Töpfchentraining war schöner und einfacher als gedacht – Erfahrungsbericht Tanja

Töpfchentraining Tanja Luckybum

Tanja fand die Idee Windelfrei zu machen und ihr Baby abzuhalten schon in der Schwangerschaft spannend. Doch so richtig angefangen damit hat sie erst, als ihr Sohn 5 Monate alt war und sie gleichzeitig zu Stoffwindeln gewechselt sind.

Kacka ist seitdem in 9 von 10 Fällen im Töpfchen gelandet, Pipi war kein so wichtiges Thema.

Als sie hier im Windelwissen-Blog etwas über liebevolles Töpfchentraining las, war der sie fasziniert von der Idee, komplett von den Windeln loszukommen. (“Windelfrei” ist nicht notwendig, um von den Windeln wegzukommen.)

Einige Monate später hat sie selbst Töpfchentraining mit ihrem 22 Monate alten Sohn gemacht und die Windeln tagsüber komplett weggelassen haben – Zuhause, unterwegs und im Einkaufszentrum.

Sie war so lieb und hat einen ausführlichen Erfahrungsbericht darüber geschrieben.

… der vielleicht wiederum dich inspririert die Windeln wegzulassen? 😉

1. Die Vorgeschichte

Hast du Windelfrei oder eine Form davon gemacht, bevor ihr die Windel wirklich Tschüss! gesagt habt?

Ja, glücklicherweise bin ich bei meinen Recherchen über das Stoffwickeln auch über das Thema Windelfrei/EC gestolpert und habe mich ganz fasziniert eingelesen.

Dazu hatte ich mir schon kurz nach der Geburt das Buch „Es geht auch ohne Windeln“* gekauft und hin und wieder versucht, ihn abzuhalten – Leider mit nur sehr mäßigem Erfolg, da er zu diesem Zeitpunkt selber noch keine richtige Körperspannung hatte und ich immer etwas Angst hatte, ich könnte ihm wehtun oder ihn gar fallen lassen/seinen Rücken oder Kopf nicht richtig stützen etc.

Ich habe mir aber gewünscht, dass er fürs große Geschäft das Klo benutzt, deswegen haben wir dann den Beikoststart mit 5 Monaten abgewartet und sind zeitgleich einerseits auf Stoffwindeln umgestiegen, andererseits haben wir gelegentliches Abhalten eingeführt (Nach dem Aufwachen und immer, wenn ich merkte dass er groß muss).

Ich hatte mir in der Zwischenzeit natürlich Sorgen gemacht, dass ein so später Einstieg schwierig ist, aber er hat es absolut großartig gemeistert. Ich fühlte mich mit dem Abhalten sehr sicher und wir hatten tolle Erfolge – er hat dann nach dem Aufwachen immer schon mit Pipi gewartet, bis ich ihn abgehalten habe und wir hatten nur ganz selten mal eine Kacka-Windel.

Andere Mamas haben mich oft völlig verständnislos angeschaut, wenn ich erzählt habe, dass sein großes Geschäft in 9 von 10 Fällen ins Klo geht und ich nur nasse Windeln wasche.

Ich bin absolut überzeugt, dass er dadurch immer ein gewisses Bewusstsein für seine Ausscheidungen behalten hat. Er konnte z.B. auf „Kommando“ Pipi machen. (Dazu habe ich eine sehr lustige Story von einem Kinderarztbesuch – aufgrund von anhaltendem hohen Fieber sollten wir eine Urinprobe abgeben und man wollte ihm eine Plastiktüte ankleben. Als ich darum gebeten habe, mit stattdessen einfach einen Urinbecher mitzugeben und uns schnell auf die Toilette gehen zu lassen, hat mich die Arzthelferin erst angeschaut wie ein Auto! Paul war zu dem Zeitpunkt etwas über ein Jahr alt. Schließlich hat sie mir aber doch den Becher mitgegeben und konnte es kaum glauben, als ich ihn fünf Minuten später gefüllt wieder zurückbrachte…).

Was das große Geschäft betrifft, hat er erst viel viel später wirklich Bescheid gesagt dass er muss, aber ich habe es in all den Monaten davor fast immer einfach gemerkt und es hat prima geklappt. Dadurch hatte er auch schnell raus, was ich von ihm will, als wir dann von den Windeln aufs Töpfchen umgestiegen sind.

Warum hast du gedacht: “Okay, jetzt ist Zeit trockenzuwerden”?

So gemütlich es war, nur Pipi-Windeln zu waschen, und so gerne ich die Stoffis mochte, so viele hatte ich aber zu waschen weil Paul recht viel trinkt und unglaubliche Mengen pinkelt. Regelmäßig musste ich ihn komplett umziehen, weil selbst die besten Windeln nach maximal 1,5 Stunden durch waren, mitsamt allen neumodischen Zorb-Einlagen und was weiß ich.

Wir haben echt viel probiert, aber irgendwann war ich einfach genervt von der ständigen Wickelei. Ihm tagsüber dicke Höwis zuzumuten war einfach nicht drin, und mit seinen 22 Monaten wurde er mir zum Abhalten auch zu groß und zu schwer.

Töpfchentraining Tanja Luckybum
Tschüss ihr schönen Stoffwindeln!

2. Das Töpfchentraining

Was hast du übers Trockenwerden und Töpfchentraining gedacht, bevor ich mal das Buch verlinkt habe?

Ich hatte deinen Artikel über die Mama gelesen, deren Kind sich einfach nicht mehr wickeln lassen wollte, und die es dann mit einem Buch geschafft hat, lange vor der für uns „normalen“ Zeit die Windeln loszuwerden. Ich glaube es waren zwei Bücher darin verlinkt, ich habe mich dann für das „Tiny Potty Training Book“* entschieden.

Ich war vom Thema Windelfrei her schon absolut überzeugt, dass die Kinder – und Paul, nach unseren guten Teilzeit-Windelfrei-Erfahrungen – das können. Alles, was ich brauchte, war eine genaue Anleitung wie ich vorgehen sollte. Über diesen Artikel bin ich überhaupt erst auf das Thema gekommen, bis dahin hatte ich angenommen dass ich einfach warten muss, bis unser Sohn von selber keine Windeln mehr will.

Welche Töpfchen, Klositze und Hilfsmittel hast du gekauft?

Ich hatte zuvor schon den Pourty Sitzverkleinerer* gekauft in der Hoffnung, dass er ihn nutzt, weil er mir zum Abhalten zu schwer wurde. Leider mochte er ihn anfangs überhaupt nicht, weil er sich nirgends abstützen konnte.

Als es also ernst wurde, hab ich erstmal einfach nur den billigsten Topf von IKEA* mitgenommen, zum Ausprobieren. Den mochte er zwar gerne und er ist jetzt unser Backup im Auto für unterwegs, allerdings ging auch öfters mal was daneben… ist bei Jungs ja nicht ganz so einfach.

In einem Forum wurde Jungsmamas einstimmig das Rotho Töpfchen* empfohlen, weil es einen besonders hohen Spritzschutz hat, und damit sind wir jetzt rundum zufrieden.

3. Die Windel kommt weg – Nach 22 Monaten

Wie liefen die ersten Tage des Trockenwerden ab? Warst du aufgeregt? Wie hast du es gestaltet?

Oh, ich war SUPER aufgeregt!! Es ist ein so großer Schritt.

Ich dachte mir: werden wir es schaffen? Kann ich ihm die Sicherheit und Zuversicht geben, die er braucht, wenn ich doch selber nicht weiß, ob es klappt? Aber mit jeder nassen Windel war ich mir noch sicherer, dass es JETZT einfach an der Zeit ist.

22 Monate lang wickeln sind lange genug.

Also habe ich mir das erste Praxis-Kapitel des Buches durchgelesen* und einfach angefangen.

Unser Start-Tag war Freitag. Wir hatten ihn schon länger morgens gleich nach dem Aufwachen aufs Töpfchen gesetzt, aber an diesem Tag habe ich ihm die Nachtwindel abgenommen und ihm gesagt: „Du bist jetzt groß, du brauchst jetzt keine Windeln mehr. Ab sofort gehst du auf den Topf. Das wird bestimmt toll, ich zeig dir, wie es geht.“

Er hat mir zugehört und mich ganz ernst angesehen und genickt. Das war super süß!

Dann habe ich ihn unten ohne gelassen (mit warmen Socken und Babylegs gegen die Kälte) und die Aufgabe für den ersten Tag befolgt – keine Ablenkungen, Zeitabstände mitschreiben, sobald er pinkelt auf den Topf setzen. Anfangs waren wir bei Abständen von 10 Minuten, weil er es gewohnt war, einfach immer laufen zu lassen. Das war ziemlich anstrengend, aber immerhin ging fast jedesmal ein Rest in den Topf.

Das Erfolgserlebnis des Tages: Als er beim Essen im Hochsitz anfing, unruhig herumzurutschen und auf Nachfrage „musst du auf den Topf?“ genickt hat. (Dass man eher nicht fragen, sondern lieber feststellen soll – „Zeit, auf den Topf zu gehen“ – musste ich selber erst lernen, weil es so sehr hilft!)

Am zweiten Tag hatte er zum ersten Mal schon eine Hose an mit nichts darunter. Es klappte gut, aber hauptsächlich weil sein Rhythmus sich recht schnell auf ca. 35 Minuten eingependelt hat und ich ihn nach Ablauf der Zeit einfach immer wieder draufgesetzt habe.

Meine eigene Intuition hat mich leider ziemlich im Stich gelassen, ebenso hat er mit nichts angezeigt, dass er mal muss. Ich hab mich davon aber nicht entmutigen lassen und dachte, hey, eine „Straße“ (wie es im Buch genannt wird) ist besser als nichts. Wir ziehen das trotzdem durch. (Über die 4 “Straßen” um ohne Windel zu leben: Signale, Timing, Rhythmus, Intuition, kannst du in diesem Artikel mehr lesen.)

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Unsere Highlights von Tag 2:

  • Einmal hatte er angefangen zu pinkeln, hörte dann sofort auf als er’s bemerkt hat und ging zum Topf.
  • Einmal hat er sich von selbst auf den Topf gesetzt, leider mit Hose 😀
  • Bei einem Unfall reagierte er mit „Nein, Topf!!“ und pinkelte dann am Topf fertig.

Tag 3 (Sonntag) hatten wir ziemlich viele Unfälle. Wenn’s geklappt hat, dann nur weil ich ihn rechtzeitig erinnert hatte (der Rhythmus blieb bei ca. 35 Minuten), wir haben aber geübt ein paarmal für kurze Zeit ohne Windel aus dem Haus zu gehen und uns nicht entmutigen lassen.

An Tag 4 (Montag) hat er über den Tag verteilt zweimal von sich aus Bescheid gesagt, dass er auf den Topf möchte – außerdem kam einmal während des Spielens plötzlich ein verzweifeltes „Nein!“ über seine Lippen und er presste die Beine zusammen. Ich hatte erwartet, dass die Hose nass ist, aber sie war noch trocken und wir haben es bis zum Topf geschafft 🙂

Am Abend sind wir dann mutig ins Einkaufszentrum gefahren und haben ihm klitzekleine Boxershorts gekauft. Er war so unglaublich stolz, weil sie genauso aussehen wie Papa’s, und wollte sie unbedingt sofort anziehen und gar nicht mehr hergeben (Ich musste sie dann heimlich schnell waschen als er im Bett war… 😀 )

Töpfchentraining Trocken werden Tanja Luckybum
Hallo ihr süßen Boxershorts!

4. Das Fazit nach einer Woche

Was war dein Fazit nach einer Woche?

Im Lauf der Woche nach dem Start wurde es immer häufiger, dass er von sich aus Bescheid gesagt hat, und meine Erinnerungen wurden seltener, fast ohne dass ich es bewusst gemerkt habe. Auch die Unfälle wurden weniger und die Abstände zwischen den einzelnen Topf-Sessions länger.

Für den Mittagsschlaf hatte er noch eine Windel um, aber die blieb fast von Tag 1 an immer häufiger komplett trocken, sodass ich sie dann bald weggelassen habe.

Alles in allem hat es eine gute Woche gedauert, bis wir uns zuverlässig eingespielt hatten und mit gelegentlichem Erinnern meinerseits die Hose dauerhaft trocken geblieben ist. Mittlerweile erinnere ich gar nicht mehr, nur bevor wir aus dem Haus gehen.

5. Das Trockenwerden nachts

Wie lief das Trockenwerden nachts?

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nachts noch Windeln zu verwenden, weil wir bei Paul über ziemlich lange Zeit mit schlechtem Schlafen (und häufigem Aufwachen) zu kämpfen hatten. Jetzt, wo er seit ein paar Monaten endlich „durchschläft“ (= wenn er aufwacht, sich einfach zu mir kuschelt und weiterschläft), bin ich einfach nicht bereit, diesen Luxus für nächtliche Töpfchenbesuche wieder aufzugeben. Von Praktiken wie zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu Trinken zu geben halte ich persönlich überhaupt nichts.

Aber es hat sich trotzdem einiges verändert: Bevor wir mit dem Töpfchentraining angefangen haben, hatte er in einer Nacht zwei Windeln durch (egal ob Stoffis oder WWW), mittlerweile ist es nur noch eine und selbst die bleibt hin und wieder schon komplett trocken. Er versteht den Unterschied sehr gut.

6. Die besten Tipps

Ist Töpfchentraining weniger schlimm als du gedacht hast?

Rückblickend war es geradezu lächerlich einfach.

Ich weiß nicht ob es daran lag, dass wir mit Teilzeit-Windelfrei schon einen headstart hatten, aber ich bin einfach unendlich stolz auf unseren Knirps, wie toll er das gemeistert hat – und das mit noch nichtmal ganz zwei Jahren!

Ich kann jetzt einfach nicht anders als anderen Eltern begeistert zu erzählen wie einfach es war, und es allen weiterzuempfehlen, die verzweifelt nach immer noch saugstärkeren Windeln für ihre Kleinkinder oder nach Lösungen gegen Wickelstreiks suchen.

Ich hoffe auch, dass das „Tiny Potty Training Book“* bald in deutscher Übersetzung auf den Markt kommt.

Was sind deine besten Tipps für andere Mamas, die den Windeln gerne Lebewohl sagen wollen?

Ich hatte eine für mich ganz wichtige Erkenntnis: Wir haben in unserer Gesellschaft diesen Irrglauben, dass man ein Kind so lange in Windeln lassen muss bis es einem selbst sagt „ich will das nicht mehr“.

Komischerweise erwarten wir das aber in anderen Situationen nicht. Wir verstehen auch ohne Worte, wann es Zeit für den Beikoststart ist, wann wir abstillen können, wir unterstützen die Versuche sich selbst aufzurichten, wir ermuntern die Versuche zu sprechen.

Nur wenn sich das Kind gegen das Wickeln wehrt, wird oft lieber nach Ablenkungsmöglichkeiten und Bestechungen gesucht, oder man lernt ganz akrobatisch im Stehen zu wickeln, anstatt es als den Wunsch nach Unabhängigkeit, nach Selbstbestimmung und Weiterentwicklung zu sehen, der ihnen angeboren ist.

Seit ich selbst erlebt habe, wie unglaublich stolz so ein kleiner Mann ist, wenn er eine echte Unterhose trägt, und mit welcher Begeisterung er helfen will den vollen Topf zu leeren, ist mir erst klar wie sehr ich ihn in seiner Entwicklung zurückgehalten hätte, wenn ich ihn länger in Windeln gelassen hätte als er es körperlich und geistig gebraucht hat.

Wir sind es unseren Kindern schuldig, sie nicht in einem Stadium festzuhalten dem sie eigentlich längst entwachsen sind und ihre Kommunikationsversuche zu ignorieren. Das Töpfchentraining, wie wir es gemacht haben, hat nichts mit Druck oder Bestechung zu tun, und ich hoffe dass es dieses Stigma ganz bald verliert und wir viele glückliche, windelfreie Kinder um uns haben können. 🙂

Was mir beim Training selbst am meisten geholfen hat, war mir immer vor Augen zu halten, welche „Stadien“ es gibt: Von „keine Ahnung von nichts“ zu „oh, ich habe gepinkelt“ über „oh, ich pinkle gerade“ hin zu „ich muss pinkeln“. Und dass jeder einzelne Schritt nach „keine Ahnung“ bereits ein Fortschritt ist.

Außerdem war es mir sehr wichtig, während der ersten Tage eine genaue Liste zu führen und alles niederzuschreiben, was passiert ist. Die Erfolge habe ich mir gut sichtbar eingekringelt und jedesmal, wenn ich kurz entmutigt war und dachte „es wird überhaupt nicht besser“, reichte ein kurzer Blick auf diese Kringel um zu wissen, dass wir uns in unglaublich großen Schritten auf das Ziel zubewegen.

Und mein letzter Rat: seid mutig, bleibt entspannt und dann ist das alles gar kein Problem. Ihr könnt es schaffen, da bin ich sicher! 🙂

Danke für den detaillierten Erfahrungsbericht. Falls ihr fürs nächste Kind (das jüngste ist ja hoffentlich bald ohne Windeln) noch Stoffwindeln sucht, dann schaut doch mal auf Tanjas Webseite vorbei 😉

www.luckybum.de

Wer Hilfe und Austausch zum Thema Töpfchentraining – Windelfrei für Spätstarter sucht, der kann hier in diese Facebook-Gruppe kommen 🙂

www.facebook.com/groups/toepfchen.lernen/

7. Das Buch

The Tiny Potty Training Book: A Simple Guide for Non-coercive Potty Training von Andrea Olsen ist wahrscheinlich das beste Buch übers Trockenwerden und Wirklich-Windeln-Weglassen, das es gibt 😀 Perfekt für alle Eltern, deren Kind bald 18 Monate alt wird oder schon älter ist (auch 3 oder 4 Jahre).

Das Buch macht nicht sonderlich viel Blabla, sondern gibt Eltern handfeste Tipps, wie sie in die Windeln wirklich weglassen, Vertrauen gewinnen und das Kind nach 7 Tagen (das sind Durchschnittswerte +/- 3 Tage) keine nassen Hosen mehr hat. Natürlich ohne Loben, Belohnung, Sticker, M&Ms, Druck, Zwang, Gewalt, Schimpfen, Strafen, schlechter Laune. Einfach weil Kinder es können 🙂

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  • Welchen Rhythmus hat dein Baby?
  • Welche Signale gibt dein Baby?
  • Wie fühlt sich deine Intuition an?

7 Kommentare zu „Töpfchentraining war schöner und einfacher als gedacht – Erfahrungsbericht Tanja“

  1. Liebe Julia,
    Bin großer Fan deiner Seite, wickele mit Stoff, bin nun mitten im Töpfchen-Training und kurz vorm verzweifeln. Mein kleiner ist 21 Monate, ziemlich energisch, und mag wickeln nicht mehr so wirklich. Er kann seit langem beim waschen in der Badewanne auf Kommando Pippi machen und hat seine große Schwester als Vorbild.
    Wegen TagesmutterFerien diese Woche also der Versuch mit Töpfchen.. Den ersten Tag hielt er noch ein, wenn ich “warte” sagte, so konnten wir einige halbe Pippis auffangen. Auf Töpfchen oder Toilette setzen klappt leider gar nicht, zu viel körperlicher Widerstand. Nun scheint mir, als ob er verstanden hätte, was ich von ihm will, und macht deshalb bewusst möglichst schnell und unbeobachtet sein Pippi, bevorzugt im Stehen. Er weist mich anschließend auch auf die Pfütze hin und versteht also, dass er das war. Auf meine Frage, wo das Pippi hin soll, zeigt er auch brav aufs Töpfchen 🙂
    Leider bin ich nicht 100%ig konsequent “hinter ihm her”, auch wegen großem Kind geht das schlecht, dafür klappte einhalten für 20min draußen schon direkt am Anfang..
    Kurzum: ich weiß nicht genau, wie wir die Kurve kriegen. zur Zeit landet alles auf dem Boden, weil er so gut steuern + warten kann.. :-((
    Hat eine von euch noch eine Idee? Vielen Dank schonmal!!

  2. Liebe Tanja,

    Ich bin so froh deinen Bericht nach meiner Suche “Töpfchentraining” bei Google gefunden zu haben. Leider erst auf Seite 2 und der gehört eigentlich dringend auf Seite 1. Überall lese ich nur wie von dir erwähnt, dass wir warten sollen bis unsere Kinder von selbst kommen.

    Meine Tochter (20 Monate) ist jetzt nach 14 Tagen tagsüber bis auf ca. eine nasse Hose oder auch nur die Unterhose, weil sie es schnell merkt und bis zur Toilette/Töpfchen aufhält, pro Tag trocken.
    Zum Mittagsschlaf auch, nur in der Nacht lassen wir die Windel noch dran und es ist viel weniger drin als vorher. Das Thema Nachts trocken werden möchte ich demnächst auch angehen.

    Lieben Dank also für deine Ermutigung durch deinen Bericht! Ich habe selber auch Notizen für jeden Tag gemacht und so gemerkt, dass meine Tochter jeden Tag kleine Fortschritte gemacht hat- wenn es auch mal einen Rückschritt gab. 😉

    Viele Grüße, Julia

  3. Wir haben hier leider auch gerade einen Wickelstreik. Leider auch Aus-und Anziehstreik. Gerade nach dem Mittagsschlaf wo ich im auch gerne mal das Töpfchen anbieten würde. In der Früh hat das sehr lange gut geklappt dass wir gemeinsam auf´s Klo sind. Leider ist das seit ein paar Wochen nicht mehr so.
    Gibt es zu dem Thema eigentlich auch ein gutes Buch auf deutsch?

  4. Ich bin auch eher skeptisch. Mein Sohn “ging auch früh auf den Topf” – ja er hat quasi auf Kommando gemacht, bei häufig-Pinklern ja auch kein Kunststück. (Auch ähnliches Erlebnis beim Arztbesuch). Trotzdem war es bis zum bewussten Einhalten noch ein langer Weg. Und ich wüsste auch im Nachhinein nicht, wie ich es hätte beschleunigen können.
    Klar, beim nächsten Kind werde ich es wieder versuchen. Es bleibt jedoch das Gefühl, dass der Zeitpunkt des Trockenwerdens mehr vom Kind abhängt (so individuell wie zB gehen, sprechen lernen) als von elterlichen Bemühungen.

  5. Nach diesem Bericht bin ich (mal wieder) am überlegen, ob wir das Tiny Potty Training nicht auch versuchen werden. Mich würde dabei mal interessieren, wie in der Kita damit umgegangen wird. Es ist eine Seite, dem Kind zu Hause in der gewohnten Umgebung die Sicherheit zu geben, dass es auf den Topf gehen kann. Aber die Kita ist 1. eine andere Umgebung und 2. haben die Erzieherinnen leider nicht die Möglichkeit, jeden Zwerg nach ca. einer halben Stunde daran zu erinnern, aufs Klo zu gehen. Es gibt Projekte, Angebote etc, die das schier unmöglich machen, mal ganz abgesehen von der Kinderzahl, wenn die Kita offen arbeitet und die Kinder durchs ganze Haus flitzen können. Und in der Kita meines Krümels gehen die kleinen mit 18 Monaten in die gemischten Gruppen (50 Kinder und die die im Vorsatz beschriebenen Situationen).
    Wie haben die Erzieher in der Kita reagiert? Haben das ‘Training’ unterstützt oder sich verweigert?

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