Umwelt schonen: Stoffwindeln vs Wegwerfwindeln

Sind Stoffwindeln besser oder schlechter als Wegwerfwindeln?

Mit welcher der beiden verbrauchst du mehr Energie und Ressourcen? Was ist besser für die Umwelt?

Kannst du mit Stoffwindeln Geld sparen?

Wie sieht’s mit dem Wasser aus?

Viele Mamas, die überlegen auf Stoffwindeln umzusteigen sind die Antworten intuitiv klar. Verwandte und Freunde möchten es aber meist noch genauer wissen 😉 😛

Energie und Ressourcen

Wie viel Energie und Ressourcen du mit Stoffwindeln sparst, hängt maßgeblich von Deinem Waschverhalten ab. In diesem Video erkläre ich dir den Umwelt- und Ressourcenvergleich von Stoffwindeln und Wegwerfwindeln:

1. Stoffwindeln sparen Energie im Vergleich zu Wegwerfwindeln

Wie viel Energie und Ressourcen du mit Stoffwindeln sparst, hängt vor allem von Deinem Waschverhalten ab. 2004 wurde in Großbritannien eine interessante Studie mit dem Namen „Eine aktualisierte Ökobilanzstudie für Einweg- und Mehrwegwindeln“ (englisch: “An updated lifecycle assessment study for disposable and reusable nappies”) veröffentlicht. Sie kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Eine durchschnittliche Wegwerfwindel (2016) würde über 2,5 Jahre benutzt, einen Treibhauseffekt von 550 kg Kohlenstoffdioxid-Äquivalent aufweisen. (Kinder, die schon eher trocken werden rausgerechnet, bzw. eine Zahl von 4 Wegwerfwindeln pro Tag wurde angenommen).
  • Wiederverwendbare Windeln mit einem durchschnittlichen Wasch- und Trockenverhalten hätten einen Treibhauseffekt von 570 kg Kohlenstoffdioxid-Äquivalent, wenn sie regelmäßig bei hohen Temperaturen gewaschen und oft im Trockner getrocknet wurden. Gleichzeitig zeigte die Studie, welchen großen Effekt es hatte, auf welche Art und Weise die Windeln gewaschen und getrocknet werden.
Treibhauspotential
Basis Wegwerfwindel 550 kg
Basis Stoffwindel (Durchschnittliches Waschen und Trocken)  568,9 kg
Hohe Effizienz (moderne Waschmaschine) -9%
Hohe Beladungs-Effizienz -16%
Hohe Temperatur (90°C) 31%
 100% Wäschetrockner 43%
 100% Trocknen an der Luft -16%
100% Benutzung beim 2. Kind -6%
Kombiniert (Widerverwendung, voll beladen, an der Luft trocknen) -40%
Kombiniert (hohe Temperatur, 100% Wäschetrockner) 75%

Wenn du immer bei hohen Temperaturen wäschst (90°C) und immer den Wäschetrockner benutzt, hast du einen um 75% höheren Energieverbrauch als mit Wegwerfwindeln. Erschreckend.

Stoffwindeln sind nicht prinzipiell umweltschonender als Wegwerfwindeln. Doch bei Stoffwindeln kannst du, anders als bei Wegwerfwindeln, gezielt beeinflussen, wie viel Energie und Ressourcen du sparst. Ihre Ökobilanz wird besser:

  1. Indem du Deine Stoffwindeln so oft wie es geht, auf dem Wäscheständer oder der Leine trocknest und indem du also Deine Stoffwindeln so selten wie möglich in den Trockner wirfst. Bei 100 % Lufttrocknung sparst du 19 %.
  2. Indem du nicht (oder sehr selten) über 60 °C wäschst. Bei 90 °C verbraucht du 31 % mehr Energie.
  3. Indem du Deine Waschmaschine nicht total leer lässt, sondern sie gut belädst. Mit einer hohen Beladungseffizienz sparst du 16 %.
  4. Indem du Deine Stoffwindeln bei Deinem 2. oder 3. Kind benutzt oder weiterverkaufst. So sparst du 6 % Energie.
  5. Indem du eine moderne, effiziente Waschmaschine kaufst, wenn Deine alte irgendwann kaputt gehen sollte. Das spart noch einmal 9 % Energie.

Mit 40 bis 60 °C, Lufttrocknung und Weiterverwendung der Stoffwindeln sparst du 40% Energie im Vergleich zu Einmalwindeln. Gemeinsam mit einer modernen Waschmaschine, einer hohen Beladungseffizienz und Öko-Waschmittel könntest du gegenüber Wegwerfwindeln über die Hälfte an Energie sparen.

Dieses Waschverhalten schont außerdem nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Stoffwindeln, sodass du sie länger benutzen kannst.

Diese 40% entsprechen 200kg Kohlenstoffdioxid-Equivalent über 2,5 Jahren. Oder etwa 1000 km mit dem Auto fahren. Du könntest jetzt sagen: “Hach, 1000 km sind doch gar nichts.” Für mich drückt das nur aus, dass Autofahren ziemlich viel Dreck macht und ich weite Strecken mit Auto und Flugzeug lieber vermeide. Bei Bedarf nehme ich einen Fernbus oder den ICE 😉

2. Mit Stoffwindeln Ressourcen und Müll sparen

Eine durchschnittliche unbenutzte Wegwerfwindel wiegt etwa 38,6 g. 5 Mal am Tag. 7 Tage die Woche. 365 Tage im Jahr. 2 bis 4 Jahre lang. Das sind etwa 176 kg Windeln in 2,5 Jahren.

Für die Herstellungen dieser 176 kg Wegwerfwindeln werden etwa 43 kg Kohle, 107 kg Erdöl, 86 Kubikmeter Erdgas, 474 kg fossiles Kohlenstoffdioxid und noch mehre Kilogramm weiterer Stoffe (Methan, SOX, NOx, N20) benötigt (Quelle: Studie von oben).

Und dabei bleibt es ja nicht: Das Kind macht jeden Tag fleißig Pipi und das große Geschäft, die in der Windel verbleiben. Das sind ein bis zwei Kilogramm am Tag. So kommst du mit Wegwerfwindeln auf eine Müllmenge von über einer Tonne pro Kind.

Für die Herstellung und das Waschen der Stoffwindeln werden 156 kg Kohle, 28 kg Erdöl, 76 Kubikmeter Erdgas, 515 kg fossiles Kohlenstoffdioxid und noch mehre Kilogramm weiterer Stoffe (Methan, SOX, NOx, N20) benötigt, wenn du häufig hohe Temperaturen und den Trockner verwendest.

Wenn du nicht über 60 °C wäschst, selten den Trockner nutzt und die Windeln beim zweiten Kind verwendest, werden deutlich weniger Ressourcen verbraucht. Und zwar nur 87 kg Kohle, 22 kg Erdöl, 45 Kubikmeter Erdgas und 308 kg fossiles Kohlendioxid.

Stoffwindeln Wegwerfwindeln
87 kg Kohle 43 kg Kohle
22 kg Erdöl 107 kg Erdöl
45 Kubikmeter Erdgas 86 Kubikmeter Erdgas
308 kg fossiles Kohlenstoffdioxid 474 kg fossiles Kohlendioxid

Außer ein bisschen Windelvlies und Kacka wird mit Stoffwindeln nicht viel Müll entstehen. Deine Restmülltonne und die Müllmänner werden durch Stoffwindeln auf jeden Fall entlastet.

Kritik an der Studie

Gleich am Anfang ist mir aufgefallen, dass mit ziemlich wenigen Wegwerfwindeln und doch ziemlich vielen Stoffwindeln gerechnet wird.

Age of child  Children wearing
nappies (%)
Children not
wearing nappies (%)
up to 6 months 100.0% 0.0%
6 to 12 months 95.7% 4.3%
12 to 18 months 82.8% 17.2%
18 to 24 months 45.6% 54.4%
24 to 30 months 17.6% 82.4%
30 to 36 months 4.8% 95.2%
36 to 42 months 1.8% 98.2%
42 to 48 months 0.4% 99.6%
48 to 54 months 0.1% 99.9%
54 to 60 months 0.1% 99.9%
60 to 66 months 0.1% 99.9%

Wow, fast 1 von 20 Kindern von Eltern, die auf der Straße angetroffen wurden, wird zwischen 6 und 12 Monaten trocken/ohne Windel. Zwischen 18 und 24 Monaten sind schon mehr als die Hälfte der Kinder ohne Windel. Das ist zwar aus Windelfrei- und PottyTraining-Sicht begrüßenswert, hat aber mit der gelebten Realität nichts zu tun! Also zumindest ich kenne sehr viele Kleinkinder und die tragen mit drei Jahren eigentlich noch alle Windeln.

Aha, im Kleingerucken steht dann: “Obwohl die Kinder noch Training-Pants und/oder Nachtwindeln benutzen könnten, ist die Benutzung dieser Produkte außerhalb der Reichweite dieser Studie.” 😀

Na ganz klasse. Sobald die Eltern also auf Pull-Ups umsteigen, werden die Kinder nicht mehr als Windelkinder gezählt. Super. Ich kenne in meiner Krabbelgruppe viele Eltern, die als die Kinder stehen konnten, auf Pull-Up-Pants umgestiegen sind. Aha, Pull-Up-Kinder sind also “trocken”.

In den ersten Lebensmonaten werden bei Wegwerfwindeln mit 7 Windeln am Tag gerechnet, mit 2,5 Jahren mit 5 Windeln. Da die Kinder so zeitig trocken werden, wird mit 4,16 Windeln pro Tag und Kind gerechnet. Bei Stoffwindeln wird mit 8 Windeln am Tag in den ersten Monaten und 6 mit 2,5 Jahren, was einen Durchschnitt von 6,1 Windeln macht, wenn man die Kinder ohne Windeln herausrechnet.

Müll? Aber Wegwerfwindeln werden doch verbrannt

Einer großer Teil unseres Plastikmülls wird verbrannt. Übrig bleiben teils hochgiftige Filterstäube, die in Salzbergwerken zum Auffüllen von Abbauhohlräumen eingesetzt werden. Eine Spurensuche rund 800 Meter unter der Erde.

Schaue dir das Video “Plastik für die Ewigkeit: Das ist hier die Endstation für den Müll” von SpiegelTV an, wenn du mehr über das Müllproblem erfahren möchtest:

Fazit: Müllverbrennung ist keine Lösung, denn es bleiben giftige Reste zurück. Wirklich etwas erreichen können wir nur gemeinsam. Und zwar mit Müllreduzierung und Müllvermeidung! 🙂

3. Wasserverbrauch von Stoffwindeln

Eine 5 Jahre alte Waschmaschine verbraucht im Durchschnitt etwa 66 Liter Wasser (Quelle). Aber da kann ich 12 Stoffwindeln plus Handtücher oder 30-40 Stoffwindeln (alleine) reinstopfen. Pro Woche bräuchte man etwa eine Waschmaschine für die gesamten Stoffwindeln. Das sind etwa 3 Liter Wasser pro Stoffwindel.

Je älter die Waschmaschine oder je weniger beladen die Waschmaschine, desto mehr Wasser wird verbraucht:

  • 66 Liter * 52 Wochen * 2,5 Jahre = 8.580 Liter fürs Waschen in 2,5 Jahren mit einer 5 Jahre alten Waschmaschine oder
  • 134 Liter * 52 Wochen * 2,5 Jahre = 17.420 Liter fürs Waschen in 2,5 Jahren mit einer 20 Jahre alten Waschmaschine

Die Studie “An updated lifecycle assessment study for disposable and reusable nappies”, die 15 Höschenwindeln Größe 1 und 15 Höschenwindeln Größe 2 verwendet, kommt zu folgendem Ergebnis:

  • 36 126 Liter werden fürs Waschen, 12 853 Liter werden fürs Spülen und 1576 Liter Wasser werden fürs Trocknen in 2,5 Jahren Stoffwindelbenutzung benötigt. Das ergibt laut der Studie 53.000 Liter direkt benötigtes Wasser.
  • 41.000 Liter Wasser werden für die Herstellung der Stoffwindeln benötigt.
  • Und 121.000 Liter Wasser, das für die Stromerzeugung genutzt wird.

Wegwerfwindeln für 2,5 Jahre:

  • 48 Liter Direktwasser
  • 141.000 Gesamtwasser

Die Studie sagt:

If all children in nappies were to use shaped nappies, this would equate to approximately 40 million m3 of direct water demand per year. Putting this in the context of total water usage, in 1997/98 3.2 billion m3 of water was used by households through the public water supply network (ONS, 2004). If all children therefore used reusable nappies, it would add one per cent to direct household water consumption.

Falls alle Kinder in Windeln waschbare Höschenwindeln benutzung müssten, würde das zu einem geschätzten Wasserverbrauch von 40 Millionen Kubikmetern direktem Wasser pro Jahr führen. Wenn man das in Vergleich zum Gesamtwasserverbrauch setzt, der 1997/98 3,2 Millionen Kubikmeter von Haushalten durch die öffentliche Wasserversorgungsnetzwerke verbrauchten Wassers setzt, würde sich der direkte Wasserverbrauch des Landes um 1% Erhöhen.

1% – Das ist nichts. Diese 53.000 Liter direkt benötigtes Wasser und 41.000 Liter zur Herstellung der Windeln musst du einmal in Relation setzen:

  • Ein T-Shirt benötigt für die Herstellung 2700 Liter virtuelles Wasser. Je nachdem wo die Baumwolle herkommt und wo das T-Shirt verarbeitet wird, kann der Verbrauch auf bis zu 15.000 Liter ansteigen.
  • Eine Tasse Kaffee benötigt in der Herstellung 140 Liter Wasser, ein Liter Milch 1000 Liter Wasser und ein Ei 200 Liter Wasser.
  • Ein etwa 250 Gramm großes Schweineschnitzel verbraucht 1200 Liter Wasser.
  • Für ein Kilo Kakaobohnen werden ganze 27.000 Liter Wasser benötigt.
  • Wer einen Neuwagen besitzt, hat für die Anschaffung bis zu 400.000 Liter virtuelles Wasser verbraucht.

Spannende Artikel zu diesem Thema hier.

Fazit

Je nach dem welche Stoffwindeln du kaufst und wie du sie benutzt und wäschst, kannst du

  • dreckige Bodys
  • Energie
  • Ressourcen und
  • Geld

sparen in Vergleich zu Wegwerfwindeln. Ist das nicht schön zu hören? Was hält dich noch zurück? 🙂

5 Minuten: Bodyverlängerung nähen

Eine Bodyverlängerung aus alten Bodys zu nähen ist ganz einfach! Du kannst per Hand oder mit einer Nähemaschine nähen. Lade dir hier die kurze Anleitung herunter.

13 Kommentare zu „Umwelt schonen: Stoffwindeln vs Wegwerfwindeln“

  1. Super detaillierte Rechnung! Genau sowas habe ich gesucht. Vielen Dank dafür!

    Nun habe ich noch eine ganz andere Frage. Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass in manchen Städten Stoffis sogar finanziell gefördert werden. Stimmt das? Wo müsste ich denn anrufen um darüber eine Info zu bekommen?

    1. Hallo Stephanie,

      Das macht jede Gemeinde unterschiedlich. Beim Bürgerbüro nachfragen ist natürlich so eine Sache, je nachdem wen man erschwischt, haben die vielleicht noch nie was davon gehört. Die Abfallwirtschaft ist da auch manchmal zuständig, da würde ich es zuerst versuchen 🙂

      Viel Erfolg und gerne kannst du das Ergebnis hier mit uns teilen!

      Liebe Grüße
      Jessica

  2. Hallo Julia,

    wirklich sehr schöne Zusammenfassung! Der Artikel bringt sehr schön zusammen, was für Stoffwindeln spricht. Da steckt viel Mühe drin und sie hat sich gelohnt.
    Wirklich, vielen Dank!

    Robert

  3. Kathrin von der Beck

    Gibt es irgendwo etwas zu dem Thema Entsorgung von WWWs in Deutschland? Ich hab letztens einen Artikel datu aus den USA gelesen. Dabei ging es eben viel darum das diese auf den Müllhalden ja Jahrhunderte lang nicht verrotten und Giftatoffe ausschwemmen. Ich vermute mal das das Thema in Deutschland nicht so relevant ist, da Restmüll ja oft verbrannt wird. Weißt du da was dazu?

  4. Sehr nette Gegenüberstellung. Vielen Dank dafür 🙂 Ich habe mir auch mal die finanzielle Seite der Stoffis betrachtet und im Selbsttest bei meinem Sohn gerechnet sowie gemessen. Das erste Zwischenfazit findet ihr hier: http://jackos-blog.de/stoffwin.....ld-sparen/

    Die Investition wieder raus zu bekommen wird eng aber die Kostenfrage ist ja eigentlich nebensächlich beim Einsatz der Stoffis 😉

    1. @Jacko: Danke für die Beispielrechnung, bei der mal im Detail die Wasser-und Stromkosten mit dabei sind! Ich habe mir auch eine Excel-Liste angelegt mit der Kostenrechnung für unsere Windeln und bei uns lohnt es sich finanziell (ohne Berücksichtigung der Waschkosten) nach 70 Wochen oder so 😉 Wenn man die Windeln danach für ein zweites Kind verwendet oder wieder verkauft natürlich noch viel früher,…

      1. @Doro: Danke 🙂 Ja ein zweites Kind und schon sieht die Rechnung viel besser aus 😉 Aber was mich besonders überrascht hat, sind die von dir angesprochenen Wiederverkaufswerte. Bei “Designerstücken” wie den Limited Editions von Pop-In (bzw. Close) wird teilweise für Gebrauchte genausoviel bezahlt wie für neue Stoffis. Da ist mir fast die Kinnlade runter gefallen, als ich das gesehen habe 🙂

    2. Hallo Jacko,

      wow, voll coole Rechnung.

      Ein bisschen muss ich meckern: Warum wascht ihr zwei Mal hintereinander bzw. 2x Waschmittel? Einmal reicht doch. Da muss ich mal die Öko-Polizei vorbeischicken, echt 😛 😀

      Jap, Prefolds, Wollüberhosen und Bamboozle sind ziemlich teuer. Würde auch super ohne funktionieren. Also PUL-Überhosen und Mullwindeln sind nicht nur günstiger, sondern auch sehr praktisch. Siehe hier und hier. 🙂

      Artikel über günstige, aber super praktische Stoffwindeln, ist geplant.

      Wenn du Lust hast, kannst du gerne mal einen Gastartikel schreiben, wenn du deinen Blog bekannter machen möchtest 😉

      Bis dahin und liebe Grüße,
      Julia

      1. Hallo Julia,

        verzeihe die megalange Antwortzeit aber leider habe ich keine E-Mail bekommen, dass du einen neuen Kommentar geschrieben hattest. Für den von Kathrin habe ich jetzt eine Mail erhalten, sodass ich mal reingeschaut habe und deinen Kommentar entdeckte 😉

        Sicher PUL-Überhosen und Mullis sind preiswerter aber halten aus meiner Sicht nicht alles dort wo es hingehört 🙂 Zudem sind wir mit den Bamboozles, wie in dem Artikel beschrieben, Katja von kakaoschnuten.de gefolgt, die uns diese geschenkt sowie empfohlen hat.

        Das mit dem Gastartikel finde ich eine tolle Idee, du kannst mich ja mal Mail anschreiben bezüglich des Themas 🙂

        Liebe Grüße

        Jacko

  5. Nadine Dauer

    Klar, prägnant und auf den Punkt, das liebe ich an deinen Beiträgen. Letzte Woche Babymassage, alle Babys in www, meins in süßen stoffies . Danach bin ich schnell mal mit nacktem kleinling aufs klosett , prompt wurde ich bei Rückkehr komisch beäugt. Die ist irgendwie anders….
    Ach bin ich froh, nur schade das die anderen Muttis nicht offener bei dem Thema sind.
    Aber ich bin schon stolz daß sich so viele Frauen das stillen wieder genommen haben und das viele Babys getragen werden. Das lässt hoffen auf Offenheit für stoffwindeln und EC.
    Deine Tipps haben mir übrigens schon 4 entspannte Monate beschert, nie stinkewindeln und qualitativ gute stoffies.
    Danke dafür und liebe grüße aus Plauen

    1. Hallo,

      oh aus Plauen, wie cool. Vllt komm ich im August mal wieder kurz ins Vogtland 🙂

      Mh, ich glaube im Osten der Republik spukt noch das Gespenkst der “anstrengenden” Stoffwindeln und des “bösen” Töpfchentrainings.

      Kommt Zeit, kommt Wissen. Ich habe mir schon lange vorgenommen mal Flyer zu gestalten, die könnte man dann bei Krabbelgruppen und co. verteilen. Muss ich mal machen 😉

      LG aus Sofia,
      Julia

  6. Hallo Julia,
    Danke für diese sehr ausführlich Recherche. Für mich war bzw. ist auch die Weiterverwendung beim zweiten Kind bzw der Verkauf ein wichtiger Punkt in der Kostenrechnung. Es gilt allerdings zu bedenken, dass die modernen Stoffwindeln nach 2 Jahren Gebrauch (oder schon eher) einfach nicht mehr so toll sind. Die Gummis sind ausgeleiert, die Kletterverschlüsse verschlissen oder die Druckknöpfe halten nicht mehr bzw. sind ausgerissen. Ja, man kann das alles reparieren. Aber es ist eine Mega-Fummelarbeit bei 20 Windeln die Beingummis zu erneuern. Damit sinkt dann auch gleichzeitig der Wiederverkaufswert, weil ja dran rumgeschnippelt wurde. Selbstgenähte Stoffwindeln können auch nur für wenig Geld weiter gegeben werden, weil ja niemand weiß was er da kriegt. Obwohl die auch mal locker 10-15€ Materialwert haben.
    Weiterhin finde ich, dass es besonders in den ersten 6 Monaten stark variiert welches Windelsystem das beste ist. Die Ausscheidungsvorgänge ändern sich ja nun mal. Von täglich 5 x Muttermilchstuhl über nur 1 x Woche Muttermilchstuhl bis hin zu einmal täglich eine große Stinkladung nicht-fester-Kleinkindstuhl. Da probiert sich dann jeder so ein bißchen aus. Man kauft am Ende dann also mehr als nur 25 Windeln. Dann hier noch eine Überhose und da eine Einlage, Nässeschutzeinlage, Nachtwindel,…usw.
    Dann ist zu Beginn der Windelzeit nicht für alle geklärt, ob die potentielle spätere Betreuungseinrichtung die Nummer mit den Stoffwindeln mitmacht.

    Das waren jetzt nur mal meine Gedanken zu diesem Thema.
    Finde deine Seite echt toll und du findest tatsächlich immer wieder neue Themen, über die es sich zu schreiben lohnt!
    Großes Dankeschön

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