12 wichtige Dinge, die ich beim zweiten Kind anders machen werde

Beim zweiten Kind anders machen

Ich bin 39+6 schwanger mit meinem zweiten Kind. Alle Mütter verstehen diesen Geheimcode und wissen, welche (An-)Spannung sich dahinter versteckt.

(Ich möchte doch endlich mit diesem kleinen Wunder kuscheln und ihn seinem Bruder vorstellen!)

Da ich leider eine Muttermundverkürzung hatte, habe ich das Kind eigentlich schon vor Wochen in meinen Armen erwartet. Jetzt sitze ich hier wie auf heißen Kohlen. Und warte, warte, warte.

Der Große ist 2,5 und inzwischen trocken. Unsere Stoffwindeln hatten lange genug Pause. In wenigen Tagen dürfen sie dann wieder ran.

Endlich. Für Stoffwindel-Liebhaber ist der Trennungsschmerz schon fast ein bisschen hart 😉

Das mit den Stoffwindeln wird dieses Mal doch sicher ein Klacks. Wir sind ja inzwischen Profis was das Stoffwickeln angeht – oder?

Ein paar Dinge werde ich beim zweiten Kind anders angehen. Das steht für mich schon fest. Denn manche Fehler muss man nicht zwei Mal machen, wenn man beim ersten Mal schon daraus gelernt hat 😉

Ich habe diese lange Warterei, die mir wie eine Ewigkeit vorkommt, dafür genutzt, meine 12 wichtigsten Punkte aufzuschreiben, die ich beim zweiten Kind anders machen möchte.

Die graue Neugeborenen-Theorie

1. Stoffwindeln von Anfang an

Ja, das ist schon der erste riesige Unterschied: Beim Großen haben wir zunächst 10 Monate Wegwerfwindeln benutzt.

Dieses Mal nicht!

Wir haben hier viele Mullwindeln, Prefolds und einige kleine Überhosen. Dazu die eine oder andere süße Neugeborenen-Stoffwindel. Damit werden wir wickeln, bis die restliche One-Size-Ausstattung passt.

Mit Mullis haben wir allerdings noch nie gewickelt, der Große war mir dafür schon zu quirlig.

Es gibt also noch etwas zu lernen!

Ich bin gespannt, wie sie ersten Wickelversuche klappen werden. An unserer Puppe sah es gar nicht so verkehrt aus 😉

Oft hört man von Stoffwindel-Müttern, dass sie mit Wegwerfwindeln gewickelt haben, bis das Kindspech draußen war.

Die Fleckenfreiheit unserer Mullwindeln werde ich einfach mal riskieren. Vielleicht nehme ich Vlies, um das Mekonium leichter zu entfernen. Zur Not kann man die Mulltücher auch auskochen.

Soweit zumindest die Theorie.

Geburt ohne Interventionen

Zum Artikel

2. “Windelfrei” – also Abhalten – schon in den ersten Wochen

Gemeinsam mit den Stoffwindeln kamen wir zum sogenannten “Windelfrei”, zumindest Teilzeit:

Ich habe den Großen regelmäßig abgehalten und später aufs Töpfchen gesetzt, wenn ich wusste, dass “es” mal wieder Zeit ist (nach dem Aufwachen, dem Stillen, nach dem Essen, nach einer Stunde, etc.).

Das will ich auch gerne beim Baby probieren.

Auch wenn der Kleine keine (für mich) eindeutigen Zeichen macht, werde ich ihn auf jeden Fall immer beim Wickeln abhalten.

Beim Großen kam da nämlich immer was, als er noch ein kleines Baby war und ich ihm die Windeln gewechselt habe.

Damals kannte ich “Windelfrei” und das Abhalten noch nicht und fand die nassen Wickelunterlagen einfach nur ziemlich lästig. Ich habe mich beim Wickeln beeilt, anstatt ihn abzuhalten (Damit wären die Windeln ja auch länger sauber geblieben.)

Das erscheint mir im Rückblick echt dämlich und unpraktisch…

Natürlich werde ich dieses minimale “Windelfrei” ganz entspannt angehen und mich nicht stressen.

Wenn das Kind nackig strampeln darf, was ja bei einem August-Baby hoffentlich einfach zu ermöglichen sein wird, werde ich ihm nicht “nur” beim Pinkeln zu schauen sondern schon mein Signallaut “Schschsch” sagen, damit mir uns für später einstimmen können um über Pipikacka zu kommunizieren 😉

3. Das Wochenbett nutzen

Das Wochenbett heißt nicht umsonst so.

Dieses Mal will ich mich daran halten!

Natürlich habe ich jetzt auch ein Kleinkind Zuhause, dem Schmusen nach einer gewissen Zeit viel zu langweilig ist. Aber außer um ihn und das Kleine will ich mich um (fast) nichts kümmern müssen.

Mein Mann hat Elternzeit und ist dann erstmal auch gefragt.

Unter anderem auch beim Windeln waschen – etwas, das er bis jetzt tatsächlich nie gemacht hat.

Das hat dann vielleicht sogar über das Wochenbett hinaus Auswirkungen auf die “Wäschezuständigkeit”? Diese Verteilung hat sich nämlich am Anfang so ergeben, als er noch skeptisch gegenüber den Stoffis war und ich negative Erfahrungen mit ihnen lieber minimieren wollte…

Das führt mich zum nächsten Punkt:

4. Mein Mann steht voll hinter den Stoffwindeln!

Ja, es hat nach der Umstellung eine Weile gedauert, bis er sich mit den Windeln angefreundet hat.

Das empfand ich als ziemlich anstrengend, weil ich bei “Versagen” der Stoffis, wie Auslaufen oder Gestank, gleich in den Verteidigungsmodus gehüpft bin.

Das Problem ist zum Glück aus der Welt 🙂

5. Die Notfall-Wegwerfwindel nicht verteufeln

Mein Mann ist sogar inzwischen so überzeugt, dass er sie gar nicht mehr sehen will: Die böse Wegwerfwindel!

Ich dagegen hab meine Einstellung ihr gegenüber geändert.

Während ich zu Beginn der Stoffizeit keinesfalls eine benutzen wollte, empfand ich sie zum Schluss auch mal ganz entspannend.

Manchmal passt es einfach nicht so gut mit Stoffis, zumindest bei mir. Entweder sie laufen aus oder riechen oder die Wäsche nervt. Das kommt einfach mal vor.

Und da tut so eine kleine Pampers-Pause auch mal ganz gut.

Da reicht dann schon eine Nacht, in der man sich keine Gedanken macht, ob die neue Nachtwindelkombi mit dem plötzlichen nächtlichen Dauerstillen auch wirklich mithalten kann.

Von einer Wegwerfwindel ab und zu geht die Welt nicht unter. Sie freut sich sogar, wenn dabei die Motivation zum Stoffwickeln erhalten bleibt 😉

Wegwerfwindeln habe ich dennoch keine gekauft, denn ich bin ja guter Dinge.

Aber ich weiß ja, wo ich welche bekomme, wenn ich welche brauche 😛

6. Stoffwindeln sind funktional und kein Schatz!

Das kennst du sicher auch: Du kaufst dir etwas super schönes und teures, hast lange davon geträumt und jetzt ist es da und… liegt nur im Schrank 🙁

Es könnte ja kaputt gehen oder abnutzen oder oder.

So geht es mir mit manchen Stoffwindeln.

Dieses Mal wird genutzt, was da ist! Vielleicht kann ich dann sogar alle drei statt zwei Tage waschen?

Falls ich spüre, wie mir der Wiederverkaufswert im Nacken sitzt, werde ich sie vielleicht auch einfach verkaufen.

Es ist eine Windel und dazu gedacht, vollgemacht und gewaschen zu werden – egal wie toll sie aussieht!

7. Keine Stoffwindel-Sucht entwickeln

Gerade hab ich es schon angedeutet: “So eine schöne Stoffi, die muss ich einfach haben!”

Naja, sie sind ja wirklich schön. Und es gibt schlimmere Laster als eine Stoffi-Sucht.

Aber wir haben genug zuhause. Punkt.

Gekauft wird nur, was wirklich benötigt werden sollte.

Das meiste dieses Geldes, das wir so sparen, fließt eh unbemerkt in irgendwas anderes.

Dennoch: Sollte ich mal irgendwas tolles für mich wollen, denke ich mir “Dafür könntest du zwei Stoffis kaufen”. Bis jetzt hat mich dieser Gedanke eher davon abgehalten, es zu kaufen.

Nun soll sich das ändern und mich eher dazu bringen, es mir zu holen 😉

Stoffwindeln sind nun mal einfach Windeln.

Zumal die schönsten ohnehin kaum gesehen werden – Denn im Dreck spielt mein Kind natürlich mit einer nicht so tollen Stoffi 😀

Naja, gebührend bewundert würde sie ja doch nicht werden.

Also was soll das Gesammele überhaupt…

8. Stoffwindeln schonend waschen?

Feinwaschgang bei 30°C mit einer Priese Feenstaub als Waschmittel?

Ganz klar: Nein!

Umwelt und Geldbeutel danken mir ja die Nutzung von Stoffis, auch wenn ich auf 60 statt 40 Grad wasche.

(Nicht, dass ich jetzt jedes Mal bei 90°C waschen werden. Das ist nicht nötig, da mein Waschmittel Sauerstoffbleiche enthält. Koch-/Buntwäsche bei 60°C töten gemeinsam mit der Sauerstoffbleiche Bakterien und lösen effektiv jeden Dreck.)

Die Stoffis danken mir ein richtiges Waschverhalten mit Sauberkeit und Gestankfreiheit.

Und Babys Po wird mir ebenfalls sicher danken, wenn ich keine Stoffis mit Bakterien dran an an ihn ran packe.

Wieso also überhaupt schonend waschen? Um die Windeln zu schonen?

Wie bereits erwähnt, sind sie keine Schätze. Und wenn eine Windel das nicht aushält, dann geht sie halt kaputt. Und ich werde euch davon abraten, sie zu kaufen.

Wie ich die Stoffwindel richtig wasche, musste ich mir beim ersten Kind über Wochen mühsam erarbeiten.

Zum Glück weiß ich das dieses Mal schon. Das erspart so einiges an Frust.

9. Oma nutzt auch Stoffwindeln, keine Diskussion!

Beim Baby wird es wohl sowieso noch eine Weile hin sein, aber beim Großen hieß es immer: “Ich hab normale Windeln gekauft, die möchte ich lieber nutzen, wenn er bei mir ist.”

Und ich hab sie machen lassen.

Das schadet weder dem Geldbeutel meiner Eltern in großem Ausmaß und viel Müll bedeutet es nicht für die Umwelt.

Aber es ist einfach unnötig.

Dieses Mal muss ich meinen Standpunkt klarer vertreten und meiner Mutter die Stoffis näher bringen.

So kompliziert ist es ja nun wirklich nicht 😉

10. Windel läuft aus?!

Zunächst einmal weiß ich inzwischen: Windeln laufen aus.

Ja, das passiert einfach mal. Gerade am Anfang.

Und meistens ist die Windel auch gar nicht Schuld, egal ob zum Wegwerfen oder zum Waschen.

Manchmal sitzt sie falsch oder das Kind hat eine ungünstige Position und ganz oft ist sie einfach voll. Dann habe ich ja das Wickeln versäumt, selber Schuld.

Bei Stoffis kann ich das Saugvolumen ja anpassen. Also kann ich den zeitlichen Abstand beeinflussen – manchmal eben auch zu meinen Ungunsten.

Zugegeben, manche Stoffis sind einfach nicht so gut wie andere.

Aber inzwischen weiß ich ja, dass ich Windel XY nicht auf die lange Autofahrt anziehen sollte. (Zum Beispiel die Totsbots Easyfit und auch viele andere Pocketwindeln.)

Ich hoffe, dass ich die meistens Wickelfehler werde vermeiden können.

Wenn die Windel doch ausläuft, dann ist das halt so.

Das kommt vor.

Und (vor allem) nicht nur bei Stoffis 😉

(Oder hast du noch nie einen von oben bis unten vollgekackten Body erlebt? Das wird mir mit Stoffwindeln nicht passieren!)

11. Stoffwindel-taugliche Kleidung

Bodys haben mir das Leben zu Beginn unserer Stoffwindelkarriere ganz schön schwer gemacht. Sie waren einfach zu eng zwischen den Beinen und haben die Feuchtigkeit aus der Windel gezogen.

Geholfen haben zwei Dinge: größere Bodys bzw. die Benutzung einer Bodyverlängerung oder eben kein Body.

Denn so nötig sind Bodys nun auch nicht: Oberteile und Unterhemden in einer größeren Größe decken auch den Rücken ab. Bei “Windelfrei” und regelmäßigem Abhalten ist diese Kombination auch viel praktischer.

Ich hab Bodys trotzdem gerne, vor allem wenn es kalt ist.

Aber ich weiß ja jetzt, dass sie nicht zu eng sein dürfen 😉

Babylegs, also Stulpen, will ich dieses Mal den Strumpfhosen vorziehen. Das hat nicht mal so viel mit Stoffwindeln zu tun, als mit der Tatsache, dass es das Anziehen und Wickeln deutlich erleichtert.

Pumphosen sind, glaube ich, auch besser was Passform und Beweglichkeit bei Babys angeht als Strampler. Das muss ich aber erst mal testen.

Was denkst du denn? 🙂

12. Die richtigen Geschenke zur Geburt

Über die Monate hab ich bei Verwandten und Freunden immer mal angemerkt, was wir noch brauchen könnten.

Gerade dass wir Stoffwindeln benutzen, hab ich gern betont. So viele Pampers-Pausen werde ich nämlich nicht brauchen, wie viele Windeln ich sonst geschenkt bekommen würde.

Klar, der Schenkende will uns eine Freude machen und helfen, aber das kann er ja noch besser, wenn er weiß, was gewünscht ist 😉

Das ist nicht nur in Bezug auf Stoffis so: Gerade beim zweiten Kind hat man ja schon viel und weiß auch, was man nicht brauche…

Die erschreckende Realität

Tada, ich habe es (endlich) geschafft mein Fazit aus dem Wochenbett niederzuschreiben. Ich hätte diesen Artikel ja gerne pünktlich acht Wochen nach Geburt fertig gestellt, aber der Alltag mit zwei Kindern ist dann doch etwas anspruchsvoll 😉

Jedenfalls musste ich nach dem ersten Artikel nicht mehr lange warten und mein großer Kleiner machte sich bei irrster Hitze auf den Weg. Schwanger war das ja aber eh nicht auszuhalten.

Mit 4100 g und 58 cm hat er uns dann doch etwas überrascht, aber dank kompetenter Hebamme im Geburtshaus ging alles ohne Verletzungen und Risse.

Aber habe ich meine 12 guten (sehr guten!) erfüllt?

1. Stoffwindeln von Anfang an – Done!

Stoffwindeln von Tag 1 an verwenden

Wie gesagt fand die Geburt im Geburtshaus statt. Dort sind sie schon eimal auf „Öko“ eingestellt.

Eine Stunde später sollte der Kleine eine Pampers bekommen.

Mein Mann stand daneben und hat – vorbildlich von Stoffwindeln überzeugt – gefragt, ob wir dem Kind nicht auch eine Stoffwindel dran machen könnten.

Natürlich ging das.

Der Kleine hatte dann eine Mullwindel um den Po. Einfach als Dreieck um den Po gelegt. Ohne Überhose.

Irgendwann hat er dort einen riesigen Haufen Mekonium reingesetzt. Ich war so froh, dass ich das nicht auswaschen musste 😛

Nach 5 Stunden durften wir das Geburtshaus verlassen. Davor hat das Kind noch eine gefaltete Mullwindel mit Überhose anbekommen. Naja, so perfekt ist die Überhose glaube ich nicht für gefaltete Mullwindeln konzipiert. Erschien mir ganz schön eng.

Daheim dann eine Prefold, die als Einlage in die Überhose gelegt wurde. Das finden mein Mann und ich total einfach und dabei sind wir auch geblieben.

Stoffwindel Neugeborene Prefoldüberhose
Kleine Überhose über kleiner Prefold

Stoffwindel Neugeborene Body

3 Nächte lang gab es nachts noch Wegwerfwindeln. Einfach aus dem Grund, weil der Nabel total gestunken hat und ich ihn lieber trocken halten wollte. Und ich viel, viel zu faul bin um nachts die Windeln zu wechseln. Der Kleine hat nämlich von Anfang an nachts kein großes Geschäft gemacht.

Meine Hebamme meinte, dass der Nabel ruhig auch in der Stoffwindel drin sein darf. Dass das gar nicht stört.

Ja, das glaube ich auch.

Aber wir hatten eh eine Windeltorte aus Wegwerfwindeln geschenkt bekommen und vom Gefühl her hat der Nabel dann weniger gestunken. Tagsüber gab es ja fleißig Stoffwindeln 😉

Okay, in den ersten Wochen haben wir noch 3 weitere Wegwerfwindeln verbraucht. So zwischendrin. Aber der Weg zur Mülltonne war mir dann doch zu aufwendig 😛 Von einer Ladung Kacka bis hoch in den Nacken mal ganz zu schweigen…

Argh!

Jetzt ist der Kleine fast 4 Monate alt und wir durften für Windelwissen viele Stoffwindeln testen. Kleine Prefold in kleiner Überhose gefällt mir trotzdem am besten. 🙂

Wenn Julia zu Besuch war hat sie die Mullwindeln hübsch um den Po gelegt und eine mitwachsende Überhose drüber gezogen. Sah auch gut und bequem aus.

Aber da wir viele Prefolds und wenige Mullwindeln hatten, habe ich mich gar nicht weiter damit beschäftigt. Und da der kleine Mann viel spuckt, haben die Mullis einen anderen Einsatzort 😉

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Gefaltete Mullwindel mit Snappi

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Milovia Überhose OneSize über Mullwindel

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Milovia Überhose OneSize über Mullwindel

2. Ab und an Abhalten, aber ganz entspannt

“Windelfrei” – also Abhalten – schon in den ersten Wochen

Windelfrei, naja man sollte es eher „Abhalten“ nennen, sind wir ganz entspannt und ohne Druck angegangen. Vor allem halte ich ab, wenn ich die Windeln eh wechseln würde.

Ich wechsel die Windeln alle 2 Stunden, oft auch schon nach einer Stunde. Unterwegs können die Stoffwindeln schon einmal 4 Stunden am Po sein (dann sind die Windeln natürlich ein bisschen dicker, damit sie genug saugen).

Pipi klappt ab und an. Kacka ging nur wenige Male eher per Zufall ins Waschbecken. Damit es außerhalb der Windel an einem geeigneten Ort landet (ich benutze gerne das Waschbecken), muss ich richtig lange warten.

Das große Aber: Ich habe ein zweites Kind, das erst 2 Jahre alt ist und eher wenig Geduld aufbringt. Außer er macht etwas, das er lieber lassen sollte…

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Der große Bruder mit seinem Freund.

Warum ich nicht öfter abhalte? Das liegt natürlich auch an der Kleidung. Der Kleine ist sehr verfroren und hat immer 2 Schichten an. Wir nutzen die Kleidung, die auch der Große an hatte: Bodys und Strampler. Das ist natürlich nicht so abhalte-freundlich. Und der Kleine hat eine Stoffwindel am Po. Ohne möchte ich (noch) nicht.

Aber ich sehe das ganz entspannt: Das Baby bekommt immer wieder die Möglichkeit angeboten, außerhalb der Windel sein Geschäft zu erledigen.

Durch das Abhalten habe ich auch gemerkt, dass “Pipi und AA landet außerhalb der Windel” nicht sehr weit oben auf der Liste seiner Bedürfnisse steht. Stillen, Schlafen und Pupsen stehen ganz weit oben, der Rest ist Nebensache. Abgehalten werden findet er so gar nicht wichtig 😛

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Achso, klar hat er ab und an mal geweint, wo auch Stillen und Tragen nicht geholfen haben. In vielen Windelfreibüchern kann man ja lesen, dass das vom Nicht-Abhalten kommen könnte oder sollte. Da habe ich natürlich auch nach geforscht.

Nein, wegen Pipi und Kacka weint er tatsächlich nicht. Wenn er weint, ohne dass etwas hilft, dann muss er pupsen. Ja wirklich, einfach pupsen. Danach ist wieder alles gut.

Mein Plan für die Zukunft: Weiterhin beim Windelnwechseln abhalten. Sobald das Baby stabiler ist und sich an das An- und Ausziehen gewöhnt ha,t werden wir das große Geschäft in Angriff nehmen.

Mit der Zeit wird das AA ein bisschen fester. Die Babys müssen mehr drücken. Spätestens mit den ersten Zähnen und dann mit Einfühung der Beikost wird der Stuhl schärfer.

Weniger Anstrengungen und keine Windeldermatitis sind durchaus erstrebenswert.
Weniger dreckige Stoffwindeln dagegen sind ein Punkt, der mich später Windelfrei und Abhalten ernster nehmen lassen wird 😉

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Mein Baby wird “abgehalten”, das heißt es darf außerhalb der Windel Pipi und Kacka machen 😉

3. Liegen?!

Das Wochenbett nutzen

An einem Montag kam das Kind zur Welt.

Tatsächlich lag ich immer mal wieder im Bett. Ich hatte mit üblen Nachwehen zu kämpfen. Und am Mittwoch hatte ich den nicht ganz angenehmen Milcheinschuss.

Am Freitag habe ich dann trotzdem die erste Wäsche wieder selbst erledigt – eine Windelwäsche. Aber mit einem guten Gefühl: „Hach, endlich wieder Stoffwindeln. Wie schön.“

Das Wochenbett war dann aber gelaufen. Mir gings allerdings sowieso gut, der Große wollte mich auch wieder zum Spielen und unser Schlafzimmer ist unter dem Dach und es hatte 40 Grad draußen. Also war das schon okay.

4. Der Mann kämpft für Stoffwindeln!

Mein Mann steht voll hinter den Stoffwindeln!

Ja, mein Mann benutzt Stoffwindeln. Er steht da voll dahinter. Auch wenn ihn die Details herzlich wenig interessieren.

So kam es schon vor, dass er eine unverkleinerte Anavy One Size mit einer unverkleinerten Capri Größe 2 angezogen hat. Die Windel hing dem Winzling natürlich am Ende zwischen den Knien.

Aber hey, es hat dicht gehalten, denn zum Glück kam kein großes Geschäft.

Eine leere Pocketwindel hat er ihm auch mal angezogen. Das merkt man schnell 😀

Ich richte die Windeln nach der Wäsche schon immer gleich startklar her und muss jetzt höchstens “unten rechts” sagen, wenn er fragt, was er nehmen soll.

5. Notfall-Wegwerfwindeln: 6 Stück!

Die Notfall-Wegwerfwindel nicht verteufeln

Bei meinen Vorsätzen schrieb ich vor ein paar Monaten:

Manchmal passt es einfach nicht so gut mit Stoffis, zumindest bei mir. Entweder sie laufen aus oder riechen oder die Wäsche nervt. Das kommt einfach mal vor.

So ist es nach wie vor. Oben habt ihr schon gelesen, dass in drei Monaten drei solcher “Schnauze-voll-Pampers” zum Einsatz kamen, zusätzlich zu den drei wegen des Nabels.

Ich ertrinke hier nämlich in Wäsche. Ich will nach wie vor keinen Trockner, das ist so unökologisch. Aber mit spuckendem Baby, einem meist trocknen Kleinkind und einem alten Kater mit Kontinenzproblemen bei nasskaltem Wetter kommt so einiges an Wäsche zusammen, das scheinbar niemals wieder trocknen wird.

Ich habe vier ständig besetzte Wäscheständer. Den Tränen nahe habe ich also die Wegwerfwindeln ausgepackt. Mein Plan war, jeweils einen Tag lang nach dem Waschen der Windeln die WWW zu benutzen, um das Waschintervall zu verlängern.

Das ging bis zum ersten Sch*ss am nicht vorhandenen Rückenbündchen vorbei bis hoch in den Nacken. Kannte ich ja noch vom Großen. Schreckliche Schweinerei. Das kam jetzt nur einmal vor, denn bei Stoffis passiert das einfach nicht. Und denen bleibe ich jetzt auch treu.

Einen Teil der Wäsche habe ich zu meinen Eltern outgesourcet, Bettwäsche oder sowas blödes meist. Und dem Kater zwei weitere Toiletten gekauft, damit in jedem Stock eins ist.

Das funktioniert gerade ganz gut so.

6. Alle Stoffwindeln werden genutzt, die doofen seltener

Stoffwindeln sind funktional und kein Schatz!

Oja, diesmal sind die Windeln fällig!

Naja, ein bisschen.

Zuhause nehmen wir Prefolds mit Überhose, unterwegs seit jeher AIO. Für die anderen neugierigen, ehrlich gesagt. Ich hab immer eine Totsbots V3 als Ersatzwindel dabei, weil ich festgestellt habe, dass sie am besten ankommt als Herzeigewindel.

Auf sie verlassen würde ich mich zwar eher ungern, aber naja das kennst du vielleicht 😉

Jedenfalls muss ich mir die verlässlichen AIO also aufsparen, daher werden sie nicht so häufig benutzt. Aber nicht, weil sie mir zu schade wären. Ich denke, dieser Vorsatz gilt als eingehalten 🙂

7. Lieber eine Tragetuch-Sucht

Keine Stoffwindel-Sucht entwickeln

Nö, keine Kaufsucht. Für ein eventuelles drittes Kind, dass dann hoffentlich nicht wieder über vier Kilo wiegt so wie mein zweiter, würde ich vielleicht noch das ein oder andere nachkaufen. Vermutlich kleine Capris oder andere kleine Prefoldüberhosen. Irgendwie verschlägt es mich immerwieder zurück zu ihnen 😀

Dafür ist gerade das dritte Tragetuch auf dem Weg zu mir, obwohl mir eine Tragehilfe beim Großen locker gereicht hat. Aber öhm, die sind echt schön…

Stoffwindel Capri Größe 1
Capri Größe 1

Stoffwindel Capri Größe 1
Überhose mit Mullwindel als Einlage

8. Die Stoffwindeln werden ordentlich durchgenudelt

Stoffwindeln schonend waschen? Nichts da!

Zärtlich behandelt wird hier keine Stoffwindel! Lediglich die Überhosen werden etwas geschont und mit der Buntwäsche mitgewaschen. Der ganze Rest wandert bei 60 Grad und irgendwas mit Sauerstoffbleiche in die Waschmaschine.

Ordentlich geschleudert wird übrigens auch, wir haben ja keinen Trockner und sonst braucht alles ewig. Da wir genug Windeln haben, wasche ich nur alle vier Tage. Und bis jetzt ist alles bestens.

Und da ich so oft von schrecklich stinkenden Nachtwindeln lese: Unsere stinken nicht! Da muss ich schon die Nase reinstecken, wirklich wahr. Das gilt auch für die Windel vom fast Dreijährigen, wenn nachts mal was daneben geht.

Falls eure Nachtwindeln (oder auch die tagsüber) stinken, dann tu euch das bitte nicht weiter an, sondern probiere mal was anderes beim Waschen 🙂

9. Oma hat noch nicht gewickelt

Oma nutzt auch Stoffwindeln, keine Diskussion!

Da mein kleines Baby und ich noch ziemlich unzertrennlich sind, stand das bis jetzt nicht zur Debatte.

Meine Mutter meinte zwar schon mehrmals, ob mir das nicht zu viel zusätzliche Arbeit ist, hat sich aber mit einem “Nein” als Antwort zufrieden gegeben 😉

10. Klar, ab und an war’s nass

Auslaufende Windeln entspannt sehen

Öhm ja, Windeln laufen aus. Ist leider immer mal wieder passiert bis jetzt.

Der Fehler lag meistens darin, dass die Beinbündchen nicht eng genug anlagen und dort etwas raus kommen konnte, einige riesige Schweinerei war aber nicht dabei. Einen Rücken-entlang-bis-in-den-Nacken-Schiss hatten wir aber nicht, das Bündchen dort hat gehalten, egal bei welcher Windel.

Bei verrutschter oder zu voller Einlage ist dann auch schon mal Pipi ausgelaufen, aber da waren wir ja auch selbst Schuld. Und bei Kleidung, die zu eng an der Windel liegt.

11. Ohne Bodyverlängerungen kann ich nicht mehr leben

Stoffwindel-taugliche Kleidung besorgen

Ein Hoch auf die Bodyverlängerung! Ohne diese würden einige Bodys schon lange nicht mehr passen oder zumindest sehr ungünstig an den Beinbündchen liegen.

Bei momentan 65cm passen mit ihnen sogar noch die 56er-Bodys, wobei die jetzt an den Ärmchen zu eng werden. Die sitzen wunderbar und rutschen nicht über die Schultern wie manche der größeren.

Für das Nachtpaket hänge ich auch zwei Verlängerungen aneinander.

PUL-Schlupf-Überhose
Poopsie PUL-Schlupfüberhose

Stoffwindel Bodyverlängerung
Bodyverlängerung

Stoffwindeln Nachts Bodyverlängerung
Nachts 2 Bodyverlängerungen 😉

Strampler würde ich Stoffwicklern allerdings nicht empfehlen, man kann die ja schlecht verlängern (für die Näher unter euch wäre bei Ärmellosen mit Druckknöpfen an der Schulter vielleicht eine Idee, selbst ne dünne Verlängerung zu machen?). Die Strampler werden jedenfalls recht schnell recht eng.

Was wir da haben, benutze ich natürlich. Vorallem zum Schlafen ziehe ich sie gerne an, wobei da das Problem durch die Nachtwindel ja verschlimmert wird. Ich nehme einfach jetzt schon die nächsten Größen und knöpfe im Schritt versetzt zu.

Ich würde das Geld eher in (Pump)Hosen investieren. Mit den Hosen empfinde ich das mit dem dickeren Po als unwesentlich, die passen eigentlich alle der Größe entsprechend.

Babylegs benutze ich gerade nicht so oft. Da ich nur zum Wicklen abhalte, sind Strumpfhosen nicht unpraktischer. Die Stulpen sind mir jetzt aber schon ein paar mal unter die Beinbündchen gerutscht und haben Nässe gezogen. Vielleicht müssen die Speckbeinchen noch etwas wachsen, bis das besser klappt? Strumpfhosen haben den Bonus, dass die Socken nicht weggestrampelt werden können. Ich benutze da übrigens sowohl welche in 62 also auch 74, die langen falte ich am Bein einfach um.

Anfangs habe ich dem Kleinen auch einfach die Socken vom großen Bruder angezogen, die gingen dann schön weit hoch, aber nicht zu weit.

Socken Babylegs

12. Zu Weihnachten gibt’s vielleicht etwas

Keinen Mist schenken lassen zur Geburt

Naja, die Geschenkeflut war ehrlich gesagt deutlich geringer als beim ersten Kind (und ich deshalb schon ein bisschen enttäuscht. Über meinen Zweiten hab ich mich genauso gefreut wie über den Ersten…). Und so richtig auf mich gehört wurde irgendwie auch nicht. Unter anderem war doch eine Windeltorte dabei 😀

Aber über diese Windeln freut sich jetzt eben meine Freundin und wir uns trotzdem über den Rest 🙂

Wegen Weihnachten wurde ich jetzt aber schon ein paar Mal gefragt, was die Jungs so gebrauchen könnten, also klappt es ja vielleicht da 😉

Und schwuppdiwupp war Weihnachten herum, ohne dass dieser Artikel veröffentlicht werden konnte 😀

Meine 7 besten Tipps für Neugeborene und Stoffwindeln

Natürlich habe ich einige Stoffwindel-Neugeborenen-Erfahrungen gesammelt, die ich dir unbedingt weitergeben muss:

  1. Dicker Po, sodass das Baby ein Hohlkreuz macht? Nein, das ist nicht nötig! Falte die Einlage und lege sie nach vorne (bei Jungs) beziehungsweise mittig (bei Mädchen), dann liegt am Po viel weniger Stoff und die Saugkraft sitzt nur dort, wo sie hin muss. Oft hilft es der Passform bei kleinen Babys, wenn du die Zusatzeinlagen weglässt (tagsüber) oder zumindest außen an die Höschenwindel/Mullwindel/Prefolds legst. Das hilft auch gegen überlaufendes Kacka. Bei meinem Kleinen liegen dann lediglich die Überhose und die Höschenwindel am Rücken und das ist nicht viel.
  2. Kleine AIO sind ein nettes Extra, aber in meinen Augen zu teuer auf die Nutzungsdauer gesehen. Außerdem machen sie ja auch mehr Wäsche als Hybridwindeln und im Wochenbett hast du besseres zu tun 😉 Also lieber eine Mullwindel mit (mitwachsender) Überhose oder Einlage + kleine Überhose besorgen. Günstiger, auslaufsicherer, weniger Wäsche.
  3. Du könntest versuchen, mit One Size Überhosen auszukommen, aber ich habe die kleinen Überhosen gerne benutzt und die meisten passen auch immer noch. Die großen Überhosen waren trotz über 4 kg Startgewicht schon noch etwas locker am Bein. Deshalb solltest du darunter dann auf jeden Fall eine Höschenwindel/Mullwindel  benutzen, die den Stuhl selbst hält. Einlagen alleine in einer großen Überhose dichten bei den Beinchen nicht so gut ab. Dann geht das vermutlich gut, aber ich benutze ja die Prefolds so gern 🙂
  4. Obwohl ich ein großer Fan der Simplex bin wegen der nicht abgesteppten Bündchen, sind solche Bündchen (die Anavy AIO hat sie z.B. auch) bei Muttermilchstuhl nicht soo toll, da läuft eher mal was vorbei. (!!!!)
  5. Kleinere Bodys als Größe 56 würde ich nicht holen. Und bevor du neue Bodys kaufst, solltest du die Bodyverlängerung kaufen, um sicher zu gehen, dass sie auch an die Bodys passt.
  6. Den Po einfach unter fließendem Wasser waschen, das geht am einfachsten. Wir haben keine Feuchttücher, auch keine selbst gemachten. Wenn ich mal etwas wischen will, nehme ich einfach einen kleinen Waschlappen und etwas Kokosöl. Das kommt auf das Gleiche raus, aber ich habe keine Arbeit damit.
  7. Windelvlies ist zwar kein Muss, gerade bei Muttermilchstuhl, da es 1. mit gigantischer Wahrscheinlichkeit ohnehin zum Teil daneben geht und 2. dieser sowieso wasserlöslich ist. Ursprünglich für meinen Mann in Benutzung genommen, mag ich das Vlies jetzt sehr. Den Großteil des Geschäfts kann ich dann eben doch einfach wegwerfen und muss weniger auswaschen. Ins Klo werfen würde ich Vlies aber nicht, so oft wie ich es mitwaschen kann, hätte ich da echt Bedenken.

Fazit

Stoffwindeln sind auch mit Neugeborenen und kleinen Babys möglich. Nein, sogar praktischer, weil du dir viele vollgekackte Bodys sparen kannst 😉

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Was hast du beim nächsten Kind bei den Windeln geändert bzw. was würdest du ändern?

17 Kommentare zu „12 wichtige Dinge, die ich beim zweiten Kind anders machen werde“

  1. Ich schwanke momentan zwischen Stoffis und Plastik hin und her. Mein zweites Kind ist jetzt 3 Monate alt, die ältere Schwester (2,5 Jahre) muss ich auch noch wickeln (da haben wir Stoff durchgezogen bis heute). Sowohl die ältere Schwester als auch den Kleinen muss ich jeden Tag 1-2mal komplett umziehen, weil sie nass sind. Bei der älteren verständlich: sie pieselt mittlerweile einfach so viel, dass die Stoffis (und auch die Plastikwindeln zum Teil) das nicht mehr halten können.
    Aber der Kleine? Vielleicht wickel ich falsch? Oder bei Jungen ist das anders, mit dem kleinen Pimmelchen?
    Ich bin momentan ziemlich frustriert mit den Stoffwindeln, weil sie mir so viel Wäsche machen (also eben auch Klamotten).
    Hat jemand von euch einen Tipp (vor allem für den Kleinen?),damit sie nicht mehr jedes Mal schon nach 1 Stunde auslaufen? Ich nutze momentan Milovia-Newborn und Capri-Überwindeln und lege die Mullwindeln zusammengefaltet in die Laschen.
    Danke für eure Tipps!
    Lena

    1. Hallo Lena,

      schreib uns doch eine Mail an support@windelwissen.de. Wir helfen gerne weiter! Über die Kommentare ist es leider etwas unübersichtlich.

      Wichtig bei Jungs ist, dass der Penis nicht nach oben oder zur Seite zeigt. Da pinkeln die Kleinen leider oft total an der Einlage vorbei und die Windel hat keine Chance 😉 Vielleicht hilft das ja schon mal weiter?
      Und passt bei der Großen noch eine Zusatzeinlage mit rein?

      Schreib mir die Antworten gern per Mail.

      Liebe Grüße
      Jessica

  2. Pingback: Baby Fester Stuhl – Alles über Bildideen

  3. Hallo Jessica,

    vielen Dank für diesen Artikel! Mein Baby kommt im Mai und die ersten Stoffwindeln trudeln bei uns zu Hause ein. Ich freue mich drauf! Ich werde mit Hybrid / Prefoldüberhosen und Mullwindeln starten! Du schreibst, dass Ihr am liebsten Prefolds als Einlagen benutzt… Hast Du einen Tipp für mich, welche sollte ich ausprobieren? Viele Grüße!

    1. Hallo Sarah-Lena,

      Ich freue mich, dass dir der Artikel gefallen hat 🙂

      Ich hab einen großen Schwung Prefolds gebraucht gekauft, daher kann ich da keine Marke empfehlen, weil ich sie gar nicht kenne. Viel falsch machen kann man da aber nicht 😉 Die kleinen, die wir von Anfang an als Einlage benutzt haben, sind etwa 30×40 cm groß. Das entspricht bei den meisten Marken wohl Größe S.

      Hier hat Julia einiges zu Einlagen geschrieben, vielleicht kennst du das ja noch nicht.

      Alles Gute für euch 🙂

      Viele Grüße, Jessica

  4. Haha, ich bin 37+4 und musste bei fast allen Punkten schmunzelnd zustimmen.

    Mullis hatten wir bei der Großen schon von Anfang an und ich fand es das Beste, was wir hatten, weil der Windelpo so nicht so groß war und man sie einfach besser als alles andere so anlegen kann, dass sie eben nicht auslaufen (am Bündchen schön einschlagen, dann ist´s da etwas dicker und so…).
    Da weiß ich, dass das klappt.

    Stoffwindelsucht: doch total, gerade wieder ganz im Fieber. Mein Argument: ich beschäftige mich eh gerade so viel mit den Windeln, da kann ich sie auch guten Gewissens zu meinem Hobby erklären, und fürs Hobby darf man auch Geld ausgeben. Hab allerdings den Gedanken, mit den Stoffis am Ende was gespart zu haben auch aufgegeben 🙂 Aber sie sind sooo schön! Und sie werden benutzt oder Verkauft. Im Schrank liegen die sicher nicht rum.

    Also, auf in die zweite Runde und ich bin gerade echt gespannt, ob die Kita bei der Großen mit den Stoffis mitmacht.

    Viele Grüße, Lea

  5. Haha genau so ging es mir auch in meiner zweiten Schwangerschaft!
    Und weisst du was?
    Die Dinger halten sehr dicht 😉
    Mullis waren auch auf dem Plan, waren nichst für mich.
    Stoffisucht ging weiter 😉 Macht aber nichts, ich habe immer die Testpakete als Ausrede!
    Kleidung…. ja, konnte viele schöne Hosen gleich weiterziehen lassen.
    Windelfrei haben wir aufgegeben 😛
    Viel Durchhaltevermögen im Endspurt und viel Spass mit den Ministoffis. Vielleicht magst du auf meinem Blog einige Erfahrungsberichte über Newbornwindeln lesen 😉
    Lieber Gruss Kristina

  6. Also wir haben von Anfang an mit Stoffies gewickelt.Haben immer ein Windelvlies drinnen,da gab es auch mit dem Mekonium keine Probleme.Nutzen am liebsten Storchenkinderwindeln mit Wollüberhose bzw. wollwikkel ansonsten Pul-Hosen.Alles in Newborn. Die Onesizesachen passen noch nicht optimal. Aber auch Prefolds,Mullwindeln und Hybridüberhosen kommen zum Einsatz. Hinsichtlich Kleidung nutzen wir z.T. Bodys eine Nr. größer und die ein oder andere Hose passt nicht. Mit den Stramplern gibt’s keine Probleme.
    Auswaschen tun wir auch nix. Meistens hängen wir die Sachen auf nen Ständer auf den Balkon und wenn trocken ab in den Eimer,der auch draußen steht.
    P.S. Danke für die ganze Arbeit die Du in die Seite steckst.Du hast mir die Entscheidung sehr erleichtert.

  7. Hallo, wir haben nun auch das zweite Kind (wie das erste auch) meist mit Stoffwindeln gewickelt und das zweite auch abgehalten. ein prima tipp. die nassen windeln muss man bis zur nächstne wäsche ja eh trocknen und sammeln. wenn die trockenen einlagen auf dme ständer nicht stinken dann verwenden wir sie einfahc noch eine runde. so sparen wir uns unnötiges waschen und arbeit 😉 lg Kiki

  8. Ich habe zwischendurch so gelacht beim Lesen deines Artikels und “Ja, stimmt genau!” gedacht 🙂
    Das mit der Sucht zum Beispiel ist wirklich verflixt. Wir können uns zur Not ja selbst beschwichtigen und hier bei Windelwissen einen Testbericht über die neuen Stoffis schreiben 😉

    Totsbots easyfit und Pocketwindeln waren auch ein Fehler, den ich gemacht habe.

    Alles in allem sehr schöner Artikel und omm ommm omm (du hast so Recht^^)

    1. Hach, diese Sucht…

      Ein Kumpel von mir war süchtig nach World of Warcraft, diesem Computerspiel. Er musste in Behandlung, weil er nicht mehr schlief, nicht mehr genug gegessen hat und nicht mehr zur Schule ging.

      Nach einigen Jahren hab ich ihn zufällig wieder getroffen und hab ihn gefragt, wie’s läuft.

      Er meint, er sei jetzt nicht mehr WOW-süchtig, er habe etwas anderes entdeckt.

      Was denn?

      Er raucht jetzt Gras.

      😀 😀

      Mh, auch keine Alternative 😉 😀

      Liebe Grüße,
      Julia

  9. Ich erwarte auch unser zweites in einigen Wochen, aber ich möchte eigentlich gar nichts ändern. Wie bei meinem Großen möchte ich zu beginn lieber www nutzen, bis das Kind in die onesize Stoffies passt. Das ist auch etwa der Zeitpunkt, wo das nächtliche Kackern aufhört, so dass ich nicht in die Verlegenheit komme, mitten in der Nacht Kackawindeln auszuwaschen. die Windelsysteme die wir haben möchte ich ebenfalls weiter nutzen und meine Einstellung zu www war schon immer recht gelassen, so dass ich auch weiterhin immer eine Notfall-Packung da haben werde. Und was die “Sucht” angeht… ich kann auch schon mal einen Kauf aus einer reinen “ich will das jetzt haben”-Stimmung tätigen, aber grundsätzlich habe ich mir ein Limit gesetzt was Anzahl und auch Preise angeht und das wird auch konsequent eingehalten :).

    1. Das klingt wirklich sehr entspannt 🙂

      Aber MuMi muss man doch nicht mitten in der Nacht auswaschen. In die Kübel (neben das Bett) und nach ein paar Tagen in die Wäsche. Fertig 😉

      Ich wünsche dir alles Gute.
      Liebe Grüße,
      Julia

      1. Ich wasche den MuMi-Stuhl auch gleich aus, habe leider schon ein paar unschöne Fleckenschatten auf den Mullis. Behandle auch zusätzlich noch mit Gallseife. Auf dem Etikett der Windeln von XKKO steht komischerweise nur bei 40 Grad waschen habe ich jetzt entdeckt. Habe sie immer bei 60 Grad gewaschen, sonst würde es ja noch schlechter rausgehen?
        Liebe Grüße,
        Cindy

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