Vom Windelfrei-Abhaltestreik zum Trocken werden in der Kita

Windelfrei-Abhaltestreik Trocken werden
Mein Name ist Bianca, ich bin Mutter eines 2-jährigen Sohnes und auch ich möchte gerne meine Erfahrungen teilen, die ich dank Julias E-Books zum Thema Windeln weglassen gemacht habe.

Unser Windelfrei-Weg und der Abhaltestreik

Schon in der Schwangerschaft habe ich mich mit Verschiedenen Konzepten des Baby/Kind umsorgen und erziehen beschäftigt. Und als unser Sohn dann während der Dreimonatskoliken mit 8 Wochen einen furchtbar Wunden Po bekommen hat habe ich angefangen ihn teilweise abzuhalten. Schon vorher war für mich immer selbstverständlich ihn häufig zu wickeln aber mit der kaputten Haut wollte ich viel viel Luft dran lassen.

Und siehe da- die Haut wurde schnell besser und die Luft aus dem kleinen Bauch konnte viel leichter entweichen.

Mit ca. 6 Monaten fand er das Abhalten jedoch zunehmend unangenehm, entdeckte zunehmend den Vorwärtsgang und von da an war Windeln wieder Vollzeitsache.

Das Töpfchen habe ich ins Bad gestellt als er 9 Monate alt war und habe ihn wenn er wollte – und wenn ich dachte er müsste – drauf gesetzt. Mal mit was drin und mal ohne.

Ein regnerischer Sommer und meine Pläne ihn „einfach mal so nackig laufen zu lassen“ waren halbherzig und selten. „Mal sehen was passiert“ hat noch niemanden wirklich was gebracht.

Aber ohne Leitfaden oder klare Ansage – wie hätte ich wissen sollen wie lange Untenohne lang genug ist?

Das Trockenwerden

Dann fand ich Julia Seite, den Newsletter und das E-Book zum Trockenwerden. Ich hatte schon gemerkt dass mein nun bereits 25 Monate alter Sohn beim Spielen mittendrin kurz innehielt oder sich so komisch „schauderte“ und konnte mir langsam einen Reim drauf machen, dass er bewusster Wasser lässt.

Dann beschloss ich es in meinem Urlaub anzugehen. Ian geht in die Kita seit er ein Jahr ist – und ich behielt ihn dann 1 1/2 Wochen zuhause. Rollte alle Teppiche zusammen, wusch alle Wäsche und legte los. Ich habe ihm erklärt, was nun los sein würde und dass wir das zusammen schon lernen werden. Zum Schlafen könne er weiter die Windel tragen.

Die ersten zwei Tage blieb das Töpfchen trocken und der Boden nass. Ich hatte die Fußbodenheizung an und zig Handtücher rausgelegt. Ich habe ihn jedes Mal aufmerksam gemacht, wenn er Pipi gemacht hat und ihn danach aufs Töpfchen gesetzt. Am Abend des zweiten Tages kam schon ein „Oh Pipi“ und der Gang danach zum Topf.

Schon am dritten Tag geschah eine Art „umfühlen“: Er spürte wenn das Pipi-Gefühl (verrückte Mama Eigeninterpretation) kam und sah sich nach dem Topf um oder rannte hin. Und es ging nur noch 2 mal was daneben.

Stuhlgang quälte ihn nun sehr – die Tage davor war auch der auf den Boden gegangen. Das Angebot einer Windel für den Stuhl nahm er dankend an, doch danach kam gleich: „Mama Windel weg“.

Das Selbstvertrauen wächst

Danach wuchs unser Selbstvertrauen und wir sind – wie empfohlen ohne Schlüppi – nur mit Jogginghose raus. 30 Minuten und nachmittags nochmal 45. Und die Hose war trocken.

Auch drinnen war Ian nun nicht mehr ständig unten ohne sondern mit Jogginghose und sehr zufrieden.

Ich war von Tag 1 an der Meinung – auch dank dir – dass ein bis zwei nasse Hosen in dem Alter nicht bedeuten, dass er es nicht kann. Dass er ab Tag 4 jedoch bereits Tage ohne nasse Hosen hatte, hat mich sehr positiv überrascht und mich in dem Vertrauen auf den Prozess bestätigt.

Für mich stellte sich nun jedoch die Frage nach der Unterwäsche. Ich wollte ihn nicht in der Kita der Schmach aussetzen, dass die Hose rutscht und er nackig da steht. Also bekam er ab Tag 6 Unterhosen an und trug sie mit Stolz. Und die Pannen mehrten sich dadurch nicht.

Dein Statement „Das passiert uns ja sonst nicht!“ hat mich beim Rewe in der Gemüseabteilung entspannt Lächeln lassen. Und auch das freundliche Verständnis des Personals auf diese Aussage hat dafür gesorgt, dass das kein Drama war. Neuer Schlüppi, neue Hose und weiter geht’s.

Ohne Windeln im Kindergarten und weitere Schritte

Inzwischen geht er seit 3 Wochen wieder in die Kita und ich bekomme null oder einen nassen Beutel mit nach Hause.

Ich habe den Erzieherinnen am Freitag bevor er zurück in die Kita ist Bescheid gesagt dass er nun keine Windel mehr hat, seine ungefähren Abstände und Anzeichen genannt.  Ich bin ein sehr diplomatischer Mensch und formuliere alles immer auch sehr im Entgegenkommen meinem Gegenüber.
In diesem Fall habe ich darauf geachtet, dass ich den Erzieherinnen voller Wertschätzung folgende Dinge gesagt habe:

  • Ich weiß ja, ihr kennt die Zeichen der Kinder, wenn sie mal müssen. Bei Ian sind es besonders das Innehalten und Schütteln.
  • Es stört mich nicht, nasse Kleidung mitzunehmen. In der Gruppe und beim Spielen ist die Situation ja doch anders.
  • Im Gegenzug stelle ich natürich immer genügend Kleidung bereit. (Dafür haben wir auf dem Flohmarkt ganz günstig Kleidung gekauft. Es sind immer 5 (!) Garnituren in seiner Kiste.)

Unsere Kinder gehen zwei mal die Woche auf einen Ausflug, gerade jetzt wo es kälter ist und die Kinder viel an haben kann es schwer werden mit Pipi draußen. Hier war also mein Zugeständnis dass er dazu vorher Pipi geht und eine Sicherheitswindel tragen darf. Meist hält er durch aber sie sind genug damit beschäftigt die kleinen draußen kam Auge zu behalten .

Wenn ich Ian morgens in de Kita bringe gehe ich mit ihm nochmal auf die Toilette bevor ich ihn abgebe. Für mich ist es kein Aufwand und es nimmt Druck raus.

Wichtig ist überzeugt zu sein aber auch den Erziehern wie dem Kind die Zeit zu geben sich daran zu gewöhnen.

[Update] Wir machen das jetzt 6 Wochen, 5 davon in der Kita und die nassen Hosen werden seltener. Inzwischen sagt er sogar: „Oh Pipi schnell!“. Er hält dann an bis er auf dem Töppi ist.

Mein Fazit und meine Tipps

Für mich ist mein 26 Monate alter Sohn Tags trocken. Auch aus Erziehersicht.

Auch öffentliche Toiletten sind kein Problem mehr. (Die erste Zeit hatte ich den Einsatz von unserem Topf dabei oder er hat bis zu 2 Stunden angehalten.) Und sogar der Stuhlgang landet öfter mal in Topf und nicht in der Schlafwindel.

Alles in allem kann ich nur Danke sagen, dass du Julia mir diesen wunderbaren Leitfaden zur Verfügung gestellt hast.

An alle Eltern kann ich nur weitergeben:

  • Nehmt euch die Zeit, steht dahinter und seid gelassen.
  • Es ist ein Lernprozess wie Essen, Laufen , Schlafen und am Ende ist es nur ein bisschen Pipi auf dem Boden aber ein stolzer Schritt für die kleinen wenn sie das schon (fast) alleine können!

Liebe Grüße von
Bianca mit Ian (anonymer Minion-Boxershorts-Fan)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.