, ab und an auch beim Papa. Einfach weil ich natürlich voll in dem Thema drin bin und auch die meiste Zeit mit meinem Sohn verbringe. Familie und co. wollte ich (noch?) nicht mit Abhalten “belasten”.

Ich habe das Gefühl, dass er durch unsere lockere Herangehensweise gelernt hat, Pipi und Kacka zu halten. Nur das Loslassen klappt noch nicht so gut. Aber da hoffe ich, dass sich das mit der Zeit etwas entspannt und er mir dann auch sagen oder gebärden kann, dass er mal muss.

Meine Windelfrei-Tipps an andere Mütter:

  • Vertraut eurem Instinkt! Stresst euch nicht und geht es locker an.
  • Es ist nie „zu spät“ für Windelfrei. Wir haben erst mit 12 Monaten angefangen und es klappt in meinen Augen super.
  • Mir hat es geholfen, ihn zwei Tage nackt zu beobachten wie er signalisiert, rechtzeitig mitzubekommen, wann er macht und ihn dann aufs Töpfchen zu setzen (Macht auch bei ihm Klick! In den verlinkten Büchern steht einiges zu dem Thema.). Seitdem sind mir seine Ausscheidungen bewusster und ich versuche ihm so oft wie möglich die Gelegenheit zu geben, nicht in die Windel machen zu müssen.
  • Und wenn es mal nicht klappt – was soll’s? Er ist noch so jung, es kommt alles zu seiner Zeit.

Windelfrei Stoffwindeln Töpfchen

6. Wie es nach 3 weiteren Monaten aussieht

Jap, wir haben mit dem Interview ein bisschen getrödelt. Als ich es geschrieben habe, war noch August. Jetzt ist November und einiges hat sich verändert.

Wie läuft’s mit Pipi?

Wir schaffen es zuhause windelfrei, außer in Stresssituationen (Besuch zu Hause, Mama im Stress, Zwerg zahnt oder krank).

Seit ein paar Wochen setzt er sich (in voller Montur) aufs Töpfchen. Dann flitze ich und ziehe ihm die Hose aus. Manchmal kommt was, manchmal nicht. Ich habe das Gefühl, er entwickelt gerade ein Gefühl für den Zusammenhang „ich muss mal“ und „ich gehe aufs Klo“. Denn wenn er drauf sitzt, zeigt er ganz stolz auf den Topf und dann auf die Toilette.

Seit ein paar Wochen ist auch immer öfter die Windel trocken, wenn wir von einem Einkauf zurück kommen oder sonst unterwegs waren.

Wie läuft’s mit Kacka?

Wenn Zwergi und ich zusammen sind, geht jeder Kacka ins Töpfchen seit ca. 3 Wochen (Juhu!). D.h. wenn wir unterwegs sind, macht er nur Pipi in die Windel, Kacka dann zuhause.

Es hat auch schon funktioniert, dass er unterwegs Kacka gemacht hat. Allerdings geht er lieber auf ein Töpfchen, als dass ich ihn in die klassischen Abhalteposition nehme. Das müssen wir ggf. noch etwas üben, damit wir dann unterwegs etwas flexibler werden.

Wie oft tragen wir Windeln?

Wenn wir viel zuhause sind, reicht uns 1 Windel (meist auch nur als Back-Up) am Tag und 1 in der Nacht. Ansonsten mit Terminen brauchen wir so drei bis vier Windeln am Tag.

Wie oft gehen wir aufs Klo?

So zwischen 4 und 6 Mal.

Wie geht’s nachts?

An Windelfrei nachts traue ich mich nicht ran.

Wir hatten vor über einem Monat ein paar Mal extrem volle Pipi-Windeln am Morgen, die auch leider ausgelaufen sind.

Mittlerweile versuche ich ihn, sobald er morgens wach ist,  abzuhalten, und wir schaffen jetzt immer öfters einen recht großen Pipi am Morgen. Somit reichen unsere Bamboozle Windeln auch wieder nachts 🙂

Wie ist’s mit dem Wetter?

Jetzt im Herbst/Winter bin ich weniger mutig, nur mit Back-Up oder ohne Windel außer Haus zu gehen. Dann überrascht mich der kleine Mann mit einer trockenen Windel oder setzt sich selber aufs Töpfchen und macht erfolgreich Kacka und/oder Pipi. Da denke ich mir, wir könnten uns mehr zutrauen. 😀

Da er sich langsam mehr und mehr seiner Ausscheidungen bewusst wird, bin ich optimistisch, dass er bald signalisieren kann, wenn er muss, denn leider haben wir bislang keine Anzeichen sondern rein intuitives Abhalten von meiner Seite.

Der Stoffwindel-Berg hat sich sehr verkleinert, ich vergesse manchmal sogar zu waschen, weil wir so wenige Windeln brauchen.

Windelfrei ist nach 4 Monaten für uns der Alltag geworden und Zwergi genießt die Zeiten ohne Windel. Und ich werde meist mit großen Augen angeschaut, wenn ich erwähne, dass wir ganz ungezwungen (und trotzdem erfolgreich) aufs Töpfchen gehen.

Fazit

Wenn du eh schon ein bisschen “Öko” bist oder dein Kind massive Probleme mit ständig rotem Po oder Windeldermatitis ist, dann solltest du mal Stoffwindeln ausprobieren. Hey, es ist wirklich nicht so wild!

Wenn es trotz der vielen Infos hier im Windelwissen-Blog nicht klappt, kannst du die Windel bei ebay oder im Stoffwindel-Flohmarkt fast für den Einkaufs-Preis wieder verkaufen 😉

Wenn dein Kind immer laut drückt oder dich die Häufchen in deinen Stoffwindeln nerven, dann ist es höchste Zeit mal das “Abhalten” beziehungsweise “Teilzeit-Windelfrei” auszuprobieren.

Alles kann, nichts muss.

Wichtig ist, dass du sowohl an Stoffwindeln, als auch an das aufs Töpfchen gehen, entspannt ran gehst. Dann wird das schon 🙂

Ich wünsche dir alles Gute,
Rebecca

♦ Affiliatelink – Wenn du den Link drückst und etwas kaufst, bekomme ich (Julia) eine kleine Provision, die den Windelwissen-Blog unterstützt. Für dich bleibt der Preis natürlich gleich und du hast keine Nachteile.

18 Kommentare zu „Öko-Mama, ran an die Stoffwindeln! (Und warum Teilzeit-Windelfrei es einfacher macht.)“

  1. Hallo ,
    Super Beitrag,
    Aber ich hätte gern mal was zu dem „nicht belohnen“ wenn’s aufs Töpfchen geht gewusst. Ich hab schon mal sowas gelesen, möchte aber gern das warum und wie mal erklärt bekommen. Danke und liebe Grüße

    1. Hallo Kathrin,

      “Alfie Kohn” ist ein großer Verfechter von “keine Bestrafung, keine Belohnung”. Große Blogs wie z.B. Das Gewünschteste Wunschkind und auch die meisten Attachment Parenting und Unerzogen-Blogs nehmen ihn als großes Vorbild. Kohn wird fast immer dann zitiert, wenn es um Belohnungen geht. Als Quelle nimmt Kohn eine kleine Hand voll Studien. Anstatt Belohnung setzt er auf reden, reden, reden, diskutieren und verhandeln.

      Windelwissen sieht das anders und möchte das Prinzip der positiven Verstärkung bekannter machen. “Kognitives Lernen” (darüber reden, nachdenken, eine Einsicht bekommen und verstehen) und “imitatives Lernen” (andere beobachten, sich einfühlen, nachmachen) sind wichtige Lernformen. Unsere Kinder, Haustiere, Freunde, Ehepartner und alle anderen Menschen um uns herum sind aber keine Roboter. Das assoziative Lernen ist ein wichtiger Bestandteil ihres und unseres Lebens, auch wenn wir das oft nicht wahrhaben wollen.

      ….

      Bei jeder Handlung und “Nicht”-Handlung (auch still daliegen ist eine Handlung), bei jeder Kommunikation und “Nicht”-Kommunikation (auch Schweigen sagt Tausend Worte, auch sich wegdrehen ist bedeutungsvoll) müssen wir uns entscheiden ob es für unser Gegenüber angenehm oder unangenehm ist.

      Lebewesen können nicht nicht kommunizieren. Selbst wenn wir 1000 km von unserer Familie und Freunden entfernt wären, dann würde das immer noch viel aussagen.

      Wir müssen uns also zwangsläufig entscheiden, ob unsere Familienmitglieder angenehme oder unangenehme Erfahrungen machen: Kurzfristig und langfristig!

      ….

      Dein Kind malt ein Bild. Du lächelst dein Kind an und redest über die tollen Farben. Deinem Kind gefällt deine freundliche Stimme und dein Lächeln. Die Handlung “Bild malen” wird positiv verstärkt. Dein Kind wird in Zukunft öfter ein Bild malen und es dir zeigen.

      Dein Mann kocht Nudeln, Soße und Gemüse. Du bist freudig überrascht und sagst “oh wow, sogar mit Gemüse, das riecht lecker, ich freue mich schon, ich decke schnell den Tisch”, nach dem Essen sagst du wie gut es geschmeckt hat. Deinem Mann gefällt deine Freude und das Kompliment. Die Handlung “Essen kochen” wird verstärkt und er kocht in Zukunft öfter etwas.

      Psychologische Definitionen:

      Bei positiver Verstärkung bedeutet positiv “hinzufügend”. “Verstärkung” bedeutet, dass eine Handlung in Zukunft öfter oder intensiver ausgeführt wird.

      Beispiel: Sagen wir “Danke” oder lächeln zu unserem Mann, Kindern oder Freunden, dann erfährt diese Handlung (z.B. etwas reparieren, helfen, kochen, aufräumen) eine positive Verstärkung.

      Es gibt auch negative Verstärkung. Die Person bekommt, nachdem sie etwas getan hat, etwas unangenehmes weggenommen.

      Beispiel: Eltern meckern, meckern, diskutieren solange, bis das Kind endlich aufräumt. Danach hat das Kind wieder Ruhe. Gleichzeitig wird aber auch “zuhause sein”, “mit den Eltern reden” und “sich ruhig beschäftigen” bestraft. 🙁

      Per psychologischer Definition ist Bestrafung das Gegenteil von Verstärkung. Gewisse Handlungen treten nach “Bestrafung” seltener oder weniger intensiv auf.

      Es gibt zwei Formen von Bestrafung:

      • Bestrafung 1. Art: Die Person erfährt, nachdem sie etwas getan hat, etwas angenehmes. Beispiele: Schmerzen, Aggression, unangenehme Geräusche und Worte, Meckern, Schreien, unangenehme Kommentare, Kritik
      • Bestrafung 2. Art: Die Person bekommt, nachdem sie etwas getan hat, etwas angenehmes (Privilegien, Dinge) weggenommen. Beispiele: logische Konsequenzen, Spielzeug/Handy/Tablett wegnehmen, Hausarrest, Freiheitsentzug

      …..

      Beispiel Windel/in die Hose machen:

      • Kind trägt Windeln und wird mit 3 oder 4 Jahren im Kindergarten von den anderen Kindern als Baby bezeichnet → unangenehm → Bestrafung 1. Art → Folge: Kind möchte nicht gewickelt werden, Kind möchte nicht in den Kindergarten, Kind verdrückt sein großes Geschäft oder ja, Kind möchte keine Windeln mehr
      • Kind trägt Windeln, sieht dass alle anderen Kinder und Erwachsenen auf die Toilette gehen, fühlt sich anders als die anderen → unangenehm → Bestrafung 1. Art Art → Folge: Kind möchte nicht gewickelt werden, Kind möchte nicht in den Kindergarten, Kind verdrückt sein großes Geschäft oder ja, Kind möchte keine Windeln mehr
      • Eltern erklären, diskutieren oder meckern rund um das Thema Töpfchen → negative Aufmerksamkeit → oft am Anfang angenehm für das Kindergehirn → positive Verstärkung → Folge: Kind macht weiterhin in die Windeln
      • Kind trägt Windeln und hat regelmäßig wunde Haut und Schmerzen beim Ausscheiden → unangenehm → Bestrafung 1. Art Art → Folge: Kind möchte nicht gewickelt werden, Kind möchte nicht in den Kindergarten, Kind verdrückt sein großes Geschäft oder ja, Kind möchte keine Windeln mehr

      Beispiel Töpfchen:

      • Kind macht in die Hose → unangenehm → Bestrafung 1. Art → Folge: Kind möchte wieder Windeln tragen oder Kind macht seltener in die Hose
      • Kind macht in die Hose, muss/will sich umziehen, hat weniger Zeit zum spielen → unangenehm, da weniger Spielzeit → Bestrafung 2. Art → Folge: Kind möchte wieder Windeln tragen oder Kind macht seltener in die Hose
      • Eltern/Erzieher fragen so oft nach oder meckern so lange, dass das Kind endlich auf die Toilette gehen soll → “Ruhe” ist weg → Bestrafung 2. Art → “Generve” kommt hinzu → Bestrafung 1. Art → Folge: Kind möchte wieder Windeln tragen oder Kind macht seltener in die Hose

      Die Nachteile von Bestrafung:

      • Das doofe bei Bestrafung ist, dass sie zwar gewisse Handlungen beendet, aber nicht zeigt, was die eigentlich tolle, gute, gewollte, alternative Handlung ist. 🙁
      • Außerdem muss Bestrafung eigentlich jedes Mal erfolgen, sonst wirkt sie nicht.
      • Darüber hinaus ist Bestrafung natürlich einfach nur unangenehm.
      • Oft erzeugt Bestrafung Aggression beim Bestraften.

      Auch genervte Eltern, ewig lange nerven und diskutieren, das Kind kritisieren und sagen, was falsch ist, wütend werden, agressiv sein, seine schlechte Laune zeigen, “authentisch” sein… Das kann ganz leicht zu einer ungewollten und unsichtbaren Bestrafung werden.

      Aber Bestrafung muss auch nicht von einer Person ausgehen. Sie kann auch “aus Versehen” von der Umwelt oder von anderen Menschen kommen. Das sind dann “natürliche Konsequenzen” oder “soziales Lernen”. Anders zu sein als die anderen oder ständig negative Kommentare abzubekommen (z.B. im Kindergarten, von den Erziehern, von anderen Kindern, in der Schule, etc.) ist unangenehm und wirkt bestrafend. 🙁

      ……

      Und ja, auch das geht:

      • Kind macht großes Geschäft in Windel → Lächeln/nette Worte/Freude/Süßigkeit/Belohnung → positive Verstärkung → Folge: Kind wird öfter/regelmäßiger sein großes Geschäft verrichten (Verstopfung vermeiden, jedes Geschäft ist gut und man kann dann auch zum Töpfchen wechseln 🙂 )
      • Kind schaut ins Bad oder zum Töpfchen → Lächeln/nette Worte/Freude/Süßigkeit/Belohnung → positive Verstärkung → Folge: Kind wird öfter ins Bad und zum Töpfchen schauen
      • Kind setzt sich aufs Töpfchen → Lächeln/nette Worte/Freude/Süßigkeit/Belohnung → positive Verstärkung → Folge: Kind wird sich öfter aufs Töpfchen setzen
      • Kind bekommt ein Buch auf dem Töpfchen vorgelesen → angenehm → positive Verstärkung → Folge: Kind wird sich öfter aufs Töpfchen setzen
      • Kind zieht sich die Hose herunter → Lächeln/nette Worte/Freude/Süßigkeit/Belohnung → positive Verstärkung → Folge: Kind wird sich öfter die Hose herunterziehen
      • Kind macht Pipi ins Töpfchen → Lächeln/nette Worte/Freude/Süßigkeit/Belohnung → positive Verstärkung → Folge: Kind wird öfter Pipi ins Töpfchen machen

      Diese positive Verstärkung wird oft als Belohnung bezeichnet. Bei vielen Familien reicht soziale Belohnung aus: Lächeln, freundlich reden, sich freuen, Körperkontakt, Kitzeln und andere angenehme Sinnesreize. Aber auch geliebtes Essen oder geliebte Dinge (Bücher, Spielzeug, Handy) können auf gewisse Verhaltensweisen verstärkend wirken. Das ist nichts schlimmes.

      Positive Verstärkung aka Belohnung aka “nett sein” ist einfach nur genial, weil sie für alle angenehm ist, richtig toll motiviert, zeigt welche Handlungen gewollt sind und sich positiv auf die Beziehung auswirkt. 🙂

      Alfie Kohn erwähnt in seinen Bücher ein paar wenige Studien, die seine Thesen unterstützen. Aber es gibt 100 mal mehr Studien, die zeigen wie angenehm, effektiv und ethisch korrekt positive Verstärkung wirkt. <3

      Lasst uns gemeinsam

      • direkter und indirekter Bestrafung,
      • sichtbarer und unsichtbarer Bestrafung,
      • natürlicher und unnatürlicher Bestrafung,
      • “natürlichen Konsequenzen” und “logischen Konsequenzen”
      • diskutieren, meckern, schimpfen, schreien und andere Formen von schlechter Laune und Agression,
      • “das lernt er schon irgendwann von selbst” und “na dann fällt er eben auf die Schnauze”
      • und noch vielen unangenehmen Folgen
        den liebevollen Kampf ansagen.

      Und lasst uns Verhaltensweisen, die gut sind für unser Kind, seine Gesundheit, unsere Familie, angenehme Folgen bereiten. 🙂

      Ein Hoch auf positive Verstärkung!

      Liebe Grüße
      Julia

      1. Hallo Julia,

        Sehr interessant aber positive Verstärkung ist doch eine Art Belohnung?!
        Jedenfalls hab ich gemerkt, dass ich gar nicht anders kann als mich laut zu freuen wenn Kacka im Töpfchen landet. Leider ist meist allle Freude dahin wenn ich danach wieder eine Windel anlegen muss…

        Vielen Dank für die ausführliche Antwort
        Ganz liebe Grüße Kathrin

      2. Huhu,

        ja, genau, ein Hoch auf Belohnungen! Sie sind gut erforscht, funktionieren, machen gute Laune und sind immer die bessere Alternative zu Praktiken, die schlechte Lauen machen (diskutieren, “Vorträge”, aufs Kind einreden, streiten, meckern, schimpfen, laut werden, Aggression, Konsequenzen, Strafen, natürliche Konsequenzen, sozialer Druck, hänselnde Kinder …). 😉

        Warum muss die Windel wieder ran und warum ist die Freude dann weg?

        LG Julia

      3. Hallo Julia,

        Ich hab nochmal deine erste Antwort durch gelesen und hab gemerkt, dass ich da ein bisschen was falsch verstanden hatte. Also: positive Verstärkung!

        Naja, meine Freude ist nicht weg. Ich versuche ruhig zu erklären, dass wickeln noch wichtig für uns ist. Meine Intuition was das betrifft ist nicht besonders, außerdem haben wir gerade viel um die Ohren und ohne Windel geht es einfach noch nicht. Seit gestern geht ablenken mit Spielzeug auch wieder ganz gut, Stimmungsschwankungen ist grad die Devise.

        Jedenfalls Danke ich dir für deine Tipps und überhaupt deinen Blog, die Erfahrungsberichte finde ich ganz besonders toll.

        Liebe Grüße
        Kathrin

  2. Hallo!
    Ich habe noch nie irgendwo in irgendeinem Forum meinen Kommentar hinterlassen, aber dieses Thema lässt mich nicht los 🙂
    Letzte Woche saß ich noch bei den Schwiegereltern und sagte: ” Es soll ja auch Verrückte geben, die Windelfrei praktizieren… was für Ökos!”
    Drei Tage später hab ich mal wieder nach Stoffwindeln geschaut ( wickel seit Tag 1 mit Mull+Milovia) und bin auf diesen Artikel gestoßen.. tja, ws soll ich sagen…
    Seit zwei Tagen ist meine kleine L. teilzeit windelfrei
    Ich Öko
    Sie ist jetzt 8 Wochen alt und trägt noch die nächsten 12 Wochen eine Spreizhose. Sie trägt also nach wie vor eine Mullwindel und ne Hise drüber, da ihr die Schiene auf nackter Haut Striemen hinterlässt.
    Aber: in den letzten zwei Tagen gibg nur ein Kacka in die Büx
    Und Pipi dreimal.
    Also für den Anfang und das sehr kompliziert me Ausziehen sehr sehr toll! Ich bin absolut überzeugt und freuen mich jetzt schon auf den Nakidei-Sommer!
    Allerdings haben wir das Problem, dass sie beim Abhalten manchmal weint und sie anschließend auf dem Wickeltisch entspannt lospinkelt..Was kann ich tun, um ihr diese Entspannung auch beim Abhalten zu ermöglichen?
    Ich wäre über Tips sehr dankbar.
    Übrigens: sogar Nachts klappt es schon.
    Also seit zwei Tagen

  3. Hallo Julia!
    Endlich bin ich mal dazu gekommen Deinen Beitrag zu lesen. Ich nutze die Ökowindeln von dm. Windelfrei hat bei uns geklappt bei Kacka bis meine Kleine 8 Monate alt war. Dann war alles ständig ein Kampf und ich habe nach vier Wochen entnervt aufgeben. Im Moment sehe ich wieder wann sie Kacka macht, aber dann ist es bereits zu spät. Und wenn ich frage ob wir die Hise ausziehen sollen sagt sie nein. Ich trau mich leider nicht an nackig rumrennen ran weil es jetzt ja kalt ist und unsere Fließen noch kälter ;-). Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

  4. Hallo,

    nach diesem Artikel habe ich es endlich gewagt! Der passende Zeitpunkt war bisher einfach noch nicht da. Und nun haben wir es ein paar Vormittage gewagt und es klappt sehr gut! Unsere Tochter ist 17 Monate alt und ein ziemlicher Wusel! Ich bin nun sehr zuversichtlich, jetzt packt sie sich schon immer an den Po und sagt “Pepe” und dann gehts ab zur Toilette! Danke für den tollen Bericht!

    1. Wow, voll gut. 🙂

      Und mein Mann hat es in Frage gestellt, dass ich ständig andere Mamas über Stoffwindeln, Windelfrei, Trocken werden interviewn möchte. Aber ich finde, das gibt immer noch mal einen Motivationsschub und man kann so viel lernen, wenn man andere Erfahrungen liest.

      Liebe Grüße,
      Julia

  5. Danke für den Artikel!
    Bei uns (7 Monate) klappt’s auch von Anfang an ganz gut mit Teilzeit-Windelfrei. Für unterwegs kann ich das Töpfchen Potette Plus sehr empfehlen. Ist gleichzeitig eine Toilettenbrille. 🙂

  6. Schöner Beitrag, der Stoffis mal von einer ganz entspannten Seite zeigt?

    Kurz zu der Angst vor Wollhosen nachts: Wen das dicke Paket nicht stört, dem kann ich sie allerwärmstens empfehlen! Besonders jetzt im Winter.
    Bei meinen beiden (3 u. 21 onate) sind die Disana- Schlupfhosen der Dauereinsatz. Am besten nicht neu kaufen sondern mäßig getragen: im Nassbereich bereits verfilzt, Bündchen elastisch. Also keine “wurde zu heiß gewaschen, daher eine Nummer kleiner”. Absolut unkratzig und wirklich total ohne Abdrücke, egal wie empfindlich das Kind ist. Und absolut dicht, wenn sie entsprechend gepflegt werden, die Große trink nachts bis zu 500ml, sprengt mit PUL-überhose die Bamboozle mit zwei Bambuseinlagen. Aber die Wolle nimmt innen zusätzlich auf und bleibt, doppelt gestrickt und verdichtet, außen trocken.

    Musste ich mal los werden ?
    Viele Grüße, Lea

      1. Auf keinen Fall Julia! Dieser hat nur gerade wieder einen Nerv getroffen, kam sozusagen genau zum richtigen Zeitpunkt, wogegen ich zum Beispiel bei Anschaffungstips vor dem Lesen besser erstmal den Kontostand checke, weil ich doch schon total süchtig bin und etwa doppelt so viele Windel hab wie ich für zwei Kinder brauche ?
        Ich lese deine Beiträge und tips WIRKLICH gerne! Lg, Lea

  7. Hallo Rebecca, Hallo Julia,

    ich versuche ebenfalls seit der Geburt unserer Tochter (derzeit 5 Monate alt) windelfrei und es klappt mal mehr und mal weniger. Kann also deinen Rat nur teilen: einfach entspannt bleiben.
    Bei uns ist es auch eher eine Intuition als wirkliche Zeichen. Mein Mann fragt immer: woran erkennst du das denn? Und es sind eben bestimmte Zeiten, wie früh um 6 Uhr, nach dem Stillen oder wenn sie still wird und ich meistens unter der Dusche stehe *ahhh*, wenn sie drückt ist es entweder schon zu spät oder ich muss auch ganz schnell handeln.

    Ich sage mir immer, dass es schon noch wird und freue mich einfach sie ein paar Stunden am Tag ohne Windelpaket zu sehen. Sonst wickeln wir auch mit Stoffwindeln als Backup und ich bin so froh darüber.

    Dir Rebecca noch weiterhin viel Erfolg und Julia mach weiter so. Deine Artikel sind sehr interessant und haben mir schon an der ein oder anderen Stelle weiter geholfen.

    Gruß Anne

    1. Hallo Anne,

      danke für deine lieben Worte 🙂

      Schön, dass Kacka und Pipi bei euch immer wieder mal im Klo oder Töpfchen landen. Ich finde ja auch, dass bei Windelfrei das Glas eher als “halbvoll” als “halbleer” gesehen werden sollte – Also dass man eher auf die positiven Seiten schaut 😉

      Welche Stoffis verwendest du? Bunt gemixt oder spezielle Windelfrei-Windeln?

      Liebe Grüße,
      Julia

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