Wegwerfwindel Müll? Aber Wegwerfwindeln werden doch sowieso verbrannt?

Ein großer Teil unseres Plastikmülls wird verbrannt. Übrig bleiben teils hochgiftige Filterstäube, die in Salzbergwerken zum Auffüllen von Abbauhohlräumen eingesetzt werden.

Schaue dir das Video “Plastik für die Ewigkeit” von SpiegelTV an, wenn du mehr über das Müllproblem erfahren möchtest:

Fazit: Müllverbrennung ist keine Lösung, denn es bleiben giftige Reste zurück. Wirklich etwas erreichen können wir nur gemeinsam. Und zwar mit Müllreduzierung und Müllvermeidung! 🙂

Mehr über die Vor- und Nachteile von Stoffwindeln kannst du in diesem Blogartikel erfahren.

Das Problem mit dem Wegwerfwindelmüll

Julia:
Hier eine kleine Anekdote, die mir eine Windelwissen-Leserin erzählt hat:

  • Ihr Mann und sie haben im Jahr 2017 ganze vier Mal die Restmülltonne vor das Haus stellen müssen. Ich weiß nicht, wo sie genau wohnen, aber in Karlsruhe wären das 24,07 €. Jap, da wir auch noch Wertstoff, Papier und Bio-Müll haben und diese kostenlos sind, soll durch den hohen Preis das Recycling angekurbelt werden. Eine Grundgebühr fällt nicht an. 
    Das sind dann also
    4 * 24,07 € = 96,28 € pro Jahr 
    96,28 € / 12 Monate = 8,02 € pro Monat
  • 2018 haben sie zwei Pflegekinder aufgenommen und eines davon trägt noch Windeln. Sie mussten ab diesem Zeitpunkt alle zwei Wochen die Restmülltonne leeren lassen.
    26 * 24,07 € = 625,82 € pro Jahr
    625,82 € / 12 Monate = 52,15 € pro Monat
  • Hui! Die Anzahl der Menschen hat sich also verdoppelt, aber die Menge des Mülls ist mit einem Windelträger 6 Mal so groß! Der finanzielle Unterschied beträgt 44 € im Monat. (Für 44 € kann man ganz viele Unterhosen kaufen und Waschmaschinenladungen bezahlen.)
  • Nun sind sie nachmittags nach dem Kiga auf normale Wäsche umgestiegen, die nass werden kann und gewaschen wird. So können sie ein bis zwei Kilogramm Müll am Tag sparen.

Meine Mitarbeiterin Jessica (beide Kinder trocken mit Stoffwindeln und Teilzeit-Windelfrei) wohnt in einem anderen Landkreis, der keine Biotonne hat. Bei ihr ist der Restmüll günstiger.

  • Jessica zahlt 172,20 € Grundgebühr und die Tonne wird 16 Mal im Jahr geleert, das sind 3*90 € * 16 = 62,40 € und insgesamt 234,60 € pro Jahr.
  • Ihre Bekannte hat zwei Wickelkinder (WWW) und die Tonne wird jedes Mal geleert (größere Tonne) was 26 * 6,40 € = 166,40 € + höhere Grundgebühr = 510,80 € pro Jahr beträgt.
  • Die Differenz zwischen zwei Wegwerfwindelkindern und zwei Unterhosenkindern beträgt 267,20€, was 22,27€ pro Monat sind. Ziemlich viel Geld nur für Windeln.



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