Frage von Windelwissen-Lesern und -Kunden:

Muss ich beim Stoffwindeln waschen Enthärter benutzen?

Die Antwort von Windelwissen:

Nein, das musst du gar nicht.

Wie funktioniert Enthärter?

Im Wasser befinden sich Magenesium- und Calciumionen. Wenn es sehr viele sind, dann nennt man das Wasser „mittel“ oder „hart“. Wenn diese Ionen im Wasser frei herumschwimmen, dann verbinden sie sich gerne mit Tensiden und Seife. Seife bildet zusammen mit dem harten Wasser sogenannte „Kalkseife“, die nicht mehr aktiv waschen kann und ziemlich schwer löslich ist, wenn sie einmal irgendwo haftet.

Wenn das Wasser sehr hart ist, dann sind die Tenside und/oder die Seife die ganze Zeit nur mit dem harten Wasser beschäftigt und können gar nicht waschen.

Deswegen enhält Waschmittel immer auch „Enthärter“. Diese Enthärter fangen die Magnesium- und Calciumionen ein, was man „komplexieren“ nennt. Die Tenside und die Seife können also waschen und werden nicht von Magenesium- und Calcium-Ionen gestört.

Wenn ja, wie viel Enthärter?

Alle Waschmittel, die du kaufen kannst, enthalten schon Enthärter.

  • Wenn du mittlere oder hartes Wasser hast, kannst du entweder das Waschmittel höher dosieren, da dadurch auch mehr Enthärter in die Waschmaschine kommt. Der Nachteil ist, dass dann auch Tenside, Enzyme und alle anderen Stoffe höher dosiert werden, obwohl das eigentlich gar nicht nötig wäre.
  • Eine andere Möglichkeit ist, dass du zusätzlichen Enthärter in die Waschmaschine gibst und dein Waschmittel  für weiches Wasser dosieren kannst. So verbrauchst du nicht unnötig Tenside und andere Inhaltsstoffe.
  • Manche Waschmittel sind auch schon fertig für deine Wasserhärte dosiert. Es gibt sie also für weiches, mittleres und hartes Wasser zu kaufen. (z.B. das Passt! Waschmittel der Waschkampagne)
  • Bei Flüssigwaschmittel musst du in der Regel keinen zusätzlichen Enthärter benutzen.
  • Achtung: Wenn du bei Produkten, die eine PU-Beschichtung haben, viel Enthärterpulver dazugibst (Ich habe auch schon die grausame Sache gelesen, dass Eltern dieses in das Weichspülerfach gegeben haben!), dann kann das Pulver die Beschichtung der Überhosen, Stoffwindeln und Wetbags zerkratzen.

Enthärter macht deine Wäsche härter

Mythos:

Enthärter macht deine Wäsche und Stoffwindeln weicher.

Es gibt drei bekannte Enthärter: Zeolith, Polycarboxylate und Citrate.

Zeolith ist der am meisten verwendete Enthärter. Du kannst ihn dir wie so einen O-Ball aus dem Babyladen vorstellen: Es ist ein Gerüst und in der Mitte findet ein Ionen-Platz. Zeolith ist ein Mineral. Es kann von den Kläranlagen ziemlich einfach herausgefiltert werden, ist umwelttechnisch gesehen also nicht gefährlich. Trotzdem ist und bleibt es ein Mineral. Zeolith macht zwar das Wasser weich (keine nervigen Ionen), aber nicht deine Windeln und Kleidung.

Das einzige was Zeolith kann, ist, die freien Ionen einzufangen und auszutauschen. Es lässt die Ionen aber nicht verschwinden. Und es hat keine Fähigkeiten dazu, Wäsche weicher zu machen.

  • Spülgang macht Wäsche härter: Nach dem Hauptwaschgang, während dem Tenside, Enthärter und Sauerstoffbleiche ihre Arbeit leisten, gibt es einen Spülgang, der noch einmal eine große Wasserladungen verwenden, die nicht enthärtet wurde. Bitte geben dort auf keinen Fall Enthärterpulver dazu.
  • Weiches Wasser: Wenn du weiches Wasser hast, solltest du auf keinen Fall zusätzlichen Enthärter verwenden. Wenn du mittleres und hartes Wasser hast, solltest du dich unbedingt an die Dosierempfehlungen halten.

Was der Unterschied zwischen Enthärter/Anti-Kalk und Entkalker/Öko-Weichspüler ist,  kannst du hier lesen.

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