Windelfrei: 4 Möglichkeiten herauszufinden, wann dein Baby Pipi-Kacka muss

Windelfrei Signale Standardsituationen

Immer und immer wieder taucht das sogenannte Windelfrei hier im Blog auf.Warum überhaupt?

Viele Mamas, die Stoffwindeln benutzen, fangen nach einigen Monaten an, ihr Baby abzuhalten. (Abhalten bedeutet das Baby so zu halten, dass es ins Töpfchen, Klo oder Waschbecken Pipi-Kacka machen kann.)

Viele Eltern, die Windelfrei machen, wechseln von Wegwerfwindeln zu Stoffwindeln als Windel-Back-Up.

Das Wort Windelfrei klingt eigentlich anders, aber: Windelfrei muss nicht komplett ohne Windeln bedeuten. Du kannst/darfst/musst Windeln als Back-Up verwenden. Der amerikanische Begriff Elimination Communication (EC) und der englische Begriffen Baby-led potty training (BLPT) gefallen mir deswegen besser, da sie das Abhalten, die Kommunikation und das Lernen in den Vordergrund stellen und nicht das Ohne-Windel-Sein.

(Du könntest dein Baby sogar nur einmal in der Woche abhalten und dich trotzdem Windelfrei-Mama nennen 🙂 )

Die Idee klingt spannend und interessant, aber irgendwie auch mysteriös: Wie um Himmelswillen wissen diese Mamas, dass ihr Baby oder Kleinkind mal Pipi oder Kacka muss, obwohl es noch nicht reden kann?

Allgemein gesagt

Klar, “Mamaaaaa ich muss Pipi und möchte aufs Klo” ist ein sehr deutliches verbales Signal, dass es Zeit für die Toilette ist. Doch die meisten Kinder können so einen Satz erst mit 2 Jahren aussprechen, manche deutlich später.

Neben verbalen und non-verbalen Signalen gibt es noch 3 weitere Möglichkeiten herauszufinden, wann die Blase oder der Darm des Babys zwickt bzw. bereit ist für eine Entleerung. Die 4 Möglichkeiten zu erkennen, wann das Baby mal Pipi-Kacka muss sind:

  1. Signale des Babys
  2. Allgemeines Timing
  3. Rhythmus des Babys
  4. Intuition der Mutter

Ich selbst habe bei der Geburt Windelfrei ausprobiert, aber wegen fehlenden umsetzbaren Tipps in den gelesenen Büchern habe ich frustriert aufgegeben.

Erst kurz vor dem ersten Geburtstag meines Sohnes, als ich eines tolles Buch über Windelfrei entdeckt habe, habe ich mich wieder getraut mit Windelfrei anzufangen. Danach sind mein Sohn und ich 0 bis 3 Mal am Tag gemeinsam aufs Klo und er trug Vollzeit eine Stoffwindel.

Mit 18 Monaten haben wir die Windel komplett weggelassen und Potty Training wie Andrea Olsen und Jamie Glowacki gemacht – Im Prinzip Windelfrei für große Kinder, das auch funktioniert, ohne dass du dein Kind in den Monate davor abhältst. Jetzt ist der kleine Große fast 3 Jahre alt und er ist seit Ewigkeiten Tag und Nacht trocken.

Ich kann bezeugen, dass das Wissen über Signale, Timing, Rhythmus und Intuition in jedem Altern helfen (natürlich mit Adaption): Neugeborene, Babys, Kleinkinder – Sogar bei mir selbst 🙂

Kleiner Video-Workshop zu Signalen, Timing, Rhythmus, Intuition

Facebook-Live vom 26.01.2017:
  • Wie funktioniert Windelfrei?
  • Wie merke ich, dass mein Kind aufs Klo muss?
  • Welche Signale gibt es?
  • Was sind Standardsituationen und wie funktionieren sie?
  • Wie hat das Trockenwerden/Windelfrei/Töpfchentraining in der DDR funktioniert?
  • Wann können wir mit Windelfrei beginnen?

1. Signale des Babys

Sobald dein Baby zur Welt kommt, kann es schon eine ganze Reihe von Lauten, Gesichtsausdrücken und Körperbewegungen erzeugen, um mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Der hysterische Schrei ist wahrscheinlich das bekannteste Signal, mit dem dein Baby dir mitteilt, dass ihm etwas fehlt.

Doch heutzutage weiß fast jede Mama, dass sie nicht auf das Schreien warten sollte, bevor sie das Baby füttert (oder zum schlafen bringt oder beruhigt). Dein Baby versucht dir seinen Hunger schon lange vorher mit leisen Signalen mitzuteilen:

  1. Die Brust suchen. Dein Baby bewegt sein Köpfchen hin und her und öffnet dabei leicht den Mund.
  2. Saugen. Dein Baby steckt die Fingerchen oder die Hand in den Mund und saugt daran oder es streckt die Zunge aus dem Mund und leckt an den Lippen.
  3. Unruhe. Dein Baby zappelt mit Armen und Beinen und führt seine Hände wiederholt zum Mund.

Das Filmische Lexikon der Babysprache hat auf Youtube über 100 kleine Filmchen über die leisen und lauten Signale des Babys auf Youtube online gestellt:

Nachdem diese leisen Signale nicht gehört werden, fangen Babys an zu meckern und zu weinen.

Doch auch dieses Weinen kann sich ganz unterschiedlich anhören. Priscilla Dunstan hat sehr viele Babys beobachtet und 5 verschiedene Laute gefunden:

  • “Neh” – Hunger
  • “Owh” – Müde
  • “Heh” – Unwohlsein
  • “Eer” – Pupsen/Kacka
  • “Eh” – Rülpsen

Wie sich diese Laute anhören und wie sie zustande kommen, erklärt sie in ihren Büchern* und in der amerikanischen Sendung Oprah:

Neben Hunger, Müdigkeit, Unwohlsein und Rülpsen können Babys auch Pupsen/Kacka und Pipi von Geburt an mitteilen. Sie haben von Geburt an die Kontrolle über ihre Ausscheidungen und können sich auch mitteilen:

  • Die Muskeln der Blasenwand sind stabil. Sie ziehen sich nur während des Wasserlassens zusammen (Yeung et al 1995 und Wen Tong 1998).
  • Babys pinkeln nicht während des NREM-Schlafes, sondern erst wenn sie aufwachen (Yeung et al 1995 Wen Tong und 1998).
  • Die Blasen von Neugeborenen laufen nicht einfach so aus. Wissenschaftler haben versucht, die Blase zum Pipi machen anzuregen, indem sie sie zusammengedrückt haben. Trotzdem hat die Blase keinen Urin gelassen (Gladh et al 2000).
  • deVries und deVries haben einen kulturellen Vergleich gemacht und festgestellt, dass das Alter des Trocken-werdens vor allem von kulturellen und nicht von körperlichen Faktoren abhängt. Als Beispiel zeigen sie, wie ost-afrikanischen Babys mit 5 Monaten trocken werden (deVries und deVries 1977).
  • Pipi machen ist nicht nur ein automatischer Reflex (Sillén 2001; Yeung et al 1995).

Ist eigentlich auch logisch. Babys kommen nicht mit Windeln auf die Welt. Windeln sind eine ziemlich neue Erfindung (wenige tausend Jahre), wenn man sie im Vergleich zur langen Geschichte der Menschheit betrachtet.

Dass Babys von Geburt an Pipi-Kacka an einen geeigneten Platz machen (=abgehalten werden), war von evolutionären Vorteil: Babys wurden von 100-tausende Jahre lang von ihren Müttern in den Armen herumgetragen, da es noch keine Kinderwägen und Wiegen gab.

Angenommen das Baby hätte die ersten 3 Jahre keinerlei Kontrolle über seine Ausscheidungen und könnte außerdem nicht mitteilen, dass es mal muss, würde die Mutter komplett verschmutzt herumlaufen. Mutter und Kind würden ziemlich unangenehm riechen, was Insekten und gefährliche Raubtiere anlocken kann.

Außerdem lässt sich keine Säugetiermutter freiwillig dauerhaft beschmutzen, weil es eklig ist und krank machen kann. Wenn eine Mutter jeden Tag 20 Mal angepinkelt und 3 Mal angekackt werden würde, wäre das sicher auch der Mutterliebe abträglich, was dem Überleben der Menschheit geschadet hätte.

Babys haben deswegen eine gute Portion Instinkt mitbekommen ihre Fürsorgepersonen und ihre Umgebung sauber und trocken zu halten.

Und seien wir mal ehrlich: Eine volle Blase, gerade nach dem Schlafen, kann richtig zwicken. Auch ein voller Darm ist nicht gerade das angenehmste Gefühl. Wir gestehen Babys alle möglichen Empfindungen (Bauchweh, Genuss des Stillens und Nukelns, Babymassage, Streicheln) zu, aber nehmen an, dass einzig und allein der untere Bauch und die Ausscheidungsorgane keine Nervenzellen abbekommen haben? Really? 😉

Welche Signale können Babys und Kleinkinder zeigen, wenn sie mal müssen?

a) Die wichtigsten Signale

Die 3 wichtigsten Signale, egal welches Alter dein Baby, Kleinkind oder Kindergartenkind zeigt:

  • plötzliche Ruhe
  • plötzliche Unruhe
  • “Pipi-Tanz”

b) Allgemeine Signale

Diese Signale gelten allgemein und ins besondere auch beim Stillen, Schlafen, für Kacka, beim Tragen und für ältere Babys/Kleinkinder.

Signale:

  • strampeln
  • zappeln
  • plötzlich meckern
  • verstärkt meckern
  • schreien
  • kreischen
  • pupsen
  • plötzliche Ruhe
  • plötzliche Unruhe
  • stärkere Atmung
  • Pusten
  • Blubberblasen mit dem Mund machen
  • Augen verdrehen
  • Gesicht verziehen

In diesem Artikel auf dem Bewusste-Elternschaft-Blog hat Lucia aufgelistet, welche Signale sie bei ihrer 5-Monate alten Tocher mitbekommen hat.

Der Kleine Mann ist 5 Monate alt. Die Mutter erklärt, dass er fröhlich spielt. Wenn er Pipi muss wird er unruhig und meckert:

c) Signale beim Stillen

Manchmal verhalten sich Babys beim Stillen so richtig komisch. So komisch, dass Mama genervt ist und ans Abstillen denkt (“Argh, warum zappelt das Kind nur so?!”).

Oft steckt hinter dieser argen Unruhe ein starker Harndrang oder ein voller Darm. Denn dein Baby ist ja gerade mit Essen beschäftigt, hat also keine Zeit sich aufs Loslassen zu konzentrieren. Außerdem schlummern in ihm die Instinkte seine Fürsorgepersonen und seinen Schlafplatz nicht zu beschmutzen.

Signale:

  • schwieriges Anlegen
  • An- und Abdocken
  • Unruhe
  • nicht loslassen wollen
  • zappeln
  • stramplen
  • Gesicht verziehen

d) Signale beim Schlafen

Egal ob du dein Baby abhältst, Windelfrei machst oder bis 4 Jahre warten möchtest: Dein Kind hat große “Schwierigkeiten” während des Schlafens Pipi zu machen (naja, die Natur hat es eben so eingerichtet). Es macht nur, wenn es kurz aufwacht. Bis dahin kann sich schon viel Urin sammeln, was zwicken und drücken kann.

Als wir mit 18 Monaten angefangen haben, auch nachts aufs Pipi zu achten, konnten wir damit einige “Schlafprobleme” beheben 😉

Signale:

  • Kopf hin und her bewegen
  • angerobbt kommen
  • Unruhe
  • zappeln
  • meckern
  • stöhnen
  • Stillen/Flasche/Nuckeln wollen (hilft bei der Entspannung um zu pinkeln)

e) Signale für Kacka

Bei Kacka geben viele Babys sehr deutliche Signale. Die meisten Eltern wissen, wann ihr Kind gerade in die Windel macht, ignorieren das aber und machen sich im schlimmsten Falle darüber lustig.

Schau nur, Pampers hat sogar einen Werbespot über das sogenannte “Poo Face” von Babys gemacht.

Du musst deinem Kind nicht beibringen in die Windel zu machen, obwohl es so überdeutlich zeigt, dass es mal muss. 😀

Danke Pampers, dass du uns so schön erklärst, wie es aussehen kann, wenn ein Kind mal groß muss.

Signale:

  • plötzliche Ruhe
  • Grimassen
  • Grunzen
  • Pupsen
  • Drücken
  • Lächeln
  • in eine ruhige Ecke gehen
  • sich krümmen
  • Blubberblasen am Mund (siehe Pampers-Video)
  • ein angespannter Bauch
  • “Mama, mein Bauch tut weh.” (oder in Babysprache)

Youtube ist voll von Baby-Poo-Faces. Warum macht sich die ganze Welt über die Ausscheidungen ihrer Kinder lustig, anstatt ihnen zu helfen, dass sie an einem angenehmeren Platz landen? ^^

f) Signale beim Tragen

Die Signale beim Tragen sind meist viel deutlicher als in allen anderen Situationen. Zum einen wahrscheinlich weil der Instinkt seine Mutter nicht zu verschmutzen so groß ist, zum anderen weil die breitbeinige an den Körper gepresste Haltung nicht sehr einladend für Pipi-Kacka sind 😀

Signale:

  • quängeln
  • schreien
  • aufstehen wollen
  • rumhüpfen
  • treten
  • aus der Trage lehnen
  • “Mama, mein Penis tut weh.” (oder in Babysprache)
  • “Mama, die Trage ist unbequem.” (oder in Babysprache)

g) Signale bei mobilen Babys

Wenn du Windelfrei schon in den ersten Lebensmonaten angefangen hast, kann es sein, dass dein mobiles Baby nachdrücklich zeigt, dass es mal dringend Pipi-Kacka muss.

Das wichtigste Signal ist, dass dein Kind von dort, wo es gerade ist, runter möchte. So kann es sein, dass es eben noch friedlich im Hochstuhl isst/gefüttert wird, aber im nächsten Moment unruhig wird und anfängt zu klettern, obwohl es noch lange nicht genug gegessen hat.

Dieses Wissen kann sehr hilfreich sein, auch wenn du davor noch nie etwas von Windelfrei gehört hast 😉

Signale:

  • runter gelassen werden wollen
  • vom Hochstuhl wollen
  • vom Sofa wollen
  • aus der Trage wollen
  • aus dem Kinderwagen steigen wollen
  • an die Unterhose/Windel fassen und versuchen, sie zu entfernen
  • zum Badezimmer krabbeln
  • zur Tür krabbeln und klopfen, um herausgelassen zu werden
  • auf den Toilettensitz hauen
  • zu dir krabbeln, sich hochziehen und dabei meckern
  • schnaufen und pusten
  • zu einer „ruhigen Stelle“ krabbeln und sich hinhocken
  • Töpfchen nehmen

h) Signale bei Jungs

Es ist ein Vorurteil, dass Jungs schwieriger Trocken werden als Mädchen. Denn sie haben einen Penis, der steif wird, wenn sie dringend Pipi machen müssen. Das ist ein fast untrügliches Zeichen, dass das Kind mal Pipi machen muss, was die Eltern natürlich leider nur sehen können, wenn das Kind dünne Kleidung anhat, wie zum Beispiel nachts im Familienbett.

Signale:

  • ein “Ständer”
  • kleine Hodensäcke
  • “Mama mein Penis tut weh.”

i) Wiederholung des Signals der Eltern

Die Babyzeichensprache* zeigt uns, dass auch schon ganz Babys, die noch keine verständlichen Laute von sich geben können, mit Gesten kommunizieren können, wenn man ihnen zeigt, wie es geht.

Auch Windelfrei verwendet ein ähnliches Konzept. Hier spricht man von sogenannten Schlüsselsignalen, die Laute, einfache Wörter oder Gesten darstellen können. Diese Schlüsselsignale zeigen dem Baby zum einen, dass jetzt ein passender Moment ist um Pipi zu machen. Zum anderen verwenden einige Babys die Signale der Eltern nach einigen Monaten selbst.

Signale:

  • Pipi: „sss“, „zzz“ oder „pss“ wie laufendes Wasser
  • Kacka: „mh, mhh“ oder „uhh, uhh“ wie festes Drücken
  • einfacherere Laute: “Lulu”, “AA”
  • Wörter: „Pipi“, „Kacka“
  • pusten
  • Babyzeichen

j) Wechselnde Signale

Natürlich verändern sich die Signale des Babys je nach Alter und Ort. Ein Baby, das in der Babytrage sitzt signalisiert anders als ein Baby, das neben seiner Mutter im Bett liegt.

Signale ändern sich im Laufe der Wochen und Monate. Es lohnt sich das Baby immer wieder bewusst zu beobachten.

Kleine Anmerkung: Ab ca. 18 Monaten ist Windelfrei (EC, BLPT) nicht mehr der beste Ansatz für dein Kind. Dein Kleinkind ist kein Baby mehr. Langsam bedeutet nicht immer sanft und stressfrei.

Jetzt ist es Zeit für “gentle potty training”. Die 4 Möglichkeiten zu merken, dass ein Kind mal Pipi oder Kacka muss, gelten dann immer noch. Nur funktioniert es in diesem Alter nicht mehr so gut, dass du dein Kind die Windel am Popo hat und ihr das aufs Klo gehen “übt” bzw. “trainiert”, wie bei Windelfrei mit Back-Up-Windel.

Wie einfach das Trocken werden mit 18 Monate sein kann, kannst du in diesem Blogeintrag lesen.

2. Allgemeines Timing

Die meisten Babys müssen zu bestimmen Zeiten über den Tag verteilt ziemlich sicher Pipi und Kacka machen. Das sind vor allem Situationen, während der dein Baby anhalten muss, wie beim Schlafen, während es getragen wird oder lange irgendwo sitzt.

Weil das Abhalten nach diesen Situationen so gut funktioniert, wird das allgemeine Timing auch als Standardsituation bezeichnet.

a) Allgemeines Timing im Alltag

Ganz grob gesagt machen Babys Pipi-Kacka, wenn sich eine Situation verändert. Zeiten, zu denen dein Baby mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einmal muss:

  • nach dem Aufwachen
  • nach dem Baden
  • nach dem dein Baby irgendwo für längere Zeit drinnen war (Babytrage, Hochstuhl, Autositz)
  • wenn ihr daheim oder irgendwo anders ankommt, weil Babys unterwegs viel länger anhalten

Auch zu anderen Zeiten, kannst du deinem Baby den Klogang anbieten, wenn ihr zwei schon ein eingespieltes Team seid:

  • bevor ihr das Haus verlasst
  • bevor du dein Baby irgendwo hineinsetzt (Babytrage, Hochstuhl, Autositz)
  • vor dem Baden

Sehr ergiebige Standardsituationen für Windelfrei-Neulinge:

  • das erste Pipi am Morgen nach dem Aufwachen
  • Abhalten nach dem Windeln wechseln

Wenn du Windelfrei den ganzen Tag konsequent durchziehst, dann ist das Pipi, nach dem du ein Pipi verpasst hast, im Prinzip auch eine Standardsituation. Ein Baby, das eigentlich erwartet abgehalten zu werden, aber einen kleine Panne hat, leert die Blase meist nicht vollständig. Kurze Zeit später ist dann ein ganzes Pipi zu erwarten 😉

In diesem Artikel hat Lucia noch einmal aufgelistet, welche Tips für Standardsituationen und Timing sie für dich parat hat.

b) Allgemeines Timing bei Neugeborenen

Neugeborene machen fast immer während des Stillens ihr großes Geschäft. Eine super Gelegenheit, um dreckige Windeln zu sparen.

Um das Kacka abzufangen kannst du ein kleines Töpfchen verwenden, das du zwischen deine Beine klemmen kannst.

Die besten Töpfchen für Babys, Jungs, Mädchen

Wenn du lieber im Liegen stillst, dann kannst du eine wasserdichte Unterlage verwenden und eine Mullwindel drauf liegen. Dadrauf liegt dein Baby.

Sobald dein Baby pinkelt oder kackert gibst du dein Signallaut. Das stärkt eure Kommunikation. Wenn du dich nach einigen Wochen bereit fühlst dein Baby abzuhalten, dann weiß dein Baby schon genau, was du von ihm möchtest 😉

c) Allgemeines Timing beim Tragen

Getragene Babys machen nur sehr selten/wenig Pipi, während sie getragen werden. (Für Babys unter 2 Monaten gelten eigene Gesetze. Es kann durchaus vorkommen, dass sie auch das Tragetuch nass machen oder beschmutzen.)

Drei Sachverhalte solltest du kennen:

  • Wenn dein Baby nicht in die Trage möchte, kann das bedeuten, dass es mal dringend muss. Versuche dein Baby abzuhalten. Wenn du es gerade nicht ausziehen kannst, bringe dein angezogenes Baby in die Abhalteposition und mache euer Schlüsselsignal.
  • Wenn dein Baby in der Trage unruhig wird, zappeln oder sich versuchen herauszulehnen, dann muss es wahrscheinlich ganz dringend Pipi-Kacka (oder es hat Hunger). Gehe wie oben vor.
  • Und zum allgemeinen Timing: Wenn dein Baby lange Zeit in der Trage war oder sogar geschlafen habt, dann muss es vielleicht ganz dringend. Es ist empfehlenswert dein waches Baby aus der Trage zu nehmen, damit es außerhalb sein Geschäft verrichten kann und nicht denkt, dass es okay ist, in der Trage Pipi/Kacka zu machen (auch wenn es eine Windel anhat).

d) Allgemeines Timing beim Schlafen

Babys (älter als 2 Monaten, davor ist alles möglich) machen kein Pipi, währen sie ruhig schlafen (NREM-Schlaf). Okay, manchmal sind die Augen zu, aber wenn sie unruhig sind, herum wuseln oder stöhnen, dann sind sie innerlich wach.

Standardsituationen beim Schlafen:

  • direkt morgens/mittags nach dem Aufwachen
  • ca. 1-2 Stunden nach dem Einschlafen
  • ca. 1-2 Stunden vor dem Aufwachen

Die Vorteile vom morgens/nachts aufs Klo gehen:

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Der Windelfrei-Spickzettel wird dir Windelfrei von 0 bis 3 Jahren komplett vereinfachen!

  • Alles was du über Rhythmus, Timing und Standardsituationen wissen musst.
  • Fast alle möglichen Signale übersichtlich aufgelistet.
  • Wichtige Tipps, die für (Teilzeit-)Windelfrei ungemein wichtig sind.
  • Eine dünnere Stoffwindel kann verwendet werden.
  • Oft ein ruhigerer Schlaf.
  • Eine für längere Zeit trockene Windel.

Selbst wenn du dein Baby nur direkt nach dem Aufwachen abhälst, kann eure Nacht-Stoffwindel deutlich dünner sein, weil das erste Pipi am Morgen auch das größte ist.

Eine dünnere Nachtwindel ist angenehmer für dein Baby. Du selbst hast ein kleines bisschen weniger Wäsche 😉

Kaltes Töpfchen: Sich nachts oder morgens auf das Töpfchen zu setzen, hat mein Sohn (zu der Zeit 18 Monate) gar nicht gemocht, weil das Plastik sich so kalt angefühlt hat:

3. Der Rhythmus des Baby

Babys pinkeln weder durchgängig noch zu total unterschiedlichen Zeiten. Babys haben einen persönlichen Rhythmus, nach dem sie urinieren, wobei sich die zeitlichen Abstände Vormittags und Nachmittags stark unterscheiden können.

Der Pinkel-Rhythmus deines Babys hängt ab:

  • von seiner Persönlichkeit
  • von seinem Alter
  • von seiner Übung
  • von der Tageszeit

a) Je älter dein Baby wird, desto stärker werden sein Beckenboden, seine Schließmuskeln und seine Blasenkontrolle. Das hat die Folge, dass die Abstände zwischen den Klogängen größer werden.

Viele Neugeborene pieseln ca. alle 10 Minuten, 1-jährige dagegen müssen nur stündlich.

b) Doch auch im selben Alter gibt es Unterschiede, denn jedes Baby hat seinen ganz eigenen, persönlichen Pinkel-Rhythmus. Im gleichen Alter müssen manche Kinder alle 15 Minuten, andere erst nach einer Stunde.

Wenn du dein Baby nie oder selten abhältst, wird es wahrscheinlich oft Pipi machen.

Wenn du Windelfrei schon länger und einigermaßen konsequent machst, wird dein Baby wahrscheinlich länger anhalten. Denn mit der Zeit wird dein Baby lernen, dass es auf dich zählen kann und du es regelmäßig abhältst. So lernt es immer ein bisschen länger auszuhalten und seine Muskeln werden stärker, ohne dass du irgendeinen Fokus darauf legst. Das passiert einfach.

c) Auch die Tageszeit ist ausschlaggebend. Die meisten Babys müssen morgens deutlich öfter, nachmittags dagegen sind die Intervalle größer.

Langweilt sich dein Baby oder Kleinkind, so wird es öfter pieseln, weil es wenige externe Reize erfährt und es sich mehr auf seinen Körper konzentriert. Außerdem kann pinkeln Spaß machen und sich gut anfühlen 😉

Hast du dagegen einen beschäftigen Haushalt und größere Kinder daheim oder seid ihr unterwegs, so wird dein Kind länger anhalten.

Welche 2 wichtigen Rhythmen musst du kennen?

Jetzt habe ich dir viele Faktoren aufgezählt, die sich allerdings nur langsam verändern. Die zwei wichtigsten Rhythmen, die du kennen musst sind:

  • Vormittags (Baby pinkelt öfter) und
  • Nachmittags (Baby pinkelt seltener)

Diese zwei Werte solltest du herausfinden und kannst dich dann grob danach richten.

Mit der Zeit wirst du merken, ob sie sich verändern oder nicht. Vielleicht musst du 5 oder 10 Minuten drauf rechnen. Mit der Zeit wirst du das im Gefühl haben.

Wie erkennen Naturvölker den Rhythmus ohne Uhr?

Naturvölker haben ein ausgeprägtes Zeitgefühl, da sie keine Uhren besitzen, die ihnen diese Aufgabe abnehmen. Vielleicht wissen sie nicht, was „5 Minuten“ oder „eine Stunde“ in physikalischen Einheiten bedeuten, doch sie lernen ihr Leben lang die Zeit bis zum Ende des Tages abzuschätzen, wie lange bestimmte Arbeiten dauern, bis sie erledigt sind und wie lange ihr Essen kochen muss.

Das alles geht in ihre „Intuition“ ein.

Kein Wunder, dass es nicht lange dauert, bis die Frauen auch im Blut haben, wann ihr Baby mal muss.

Wie kannst du dein Zeitgefühl auslagern?

Um deine innere Uhr zum Leben zu erwecken, musst du sie leider eine richtige Uhr verwenden. Zu allererst musst du natürlich herausfinden, wie groß die Pipi-Abstände deines Babys überhaupt sind.

Du kannst das ganze locker fluffig machen und immer mal wieder auf die Uhr schauen und versuchen es dir zu merken.

Wenn du eher ängstlich bist und Angst hast alles zu vergessen und wenn du gleichzeitig noch auf unterschwellige Signale bei deinem ganz kleinen Baby achten möchtest, dann kann es für dich sehr hilfreich sein einen Zettel und einen Stift zu verwenden. Notwendig ist das nicht.

So geht’s:
Wichtig ist, dass du keine absoluten Zeiten misst, sondern nur Zeitspannen. Wichtige Fixpunkte, die einen Neustart der Uhr erzeugen, sind das Stillen/Essen und das Aufwachen.

Beobachte wie viele Minuten danach vergehen und danach und danach.

Am besten ist es, dies mindestens eine halbe Stunde am Tag zu tun, noch besser sind zwei Mal zu unterschiedlichen Tageszeiten.

Dein Baby kann einfach so da liegen. Immer wenn es Pipi machst, sagst du deinen Signallaut.
Protokoll
Nach deiner Beobachtung, weißt du also, dass dein Baby etwa 20 Minuten nach dem Aufwachen Pipi machen muss und ab da auch ca. alle 20 Minuten.

Signale sind, dass dein Kind plötzlich sehr ruhig wird. Wenn es irgendwo ist, dann möchte es von dort weg.

Ob das Gefühl, dass du selbst mal aufs Klo möchtest ein Zeichen deiner Intuition ist, müsstest du einmal nachverfolgen.

Wenn du mit dem Abhalten und Töpfchengängen anfängst, wird der Rhythmus deines Babys dir in Fleisch und Blut übergehen und bald wirst du keine Uhr mehr brauchen, da dir dein Innerstes verrät: „Es ist mal wieder Zeit.“

Du solltest nach ein paar Tagen unbedingt die Uhr, Zettel und Stift weglegen und deine Aufzeichnungen weglegen, sonst bist du davon zu sehr abgelenkt oder noch schlimmer: Du gerätst unter Stress.

Dieses kleine Protokoll ist nur als Gedächtnisstütze für die ersten Tage gedacht.

Danach ist Schluss!!

Ist der Rhythmus des Baby so schlimm wie feste Topfzeiten?

Vielleicht denkst du: “Oh Gott, das Kind nach der Uhr auf den Topf setzen, das ist ja wie in der DDR.” Na und? Ich habe viele verschiedene Eltern über das Trocken werden in der DDR interviewt. Und: ES WAR WINDELFREI. Nur dass man in den ersten 6 Monaten nur Signallaute verwendet und nicht abgehalten hat. Das Abhalten/Töpfchen benutzen wurde dann mit 6 Monaten begonnen.

Die Eltern, die ich interviewt hatte, kannten sich einfach sehr gut mit den Standardsituationen und dem Rhythmus ihres Babys aus.

Windelfrei ist Kommunikation in zwei Richtungen: Manchmal signalisieren Babys nicht (mehr), zum Beispiel weil der Windelfrei-Einstieg später erfolgt ist.

Doch wenn die Eltern nach Timing und Rhythmus des Babys abhalten und dabei kommunizieren (Signallaute), kann das Baby sehr schnell Körperbewusstsein wiedererlangen und sehen, dass die Eltern das aufs Klo gehen wertschätzen.

So kann es sein, dass das Baby nach einigen Wochen deutlich kommuniziert und der Blick auf die Uhr immer unwichtiger wird.

Ein Gedankenexperiment: Was ist netter? Dein Baby sich selbst anpieseln zu lassen, obwohl du weißt oder wissen könntest, wann es Pipi macht? Oder einen Wecker zu verwenden und dann ganz stressfrei aufs Töpfchen zu gehen (danach geht das Leben weiter)?

Die 3 anderen Wege zu erkennen, wann das Baby Pipi-Kacka muss, spielen auch in den Rhythmus herein:

  • Nach 20 Minuten klingelt der Wecker und du weißt: “Es könnte mal wieder Zeit sein.” Du gehst vom Herd weg, konzentrierst dich für die nächsten 5 Minuten auf dein Kind. Aha, da ist er dieser starre Blick. “Komm, wir gehen aufs Töpfchen.” 🙂
  • Nach 20 Minuten klingelt der Wecker, du weißt: “Es könnte mal wieder Zeit sein.” Allerdings hast du dein Kind vor 10 Minuten in die Babytrage gesetzt und weißt, dass es da viel länger aushält. Erst nach weiteren 20 Minuten als dein Baby anfängt zu zappeln, nimmst du es aus der Trage und hältst es über das Klo.
  • Pipi-Kacka streifen unweigerlich deine Gedanke. Du überlegst ob das Intuition ist, von der alle sprechen und ob du dein Kind jetzt wirklich abhalten solltest. Du wirfst einen kurzen Blick auf dein Handy und siehst, dass der Wecker eh in 2 Minute klingen müsste. Du hältst dein Baby ab.

Solltest du jedes Pipi abfangen?

Es ist nicht notwendig (und nicht möglich) jedes einzelne Pipi abzufangen, wenn dein Baby noch ganz klein ist (weil es so oft pieselt) oder wenn dein Baby schon mobil ist (die Intervalle sind größer, aber du und dein Baby seid beide beschäftigt).

Jedes Pipi abzufangen würde dich und dein Baby wahrscheinlich sehr stressen.

Stress ist pures Gift für Windelfrei.

Wenn dein Baby sehr intensiv und eindeutig signalisiert, dass es mal muss, dann geht aufs Klo.

Wenn du weißt, dass du gerade nicht die Kapazitäten hast, dich um Pipi-Kacka zu kümmern, dann zieh eine Windel an.

Viele Eltern halten ihre Baby regelmäßig ab, obwohl es Vollzeit eine Windel trägt. Bei Windelfrei ist alles erlaubt, nichts muss, alles kann.

Manche Eltern konzentrieren sich in den ersten Lebensmonaten nur auf das große Geschäft und sehr eindeutige Pipis, wie nach dem Aufwachen. Alle anderen Pipis gehen in die Winde. Schau, wie es euch passt 🙂

Sollten du oder dein Baby allerdings gegen Ende des ersten Lebensjahres den großen Wunsch verspüren so wirklich richtig von den Windeln loszukommen, dann kann der Rhythmus ein sehr gutes Hilfsmittel sein, damit ihr ohne Windel lebt und trotzdem alles trocken bleibt, selbst wenn dein Kind Tage hat an denen es keine Kapazitäten hat viel zu kommunizieren.

4. Intuition

Naturvölker sind noch sehr verbunden mit ihrer Intuition. Berichten zufolge halten sie ihr Baby ohne Vorwarnung mitten in Gesprächen ab. Danach reden sie dort weiter, wo sie gerade waren, als wäre nichts geschehen.

Für einen außenstehenden Betrachter sieht es natürlich aus, als wäre dies aus heiterem Himmel und ohne besonderen Grund geschehen.

Doch die Frauen vertrauen einfach nur Intuition, die sich aus den vielen kleinen Signalen des Kindes, einem guten Zeitgefühl und viel Erfahrung zusammensetzt.

Du musst bedenken, dass diese Mütter seit ihrer eigenen Geburt gesehen haben, wie Babys abgehalten werden. Seit sie ca. 3 Jahre alt waren, durften sie wahrscheinlich selbst auf ihre Geschwister aufpassen. Ihre Mutter brachte ihnen einige Grundregeln bei: “Denk dran, nach dem Aufwachen muss deine Schwester dringend Pipi!”). Das Erlebte ist fest in ihrem Unterbewusstsein verankert.

Woraus setzt sich deine Pipi-Kacka-Inuition zusammen?

Intuition = Signale + Zeitgefühl + Erfahrung + Wissen

Wie fühlt sich deine Intuition an?

Auch du kannst nach einiger Zeit deine innere Stimme, deine Intuition hören. Mögliche intuitive Situationen:

  • Du musst plötzlich selbst auf’s Klo.
  • Du hast das komische Gefühl, dass dein Baby mal muss, denkst dir aber: „Sie kann doch nicht noch mal müssen.“
  • Es wird plötzlich ganz ganz warm, dort wo dein Baby deinen Körper berührt. Du denkst, es hätte dich angepieselt, doch nichts ist passiert.
  • Die Wörter Pipi oder Kacka streifen deine Gedanken.
  • Du stellst dir plötzlich vor, wie dein Baby auf dem Topf sitzt.
  • Es riecht auf einmal nach Pipi (obwohl nichts passiert ist).
  • Dein Bauch kribbelt.
  • Du träumst, dass dein Baby mal muss und wachst auf.

Vertraue deiner inneren Stimme.

Reagiere sofort.

Reagiere sofort!!

Sofort.

Natürlich ohne Stress. Was ich meine: Ignoriere nicht dieses Gefühl. Nimm es ernst. Halte dein Baby ab, auch wenn das letzte Mal vielleicht noch gar nicht so lange her ist.

Wenn dein Baby nicht muss, wird es dir das mitteilen oder einfach abwarten, bis du selbst auf die Idee kommst. Dein Baby wird dir nicht böse sein, wenn du es abhältst und es eigentlich gar nicht musst.

Egal. Ihr beide lernt daraus.

Das nächste Mal dann 😉

Was ist, wenn du keine Intuition hast?

Leider ist in der westlichen Gesellschaft Intuition nur schwach ausgeprägt, wenn nicht sogar komplett verschüttet.

Schon in früher Kindheit lernen wir nur dem logischen Denken und „den Fakten“ zu gehorchen und nicht unseren Gefühlen. Doch oft trifft das Unterbewusstsein die besseren Entscheidungen.

Wenn du keine plötzlichen Gedanken oder Gefühle im Bezug auf Pipi und Kacka verspürst, mach dir bitte keine Sorgen. Du kannst dich immer noch auf den Rhythmus und die Signale deines Kindes und allgemeines Timing verlassen.

Es kann sogar passieren, dass du aus heiterem Himmel eine „Pipi-Intuition“ hast. Der Mensch lernt nie aus und auch unterbewusstes Lernen ist sehr wirkungsvoll!

Bei manchen taucht die Pipi-Kacka-Intuition auch erst beim zweiten Kind auf.

Zusammenfassung

Es gibt 4 Wege zu erkennen, dass dein Baby oder Kleinkind mal Pipi-Kacka muss:

  • Dein Kind gibt Signale: Körpersprache, Mimik, Verhalten, Laute, Gesten, Worte.
  • Es gibt Situationen in denen dein Baby ziemlich sicher muss: Nach dem Stillen/Essen, nach dem es irgendwo drinnen war, nach dem ihr irgendwo ankommt.
  • Dein Baby hat einen persönlichen Rhythmus, der von Persönlichkeit, Alter, Übung, Tageszeit und Jahreszeit abhängt. Du musst dir zwei Werte merken: Vormittags und Nachmittags.
  • Du als Mama, Papa, Pflegeperson kannst eine Pipi-Kacka-Intuition ausbilden, die von erkannten (vielleicht unterbewussten) Signalen, Zeitgefühl, Erfahrung und Wissen gebildet wird.

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Liebe Grüße,
Julia

deVries MW and deVries MR. 1977. Cultural relativity of toilet training readiness: A perspective from East Africa. Pediatrics, 60: 170-177.

Gladh G, Persson D Mattsson S and Lindstrom S. 2000. Voiding pattern in healthy newborns. Neurourology and urodynamics, 19: 177-184.

Sillén U. 2001. Bladder function in healthy neonates and its development during infancy. Journal of Urology, 166(6): 2376-81.

Wen JG and Tong EC. 1998. Cystometry in infants and children with no apparent voiding symptoms. British Journal of Urology, 81: 468-473.

Yeung, CK, Godley ML, Ho, CK, Ransley PG, Duffy PG, Chen CN, Li AK. 1995. Some new insights into bladder function in infancy. British Journal of Urology, 76:235-40.

Es ist nie zu spät für Windelfrei!

Lerne die 5 Windelfrei-Phasen kenne und wie du auch zu einem späteren Zeitpunkt mit Windelfrei starten kannst, um das Trockenwerden zu unterstützen.

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt?
  • Die Windeln weglassen
  • Was tun bei nassen Hosen?