Vollzeit-Windelfrei: Baby ohne Windel

Ein Baby ohne Windeln, ganz ohne Windeln, also Vollzeit-Windelfrei? Wie kann das im Alltag funktionieren?

Das Wickeln deines Babys ist wertvolle Beziehungszeit. Im ohnehin vollen Alltag ist es aber auch immer wieder anstrengend – mal, weil dein Baby gerade keine Lust hat, eine neue Windel zu bekommen, mal weil du es satthast, schon wieder eine Waschmaschine anzuwerfen oder die große Windeltasche mitzunehmen. Die meisten Mamas hatten deshalb schon einmal den Gedanken: „Wie schön wäre es, wenn mein Baby gar keine Windel bräuchte!“ Und: „Kann mein kleiner Schatz mir nicht einfach mitteilen, wenn das Töpfchen ruft?“

Immer wieder versuchen es Familien schon in den ersten Lebensmonaten mit Vollzeit-Windelfrei. Ein Baby ohne Windel – das klingt verlockend. Aber kann Windelfrei bei Säuglingen wirklich komplett ohne Windeln und ohne Back-up funktionieren?

Welche Tipps und Tricks gibt es, um ohne Windeln klarzukommen,

  • ohne total gestresst zu sein?
  • ohne unterwegs eine Sauerei zu veranstalten, die andere die Nase rümpfen lässt?
  • ohne zu Hause Bett, Teppiche und Co. zu verunstalten?
Vollzeit-Windelfrei Baby ohne Windel

Wie geht das echte Windelfrei?

Ein Windelwissen-Fan fragte mich per E-Mail Folgendes:

Gespannt und interessiert lese ich deine E-Mails über Stoffwindeln und Windelfrei und die enthaltenen Interviews und Berichte. Mich würde interessieren, wie das ganze echte Windelfrei konkret mit einem Baby, das noch nicht krabbeln kann und sehr oft ausscheidet, in den ersten 6 Monaten aussieht. Es wird zwar immer auf sie Bezug genommen, die effektiven Berichte beziehen sich aber immer auf größere Kinder, die schon gehen oder zumindest schon krabbeln können.

Vollzeit-Windelfrei oder Teilzeit-Windelfrei?

Im Blogbeitrag Windelfrei Baby? Die entspannte Anleitung von Windelwissen habe ich ausführlich erklärt, warum Babys zwar theoretisch von Geburt an für Windelfrei bereit sind, es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht perfekt beherrschen können. Für 99% aller Eltern in Europa bedeutet Windelfrei darum nicht, dass ihr Baby ganz ohne Windel sein muss. Vielmehr praktizieren sie Teilzeit-Windelfrei, wo sie zeitweise auf eine Windel verzichten oder praktische Back-ups benutzen.

Wenn du dein Baby schon einige Wochen abgehalten hast oder dein Kleinkind bereits das Töpfchen kennt, kann es zum Beispiel sinnvoll sein, wasserdichte Windeln wegzulassen. Trägt dein Kind nur Kleidung oder hat nur ein paar saugfähige Lagen Stoff zwischen denen Beinen, kannst du den Weg bis zum selbstbestimmten Töpfchenbesuch beschleunigen. Diese Vorteile hat Windelfrei:

  1. Da du unmittelbar fühlen kannst, ob dein Baby nass ist, kannst du sofort dein Schlüsselsignal geben.
  2. Dein Kleinkind bekommt eine unmittelbare Rückmeldung, dass es nass wird, sobald es uriniert hat. Wenn ihr schnell das Töpfchen aufsucht, wird es den Harndrang schnell mit dem Töpfchen assoziieren.
  3. Du und dein Baby habt eine größere Motivation, um den Töpfchenbesuch zu üben.
  4. Das Abhalten oder Aufs-Töpfchen-Gehen funktioniert beim Baby ohne Windel einfacher und schneller.

Baby ohne Windeln in der Praxis

Da ich persönlich für das erste Lebensjahr Windelfrei mit Wegwerfwindeln, Stoffwindeln oder anderen Back-ups empfehle, habe ich Lucia von Bewusste Elternschaft angeschrieben und gefragt, ob sie Praxistipps für ein Windelfrei hat, bei dem das Baby ohne Windel auskommt. Sie verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz bei diesem Thema, sodass ihr hier ihre Antwort lesen könnt.


Eines Vormittags bekomme ich ein Mail von Julia und lese die Anfrage einer Mutter, mehr Informationen zum „echten“ Windelfrei zu bekommen – also Windelfrei, wirklich ganz ohne Windeln.

Denn klar, Windelfrei heißt ja schließlich so: Windel-frei. Also muss das echte, originale Windelfrei auch ganz ohne Windeln auskommen! Oder?

Nein! Das muss es nicht. 🙂

Windelfrei bietet viele Alternativen zum Vollzeitwickeln

Windelfrei bzw. Ausscheidungskommunikation meint einfach nur, dass die Bezugsperson(en) ihrem Kind das Erledigen ihres kleinen oder großen Geschäftes außerhalb einer Windel ermöglicht. Dabei ist zwischen „ganz“ und „gar nicht“, „immer“ und „nie“ alles möglich!

Windelfrei trifft also auch dann zu, wenn dein Kind:

  • nur das große Geschäft außerhalb der Windel (z. B. auf dem Töpfchen oder der Toilette) erledigt oder
  • nur nach dem Aufwachen oder
  • nur mit Mama oder
  • nur, wenn die kaum ältere Schwester außer Haus ist, oder
  • nur nachts oder
  • nur tagsüber oder
  • nur beim Windelwechseln oder
  • (fast) immer oder
  • in der einen Phase so und in einer anderen anders.

Windelfrei und Teilzeit-Windelfrei lassen sich hervorragend an die Bedürfnisse aller Familienmitglieder anpassen. Die meisten Eltern verwenden darum auch bei Windelfrei Windeln. Diese sollen größere Unfälle vermeiden und den Alltag möglichst reibungslos gestalten.

Je mehr Familien aber in Richtung Vollzeit-Windelfrei gehen, also regelmäßiger bzw. häufiger Töpfchen und Toilette anbieten, desto öfter werden sogenannte „Windelfrei-Back-ups“ bzw. „minimale Stoffwindeln“ verwendet. Bei diesen Windeln passen ein bis höchstens zwei Geschäfte hinein, sodass sie nach einer Erleichterung zügig gewechselt werden sollten.

Und dann gibt es ein paar „exotische“ Eltern, die (so gut wie) kein „Hosenklo“ verwenden. Die bekannteste Vertreterin davon ist Lini Lindmayer aus Wien.

Aber wie geht das konkret? Wie kannst du windelfrei praktizieren, ohne Windeln zu verwenden? Und wie bleiben bei Babys ohne Windeln Hose, Wohnung und du selbst möglichst trocken und sauber?

Meine Windelfrei-Geschichte: zu Hause ein Baby ohne Windel

Den jungen Mann („Windelfrei“ ab dem 4. Monat) und die Toddlerdame („Windelfrei“ ab Geburt) habe ich großteils ohne Windel oder Back-up begleitet. Ganz einfach deshalb, weil ich es so am einfachsten fand. 🙂

Dabei trug der junge Mann anfangs noch ganz klassisch Wegwerfwindeln, bis es mir total leidtat, diese oft nur wegen weniger Tröpfchen bereits wegzuwerfen. Weiterverwenden wollte ich sie aber auch nicht, da sie bereits nach einem Mini-Geschäft begannen, stark chemisch zu riechen. Der Superabsorber war „aktiviert“.

Also kaufte ich nach langer Recherche (deinen Blog hätte ich damals gebraucht, Julia! 😉 ) zwei einfache waschbare Pocketwindeln (ohne Überhose). Die waschbare saugfähige Einlage legte ich einfach obendrauf, statt die Tasche zu nutzen. Mehr als ein Geschäft passte nicht hinein. Diese zwei Back-ups, die ich vor allem für längere Zeiten unterwegs benutzte, reichten uns völlig aus, bis mein Sohn mit etwa 1,5 Jahren zuverlässig trocken und 100% windelfrei war.

Bei der Toddlerdame wusste ich von Anfang an Bescheid über Windelfrei und begann auch gleich nach der Geburt damit. Auch sie war meistens ohne Windel oder Back-up unterwegs. Die beiden Pocketwindeln fand ich mittlerweile allerdings unpraktisch. Sie durfte ab und an im Back-up Flaparap unterwegs sein, bis sie etwa seit ihrem 20. Monat zuverlässig trocken und 100% windelfrei war.

Dabei waren wir im Alter von wenigen Monaten einmal versehentlich mit völlig blankem Po für mehrere Stunden unterwegs. Lies gerne hier nach, was ich gemacht habe und wie es ausgegangen ist. 🙂

Der wichtigste Windelfrei-Tipp: Bleib entspannt!

Vorweg zwei wichtige Einsichten, die das Leben ohne Windel viel leichter machen:

  • Urin ist nur Urin. Warmes Wasser, manchmal mit Geruch.
  • Stuhlgang ist nur Stuhlgang. Interessante Konsistenz, äh spannender Geruch.

Und: Alle Pannen lassen sich auswaschen.

Natürlich bekommst du bei Windelfrei (mit oder ohne Windel) ab und an etwas ab. Das passiert aber auch Eltern, die kein Windelfrei machen. Gerade Eltern von Neugeborenen kennen das sehr gut:

  1. Baby liegt auf dem Wickeltisch.
  2. Windel ab.
  3. Schwups, ist die Unterlage oder sind Mutter/Vater nass.

Auch wenn du mit deinem Kind später ein sanftes, liebevolles Toiletten- oder Töpfchentraining [= an das Töpfchen heranführen bzw. endlich von den Back-ups loskommen] absolvierst, bleiben gelegentliche Pfützen und nasse Kleidung nicht aus.

Einer der wichtigsten Tipps ist daher: Hab keine Angst, bleib locker. Betrachte Pannen vielmehr mit einem interessierten Forschergeist!

Windelfrei-Nässeschutz für dein Baby ohne Windel

Wahrscheinlich fragst du dich, wie um alles in der Welt du Couch, Matratze und Teppich heil durch die windelfreie Lern-Zeit ohne Windeln bekommst!

Dafür gibt es ein einfaches Rezept:

  1. Schütze, was wichtig ist.
  2. Bringe das, was du nicht wirklich benötigst, in Sicherheit.

Was bedeuten diese 2 Punkte konkret? Für Matratzen eigenen sich zum Beispiel wasserdichte und gleichzeitig atmungsaktive Laken.

Auch für das Sofa gibt es wasserabweisende oder wasserdichte Laken. Wenn du eine (Kunst-)Leder-Couch im Wohnzimmer stehen hast, dann brauchst du nur ein wassabweisendes Tuch oder große Handtücher als Schutz. Doch teste es lieber an einer versteckten Stelle, denn sicher ist sicher. 😉

Du hast einen teuren Teppich, der auf jeden Fall sauber bleiben soll? Dann verstaue ihn für diese Zeit im Keller oder auf dem Schrank.

Tschüss Vorzeige-Wohnung, willkommen Familie!

Ich ahne schon, dass einige beim Lesen der Tipps denken: „Die spinnt doch! Wie sieht denn dann meine Wohnung aus!“ Gehörst du auch dazu?

Wie wichtig die Wohnungseinrichtung ist, muss natürlich jede Familie für sich selbst beantworten. Aber bevor du aus Angst, die Wohnung zu verunstalten, ganz auf Windelfrei verzichtest, will ich dir meine Gedanken zum Thema erklären. Kurz gefasst: Kinder machen „Dreck“. Wohnungen mit lebhaften, glücklichen Kindern sind nie ganz sauber! Oder höchstens, solange sie schlafen oder außer Haus sind.

Spätestens, wenn dein Baby beginnt, die Wohnung krabbelnd zu erkunden, wirst du immer wieder Spuren von ihm finden. Im Kleinkindalter werden die Spuren sogar noch deutlicher. Und das ist auch gut so!

Durch den Entdeckerdrang lernen Kinder enorm viel. Sie hüpfen liebend gerne auf Sofas und verschütten dort schon einmal ihr Glas Wasser oder den Teller Nudeln. Babys erbrechen sich eventuell darauf oder deine Milch läuft aus. Zeichnungen und Soßenflecken zieren Wände …

Und wenn du einen Wickeltisch zu Hause stehen hast: Wie lange hast du darüber nachgedacht, ob er eure Wohnung verschönert, zur restlichen Einrichtung passt oder vielleicht sogar gar nicht erst angeschafft werden sollte, weil euer Zuhause damit „völlig unpassend“ aussieht?

Mit Kindern verändern sich unsere Wohnungen. Anfangs stellen wir bestimmte Möbel dafür bereit, später suchen sie sich Spielsachen und auch Möbelstücke selbst aus. Dabei benötigen sie wahrscheinlich auch immer mehr Platz, weil sie Teile der Wohnung für sich selbst erobern. Dass Kinder mit der Zeit die Wohnung in ihrem Sinne „dekorieren“, ist auch völlig in Ordnung. Schließlich ist euer Zuhause nun auch ihr Zuhause.

Praktische Windelfrei-Kleidung für Babys ohne Windeln

Das Allerwichtigste, das dir bei einem entspannten Windelfrei hilft? Die richtige Kleidung. Mach es dir mit deinem Baby ohne Windeln so einfach wie möglich!

Wenn du dein Baby anfangs untenrum nur mit einer einfachen Mullwindel kleidest, ist ein „falscher Alarm“ kein Thema. Es ist ja quasi kein zusätzlicher Aufwand damit verbunden. Hat dein Kind einen Strampler oder Body an, wird Windelfrei viel komplizierter.

Gründe gegen Strampler und Bodys bei Windelfrei:

  • Du bist wahrscheinlich angespannter, weil du bei Nässe die komplette Kleidung deines Kinds wechseln musst.
  • Ein unpraktisches Kleidungsstück hemmt das Abhalten. Denn es ist viel „anstrengender“ für euch beide, den Popo deines Kinds aus diesem Kleidungsstück freizulegen, als wenn du beispielsweise einfach nur die Hose bis in die Kniekehlen herunterziehen musst. Deshalb überlegen die meisten Eltern in so einer Situation mehrfach, ob das Kind jetzt tatsächlich signalisiert hat – und übersehen es dann regelmäßig.
  • Hältst du jedes Mal ab, nervt dich wahrscheinlich spätestens das Ankleiden, sodass du es dir mit Windelfrei vielleicht noch einmal überlegst. Dabei hat euch lediglich die Kleidungswahl am Windelfrei-Erfolg gehemmt.

Finde heraus, wie du das Abhalten für dein Baby ohne Windel einfacher gestalten kannst. Sei kreativ: Es gibt kein Richtig oder Falsch! Und berichte dann gerne von deiner Idee, damit auch andere Eltern offener für individuelle Lösungen werden. 🙂

Ganz viele Tipps für Windelfrei-Kleidung haben wir hier gesammelt:

Windelfrei abhalten: die besten Abhalte- und Töpfchentipps

Extrem hilfreich ist es, wenn du in jedem Raum ein Töpfchen griffbereit hast, um mit deinem Baby ohne Windel nicht in einen anderen Raum laufen zu müssen.

Weitere Abhalte- und Töpfchen-Tipps:

  • Stille über dem Töpfchen.
  • Verwende anstatt eines Töpfchens eine große Schüssel oder eine Babybadewanne, um nicht „zielen” zu müssen.
  • Stelle das Töpfchen auf ein Schränkchen oder einen Tisch, um eine angenehme Höhe zu erreichen, oder halte direkt über dem Waschbecken ab.
  • Knie dich beim Abhalten über die Toilette.
  • Sehr wichtig: Achte bei ganz jungen Babys bis etwa 2 oder 3 Monate darauf, dass du es nicht in der sonst üblichen Abhalteposition an den Oberschenkeln fasst, sondern an den Sitzhöckern am Popo stützt. Damit hat dein Baby mehr Stabilität und weniger Druck auf den Oberschenkeln und -gelenken.

Du interessierst dich für die verschiedenen Abhaltepositionen? Hier findest du noch mehr Tipps fürs Abhalten deines Babys ohne Windel:

Windelfrei von Geburt an: neugeborenes Baby ohne Windel

Nachdem du jetzt eine entspannte Grundhaltung eingenommen hast und weißt, dass nasse Kleidung kein Drama ist, lass uns noch einmal zurückgehen: Wie funktioniert Windelfrei direkt nach der Geburt?

Natürlich ist es super, wenn das sogenannte Kindspech (Mekonium), also der allererste Stuhl deines Babys, im Töpfchen oder einem Mulltuch landet – und du nicht versuchen musst, diese heftig klebende Masse irgendwie wieder von deinem Kind wegzubekommen.

Besonders in der Wochenbettzeit, d. h. in den ersten 6 bis 8 Wochen nach der Geburt, ist allerdings Folgendes von absoluter Wichtigkeit:

Schau auf dich und deine Bedürfnisse!

  • Wenn du erst mal etwas Pause möchtest, dann nimm sie dir!
  • Wenn du erst mal alles andere „schaffen“ möchtest, dann tu das!
  • Wenn ein paar Dinge nicht so funktionieren, wie du es dir vorstellst, dann kümmere dich zuerst darum, bevor du dir neue Ziele setzt!

Genügend Nahrung zu bekommen ist beispielsweise ein deutlich wichtigeres Bedürfnis, als außerhalb einer Windel ausscheiden zu können. Einige Eltern entscheiden sich deshalb ganz bewusst dafür, mit Windelfrei erst später zu starten.

Erfahre hier, wann naturnahe Kulturen mit Windelfrei und dem Abhalten beginnen.

Die ersten windelfreien Lebenstage ganz ohne Windeln

In den ersten 3 Tagen hat dein Baby noch sehr wenig und selten Ausscheidungen. Zur Sicherheit kannst du aber an den Ort, an dem du dich mit deinem Baby die meiste Zeit befindest, einen Nässeschutz legen und dein Baby eine Mullwindel zwischen den Beinen tragen lassen.

So kannst du auch gleich Rhythmus, Signale und die üblichen Zeiten deines Babys erkennen und kleines und großes Geschäft mit einem Geräusch begleiten.

Falls es nicht funktioniert: Bleib ganz entspannt. Es dauert manchmal eine Weile, bis dein Baby ohne Windel und du euch richtig aufeinander einstellt. Auch dein Baby darf dich und was du von ihm möchtest, erst einmal in Ruhe kennenlernen!

Unterwegs windelfrei: mit Baby ohne Windel auf Achse

Die Angst, dass dein Baby oder Kleinkind ohne Windel unterwegs nass wird und vielleicht von anderen verspottet wird, kennen die meisten Mamas und Papas, die Windelfrei praktizieren.

Auch diese Sorgen äußern Eltern, deren Baby ohne Windel unterwegs ist, immer wieder:

  • Wo und wie soll ich mein Kind in der Öffentlichkeit (Strand, Schwimmbad, Einkaufszentrum etc.) windelfrei abhalten? Soll ich etwa mitten im Gemüseregal den Topf hervorholen?
  • Wohin mit den Ausscheidungen, wenn gerade keine Wiese etc. da ist?
  • Gibt es Töpfchen, die direkt dicht verschlossen werden können?
  • Ich kann nicht vorhersagen, ob mein Kind nur sein kleines Geschäft verrichten will oder auch Stuhl kommt. Darum kann ich es nicht irgendwo an den Straßenrand oder Ähnliches pinkeln lassen. Schließlich kann ich ja den dünnflüssigen Stuhl nicht wegputzen.

Keine Sorge, auf all diese Fragen gibt es Antworten. Meine Tipps findest du in diesem Blogbeitrag:

Nachts windelfrei: Baby ohne Windel im Traumland

In der Nacht verzichten die meisten Eltern zunächst auf das Abhalten. Erst wenn sich die Töpfchenangebote tagsüber eingependelt haben, bieten sie auch nachts einen Toilettengang an. Diesen nehmen viele Kinder gerne an, um danach mit der leeren Blase entspannt weiterzuschlafen.

Gerade nachts ist jedoch praktische Kleidung bzw. ein guter Trockenschutz für Teilzeit-Windelfrei nötig. Viele Eltern lassen ihr Kind deshalb unten ohne auf einer wasserdichten Unterlage liegen. Aber es gibt zum Beispiel auch Schlafhemden, die in der Nacht einen zügigen Windelwechsel oder ein schnelles Abhalten ermöglichen.

Viele Tipps findest du hier:

Fazit: So gelingt Windelfrei am besten

Du hast jetzt jede Menge Anregungen zum Thema Vollzeit-Windelfrei und Teilzeit-Windelfrei bekommen. Anregungen – keine Vorgaben. Aber das hast du bestimmt herausgelesen. 🙂

Zu guter Letzt will ich dir für ein gelingendes „Windelfrei“ noch Folgendes mit auf den Weg geben:

Urteile selbst, ob diese Art der Ausscheidungsbedürfniskommunikation der richtige Weg für euch ist!

„Windelfrei“ bietet viele verschiedene Möglichkeiten und Alternativen zum Vollzeitwickeln. Windelfrei ganz ohne Windeln ist dabei nur eine Möglichkeit von vielen. Denn auf Windeln zu verzichten, muss nicht die „beste Möglichkeit“ sein. Am besten bedeutet immer das, was am besten zu dir, zu euch und zu eurer aktuellen Lebens- und Familiensituation passt. Zwischen „ganz“ und „gar nicht“ ist alles möglich!

Lucia M. Pichler

www.bewusste-elternschaft.eu

Viel Freude mit deinem entspannten Windelfrei! 🙂


Danke, Lucia, für diese spannenden Einblicke in ein Leben mit Vollzeit-Windelfrei und einem Baby ohne Windel!

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