Windelfrei komplett ohne Windeln im ersten Babyjahr

Wie kann Windelfrei in den ersten Lebensmonaten komplett ohne Windeln und ohne Back-Up funktionieren?

Welche Tipps und Tricks gibt es, ganz ohne Windeln klar zu kommen, ohne total gestresst zu sein?

Und ohne, dass sich die Menschen in deiner Umgebung die Nase rümpfen, weil du überall eine Sauerei veranstaltest? 😉

Luzias Windelfrei beim dritten Kind

Diese und noch mehr Fragen hat mir Luzia per E-Mail gesendet:

Liebe Julia,

gespannt und interessiert lese ich deine E-Mails über Stoffwindeln und Windelfrei und die enthaltenen Interviews und Berichte. Mich würde interessieren, wie das ganze echte windelfrei konkret mit einem Baby in den ersten 6 oder auch 12 Monaten aussieht. Es wird zwar immer auf sie Bezug genommen, die effektiven Berichte beziehen sich aber immer auf größere Kinder, die schon gehen oder zumindest schon krabbeln können. (Dies kenn ich aber schon, weil wir mit unseren zwei grösseren Mädels schon im Babyalter Topffit mit Backup praktiziert haben. Und sie mit 18-24 Monaten total windelfrei ohne Windeln waren. Das Interview mit Lini Lindmayer fand ich sehr interessant, aber auch da beziehen sich die Tipps meiner Ansicht nach hauptsächlich auf etwas ältere Kinder.

Zu mir: Wir haben 3 Töchter (5,5 Jahre, 3 Jahre, 1 Monat). Alle wurden ab Geburt so oft wie möglich – also fast immer – abgehalten. Sie trugen aber meistens Wegwerfwindeln als Back-Up. Das gibt viel zu viel Abfall, weil ich keine nasse Windel wieder anzog, auch nicht wenn nur wenig Pipi drin war. Jetzt habe ich auch ein paar Stoffwindeln und versuche von den Wegwerfwindeln ganz weg zu kommen.

Nr. 1 war mit 18 Monaten und Nr. 2 mit 24 Monaten trocken. Sauber waren beide schon mit ca. 6 Monaten. (Ein paar wenige Pannen gab es natürlich noch.)

Alle Fragen beziehen sich auf kleine Babys, die noch sehr oft Pipi machen müssen und weder reden noch sich fortbewegen können. Es geht mir um das komplette Windelfrei komplett ohne Windeln, wie es in Linis Interview vorgestellt wird.

Unterwegs:

  • Wo und wie soll mein Kind in der Öffentlichkeit (Strand, Badi, Einkaufszentrum etc.) ausscheiden? Mitten im Gemüseregal den Topf hervor holen, überspitzt gesagt?
  • Wohin mit den Ausscheidungen, wenn grad keine Wiese etc. da ist?
  • Gibt es Töpfchen, die direkt dicht verschlossen werden können? (Damit ich nichts umschütten muss? Zumal das flüssige große Geschäft von Babys doch recht am Töpfchen klebt.)
  • Ich kann bei Nr. 3 (noch) nicht sagen, wann das große Geschäft kommt, folglich kann ich sie nicht irgendwo an den Straßenrand oder ähnliches pinkeln lassen. Ich kann ja den dünnflüssigen Stuhl nicht zusammennehmen.

Allgemein:

  • Wie kriege ich den Druck weg? Wenn mein Baby kein Backup trägt, meine ich beim kleinsten Quengeln sie muss mal. Und dann reiße ich sie womöglich aus der Tragehilfe oder dem Bett, obwohl sie nur pupsen muss. Das stresst sie dann sehr. (Kenne ich von Nr. 1 auch schon so.)

Vielleicht würde ein Windelfrei-Bericht von einem Neugeborenen schon mal viel klären. 🙂

Herzlichen Dank für das Beantworten von wenigstens ein paar meiner Fragen!

Ganz liebe Grüsse
Luzia

Da ich selbst tatsächlich Windelfrei im ersten Lebensjahr tatsächlich mit Wegwerfwindeln, Stoffwindeln oder anderen Back-Ups empfehle, habe ich Lucia von Bewusste Elternschaft angeschrieben und gefragt, ob sie diese Fragen beantworten möchte. Ich wusste, dass sie bei diesem Thema schon viel Erfahrungen sammeln konnte.

Hier findest du übrigens alle Blogartikel, Interviews und Erfahrungsberichte zum Thema Windelfrei und Teilzeit-Windelfrei auf dem Windelwissen-Blog.

Windelfrei komplett ohne Windeln im ersten Lebensjahr des Babys

Ab jetzt kommt Lucia zu Wort:


Eines Vormittags bekomme ich ein Mail von Julia und lese die Anfrage einer Mutter, mehr Informationen zum „echten“ Windelfrei zu bekommen – also Windelfrei, wirklich ganz ohne Windeln.

Denn klar, Windelfrei heißt ja schließlich schon so: Windel-frei. Also muss das echte, originale Windelfrei auch ganz ohne Windeln auskommen!

Oder?

Nein! Das muss es nicht. 🙂

Windelfrei bietet viele Alternativen zum Vollzeitwickeln!

Windelfrei alias Ausscheidungsbedürfniskommunikation meint einfach nur, dass die Bezugsperson(en) ihrem Kind (zumindest manchmal) das Erledigen ihres kleinen oder großen Geschäftes außerhalb einer Windel ermöglicht. Dabei ist zwischen „ganz“ und „gar nicht“ wirklich alles möglich!

[Anmerkung von Julia: In den USA heißt unser “Windelfrei” einfach “Elimination Communication” oder “Infant Potty Training”. Nur selten spricht man von “Diaper Free”. In UK wird “Windelfrei” oft als “Baby-led Potty Training” bezeichnet. Das Wort “Potty Training” wird in den USA und UK ganz ohne schlechtes Gewissen genutzt. Wenn man sagen möchte, dass sein Kind keine Windeln mehr trägt und die Kleidung trocken bleibt, dann sagt man nicht “My child is dry.” sondern “My child ist potty trained.”]

Das Kind kann, wenn du Windelfrei mit ihm machst, also

  • nur das große Geschäft außerhalb der Windel (z. B. auf dem Töpfchen oder der Toilette) erledigen oder
  • nur nach dem Aufwachen oder
  • nur mit Mama oder
  • nur, wenn die nur knapp ältere Schwester außer Haus ist oder
  • nur nachts oder
  • nur tags oder
  • nur beim Windelwechseln oder
  • (fast) immer oder
  • in der einen Phase so und in einer anderen anders.

Windelfrei und Teilzeit-Windelfrei lassen sich hervorragend an die vorherrschenden Bedürfnisse aller Familienmitglieder anpassen.

Die meisten Eltern verwenden bei Windelfrei Windeln. Diese sollen dann möglichst viele Geschäfte auffangen können.

Je mehr sie in Richtung „Vollzeit“-Windelfrei gehen, also bei mehr passenden Gelegenheiten Töpfchen und Toilette anbieten, desto öfter werden sogenannte „Backups“ bzw. „minimale Stoffwindeln“ verwendet. Bei diesen Windeln passen ein bis höchstens zwei Geschäfte hinein und sollten daher nach einer Erleichterung zügig gewechselt werden.

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Und dann gibt es ein paar „exotische“ Eltern, die (so gut wie) kein „Hosenklo“ verwenden. Die bekannteste Vertreterin davon ist Lini Lindmayer aus Wien.

Aber wie geht das konkret? Wie kannst du windelfrei praktizieren, ohne Windeln zu verwenden? Zusammen mit einem wichtigen Detail: Ohne dass dauernd Hose, Wohnung und du selbst nass werden!

Meine Windelfrei-Geschichte

Den jungen Mann („Windelfrei“ ab dem 4. Monat) und die Toddlerdame („Windelfrei“ ab Geburt) habe ich großteils ohne Windel oder Backup begleitet. Ganz einfach deshalb, weil ich es so am einfachsten fand. 🙂

Dabei trug der junge Mann anfangs noch ganz klassisch Wegwerfwindeln, bis es mir total leid tat, diese oft nur wegen weniger Tröpfchen bereits wegzuwerfen. Weiterverwenden wollte ich sie aber auch nicht, da sie bereits nach einem Mini-Geschäft begannen, stark chemisch zu riechen. Der Superabsorber war „aktiviert“.

Also kaufte ich nach langer Recherche (deinen Blog hätte ich damals gebraucht, Julia! 😉 ) zwei einfache waschbare Pocketwindeln (ohne Überhose). Die waschbare saugende Einlage legte ich einfach oben drauf, statt die Tasche zu nutzen. Mehr als ein Geschäft passte nicht hinein. Diese zwei Back-Ups, die ich vor allem für längere Zeiten unterwegs benutzte, reichten wir völlig aus bis mein Sohn mit etwa 1,5 Jahren zuverlässig trocken und 100% windelfrei war.

Bei der Toddlerdame wusste ich von Anfang an Bescheid über Windelfrei und begann auch gleich nach der Geburt damit. Auch sie war meistens ohne Windel oder Backup unterwegs. Die beiden Pocketwindeln fand ich mittlerweile allerdings unpraktisch. Sie durfte ab und an in das Back-Up “Flaparap” gekleidet unterwegs sein, bis sie etwa seit ihrem 20. Monat zuverlässig trocken und 100% windelfrei war.

Dabei waren wir im Alter von wenigen Monaten einmal versehentlich mit völlig blankem Po für mehrere Stunden unterwegs. Lies gerne hier nach, was ich gemacht habe und wie es ausgegangen ist. 🙂

Der wichtigste Windelfrei-Tipp: Bleib entspannt!

Zwei wichtige Fakten:

  • Pipi ist nur Pipi. Warmes Wasser, manchmal mit Geruch.
  • Kacka ist nur Kacka. Interessante Konsistenz, äh spannender Geruch.

Das lässt sich alles auswaschen.

[Tipp von Julia: Die Tipps, die fürs Waschen von saugenden Stoffwindeln gelten, kannst du auch für nasse und dreckige Kleidung anwenden. Falls der Stoff besonders empfindlich ist und du kein Vollwaschmittel benutzen möchtest, dann nimm wenigstens ab und an Hygienespüler, um unangenehmen Gerüchen (treten bei Nässe auf) vorzubeugen.]

Natürlich bekommst du bei Windelfrei (mit oder ohne Windel) ab und an etwas ab. Das passiert aber Eltern, die kein Windelfrei machen, oft ganz genau so. Gerade Eltern von Neugeborenen kennen das sehr gut:

  1. Baby liegt auf dem Wickeltisch.
  2. Windel ab.
  3. Schwups ist die Unterlage oder auch Mutter/Vater selbst nass.

Oder auch wenn du mit deinem Kind später ein sanftes, liebevolles Toiletten- oder Töpfchentraining [= an das Töpfchen heranführen bzw. endlich von den Back-Ups loskommen] absolvierst, dann bleiben gelegentliche Pfützen und nasse Kleidung kaum aus.

Einer der wichtigsten Tipps ist daher: Hab keine Angst, bleib locker, siehe Pannen mit einem interessierten Forschergeist!

Windelfrei-Nässeschutz ohne Windeln!

Wahrscheinlich fragst du dich auch, wie um alles in der Welt du deine Couch heil durch die Windelfrei-Zeit bekommst! Oder die Matratze. Oder den Teppich.

Auch dafür gibt es ein einfaches Rezept:

  1. Schütze, was wichtig ist.
  2. Verräume, was du nicht wirklich benötigst.

Das bedeutet konkret: Für Matratzen eigenen sich z. B. wasserdichte und gleichzeitig atmungsaktive Laken. Mein Lieblingslaken ist hier von Velvont.

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Auch für das Sofa gibt es wasserabweisende oder wasserdichte Laken. Wenn du eine (Kunst-)Leder-Couch im Wohnzimmer stehen hast, dann brauchst du nur ein saugendes Tuch oder große Handtücher als Schutz, denn diese Materialien sind oft schon von alleine wasserabweisend. Doch teste es lieber an einer versteckten Stelle, denn sicher ist sicher. 😉

[Praxistipp von Julia: Falls doch eine Matratze oder das Sofa in Pipi eingeweicht wurde, dann helfen Enzyme, die gerne Urin und Bakterien zerspalten, extrem gut.

Diese Rezensentin schreibt: “Die Katze ist sauer auf den Umzug und den Hund und pinkelt ständig auf die brandneue (!!!) Couch! Der Geruch ist nicht zu ertragen gewesen. Wir haben andere Produkte zuerst ausprobiert und es hat NICHTS gebracht. BactoDes hat jede einzelne Stelle wieder geruchsfrei bekommen. Es bleibt zwar weiter nervig, es ständig zu brauchen, aber wenigstens können wir die Couch behalten.”

Kinder-Urin riecht natürlich deutlich weniger streng als Katzen-Urin. Aber trotzdem ist das Wissen, dass es hilfreiche Mittel gibt, sehr beruhigend.]

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Du hast einen teuren Teppich, der auf jeden Fall sauber bleiben soll? Dann verstaue ihn für diese Zeit doch im Keller oder auf dem Schrank.

Ich höre schon, wie einige jetzt denken: „Die spinnt doch! Wie sieht denn dann meine Wohnung aus!“

Gehörst du auch dazu? 😉

Tschüss Vorzeige-Wohnung, willkommen Familie!

Lass es mich kurzfassen: Kinder machen „Dreck“. Wohnungen sind mit Kindern nie sauber! Oder höchstens, solange diese schlafen oder außer Haus sind.

Spätestens, wenn dein Baby beginnt, die Wohnung krabbelnd zu erkunden, wirst du ihre/seine Spuren finden. Im Kleinkindalter wird es dann noch mehr.

Und das ist auch gut so!

Durch den Entdeckerdrang lernen Kinder enorm viel. Und diese (Klein-)Kinder hüpfen auch liebend gerne auf Sofas und verschütten dort schon einmal ihr Glas Wasser oder den Teller Nudeln. Babys erbrechen sich eventuell darauf oder deine Milch läuft aus. Zeichnungen und verspritzte Saucen zieren Wände …

Und wahrscheinlich hast du sogar einen Wickeltisch zuhause stehen? Wie lange hast du darüber nachgedacht, ob dieser eure Wohnung verschönert, zur restlichen Einrichtung passt oder vielleicht sogar gar nicht erst angeschafft werden sollte, weil damit nun euer Zuhause „völlig unpassend“ aussieht?

Mit Kindern verändern sich unsere Wohnungen. Anfangs stellen wir bestimmte Möbel dafür bereit, später suchen sie sich Spielsachen und auch Möbelstücke selbst aus. Dabei benötigen sie wahrscheinlich auch immer mehr Platz, weil sie Teile der Wohnung für sich selbst „erobern“. Und sie „dekorieren“ mit der Zeit immer mehr selbst die Wohnung. Schließlich sind sie auch ein Teil davon.

Vorteile strategischer Windelfrei-Abhaltemöglichkeiten

Es ist extram hilfreich, wenn du außerdem in jedem Raum ein Töpfchen griffbereit hast, um nicht in einen anderen Raum laufen zu müssen.

Weitere Abhalte- oder Töpfchen-Tipps:

  • Stille über dem Töpfchen.
  • Verwende anstatt eines Töpfchen eine große Schüssel oder eine Babybadewanne, um nicht “zielen” zu müssen.
  • Stelle das Töpfchen auf ein Schränkchen oder einen Tisch, um eine angenehme Höhe zu erreichen oder halte direkt über dem Waschbecken ab.
  • Knie dich beim Abhalten über die Toilette.
  • Sehr wichtig: Achte bei ganz jungen Babys bis etwa 2 oder 3 Monate darauf, dass du sie/ihn nicht in der sonst üblichen Abhalteposition an den Oberschenkeln fasst, sondern besser an den Sitzhöckern am Po stützt. Damit hat sie/er mehr Stabilität und weniger Druck auf den Oberschenkeln und -gelenken.

Mehr Tipps für bequeme Abhaltepositionen, findest du im Windelwissen-Artikel “Windelfrei-Abhaltepositionen mit über 50 Bildern”.

Windelfrei im Wochenbett

Nachdem du jetzt eine entspannte Grundhaltung eingenommen hast und weißt, dass du selbst genauso wichtig bist und dass nasse Kleidung kein Drama ist, lass uns zum Zeitpunkt direkt nach der Geburt gehen.

Natürlich ist es super cool, wenn das sogenannte „Kindspech“, das Mekonium, also die allerersten großen Geschäfte deines Kindes, im Töpfchen (oder einem Mulltuch) landen – und du nicht versuchen musst, diese allerheftigst klebende Masse irgendwie wieder von deinem Kind weg zu bekommen!

In der Wochenbettzeit, diese gilt für die ersten 6 bis 8 Wochen nach der Geburt, und auch überhaupt, gerade mit einem oder mehreren Kindern, ist allerdings folgendes von absoluter Wichtigkeit:

Schau auf dich und deine Bedürfnisse!

  • Wenn du erst mal etwas Pause möchtest, dann nimm sie dir!
  • Wenn du erst mal alles andere „schaffen“ möchtest, dann tu das!
  • Wenn ein paar Dinge nicht so klappen, wie du es möchtest, dann kümmere dich gerne zuerst darum!

Genügend Nahrung zu bekommen ist ein deutlich wichtigeres Bedürfnis als außerhalb einer Windel ausscheiden zu können.

Einige Eltern entscheiden sich deshalb bereits von Anfang an dazu, mit Windelfrei erst später zu starten. Ich empfehle dir zwischen dem 3. und 4. Monat zu beginnen. Aus evolutionären Gründen geben Babys ab Geburt Bescheid, wenn sie mal müssen. Kommt allerdings vom Umfeld keine Reaktion darauf, verlieren sich diese Mitteilungen, da sie offensichtlich doch irrelevant sind.

[Wichtiger Tipp von Julia: Auch Babys, die ab Geburt abgehalten werden, geben nicht immer und ständig zuverlässig Bescheid. Auch sie können Phasen haben, in denen sie weniger Interesse daran haben ihre Ausscheidungen zu signalisieren oder zu kommentieren. Eltern vertrauen in diesen Phasen stärker dem Rhythmus ihres Babys, Standardsituationen, Erfahrungen und Intuition. Und auch Babys und Kleinkinder können das Signalisieren und die Eltern das Verstehen ihres Kindes recht zügig wiedererlenen. Mit Windelfrei zu beginnen ist jeder Zeit möglich. Du kannst dir hier meinen Windelfrei-Spickzettel herunterladen, der auch für Spätstarter funktioniert.]

Die erste windelfreien Lebenstag ganz ohne Windeln

In den ersten 3 Tagen sind die Ausscheidungen wirklich noch sehr selten und auch wenig. Zur Sicherheit kannst du an dem Ort, an dem du dich die meiste Zeit befindest, einen Nässeschutz legen (wie oben oder noch weiter unten beschrieben). Und ggf. auch ein Mulltuch zwischen die Beine deines Babys legen.

So kannst du auch gleich Rhythmus, Signale und die üblichen Zeiten deines Babys erkennen und die Geschäfte mit einem Geräusch begleiten.

Falls es nicht klappt: Bleib ganz entspannt. Es dauert manchmal eine Weile, bis ihr euch richtig aufeinander einstellt. Auch dein Baby darf erst mal dich und was du von ihr/ihm möchtest kennenlernen!

Praxistipp von Julias Windelfrei-Spickzettel

Zeige deinem Kind, wie es dir Bescheid geben kann:

  1. verbales Signal:
  • Pipi: „pfff“, „sss“, „zzz“ oder „pss“ wie laufendes Wasser
  • pusten
  • Kacka: „mh, mhh“ oder „uhh, uhh“ wie festes Drücken
  • einfacherere Laute: “Lulu”, “AA”
  • Wörter: „Pipi“, „Kacka“, “Töpfchen”
  • Sehr beliebt: „Pipi-AA“ (viele Kinder sagen am Anfang AA zum kleinen und großen Geschäft)
  • “Das nächste Mal, wenn du musst, rufe laut Mama Pipi-AA.”
  1. non-verbales Signal:
  • Babyzeichensprache
  • aufs Töpfchen klopfen
  • auf ein Bild zeigen

Windelfrei beim Schlafen und in der Nacht

Wenn du mehr zur Entwicklung der nächtlichen Blasenkontrolle wissen möchtest, dann lies dir gerne meinen Artikel “Windelfrei nachts bringt nichts!? – Die Entwicklung der nächtlichen Blasenkontrolle” durch.

Gerade Jungs, aber auch Mädchen können ihre Geschäfte in hohem Bogen erledigen. Zur „Sicherheit“ ist es deshalb ganz praktisch, wenn dein Kind eine (bequeme Stoff-)Hose oder Unterhose trägt. Oder du legst in der ersten Zeit (bei ganz jungen Babys) einfach ein Mulltuch zwischen die Beine. Damit bleibt alles „an Ort und Stelle“.

Schütze das Bett mit einem wasserdichtes Leintuch. Einen kleineren Nässeschutz kannst du bei Bedarf über eine nasse Stelle legen. Denke bei der Besorgung daran, dass jedes Baby irgendwann zu krabbeln beginnt und sich dann gerne im ganzen (Familien-)Bett bewegt – auch im Schlaf. Vielleicht möchtest du also gleich das ganze (Familien-)Bett mit einem Schutz versehen?

„Normale“ Schlafsäcke sind für Windelfrei ohne Backup ungeeignet, denn dann müsstest du dein Baby quasi komplett umziehen, falls der Schlafsack einmal nass geworden ist. Es gibt windelfrei-freundliche Schlafsäcke, die einen 2-Wege-Zipp haben oder unten offen sind. Normalen Schlafsäcken kannst du mit einem Nahttrenner unten auch einfach auftrennen, bei Bedarf kann er dann auch wieder zugenäht werden.

Du kannst auch eine Decke verwenden oder du kleidest dein Babys so, dass sie/er mit Kleidung alleine eine angenehme Körpertemperatur halten kann. Natürlich kannst du auch mit deinem Baby, gerade mit Neugeborenen, im Körperkontakt schlafen. (Falls du Angst vor dem plötzlichen Kindstod SIDS hast oder dir Gedanken darüber machst, lies gerne diesen Artikel des Kinderarztes und Autors Herbert Renz-Polster dazu.)

Lege dir Wechselkleidung neben das Bett, z. B. für den jungen Menschen zwei Hosen und ein T-Shirt, falls dieses auch einmal nass wird. Und denke daran, dass du selbst ggf. auch frische Schlafkeidung benötigst, wenn ihr dicht aneinander schläft.

Dass ein Töpfchen neben dem Bett steht, setze ich natürlich voraus. Oder läufst du mit deinem Baby bei jedem Harndrang ins Badezimmer? 😉

Tipps fürs Abhalten und Windelfrei in der Nacht

  • Sollte nun etwas nass geworden sein, tausche am besten das Mulltuch oder die Hose.
  • Lege über die nasse Stelle im Bett, falls es diese gibt, einen Nässeschutz.
  • Nasse Kleidung kommt auf den Boden, in einen Eimer oder die Babywanne neben dem Bett. Hauptsache so einfach wie möglich und nicht direkt auf einen Holz- oder Teppichboden! 😉
  • Praxistipp: Bist du nachts manchmal auch schlaftrunken und schusselig oder hast ein sich viel bewegendes Kind (das vielleicht auch mal gerne das Abhaltegefäß morgens ins Bett kippt oder daraus trinkt) und nur eine knappe Abstellfläche? Dann hilft es dir vielleicht, wenn du ein (zurechtgeschnittenes oder gefaltetes) Mulltuch in die Schüssel/das Töpfchen legst oder den Becher mit einem Deckel verschließt. Das Mulltuch kann dann den Großteil der Flüssigkeit aufsaugen und sorgt außerdem dafür, dass es weniger Spritzer gibt und die Erleichterung (zumindest was das Auftreffen in der Schüssel angeht) geräuschärmer verläuft.

Vielleicht schaffst du es nach einiger Zeit sogar, dies im Dunklen zu erledigen, also ohne Licht anzumachen? Vielleicht sogar mit großteils geschlossenen Augen? Damit kannst du selbst auch am besten wieder weiterschlafen!

Möglicherweise warst du aber auch vorher schon zu müde, um das Geschäft überhaupt mitzubekommen. Oder dein Baby schläft einfach weiter… Manchmal ist Schlaf wichtiger!

[Tipp von Julia: Ich bin sogar der Meinung, dass Schlaf immer die höchste Priorität hat! Habe kein schlechtes Gewissen, wenn du dich nachts doch für eine Back-Up-Windel entscheidest, die auch regelmäßig von deinem Kind genutzt wird, falls es doch lieber weiterschlafen möchte.]

Doch möglicherweise möchtest du dir eine andere Lösung überlegen, falls du längere Zeit Geschäfte verschläfst, weil du selbst zu müde bist:

  • früher schlafen gehen/für mehr Schlaf sorgen
  • nachts ein Stoffwindel-Back-Up verwenden
  • im Körperkontakt mit deinem Kind schlafen (fördert den Angleich eurer Schlafphasen, sodass ihr gemeinsam munter werdet bzw. dich das Aufgewecktwerden in keiner Tiefschlafphase überrascht)

Windelfrei unterwegs

Am besten ist es, wenn du den Rhythmus deines Babys kennst und ein Geschäft abwarten kannst, bevor ihr euch auf den Weg macht. Dann hast du ein gewisses Zeitfenster, in dem sich dein Kind sehr wahrscheinlich nicht erleichtern wird. Trägst du dein Kind in dieser Zeit, ist das Zeitfenster wahrscheinlich größer, als wenn du sie/ihn im Kinderwagen schiebst. Doch probiere es gerne aus.

Bevor du unterwegs abhältst, gerade mit ganz jungen Babys, die noch über wenig Körperspannung verfügen, probiere es unbedingt zuhause aus. Mit voller (Draußen-)Kleidung und eurem Töpfchen für unterwegs.

Bei ganz jungen Babys empfiehlt es sich, ein Töpfchen mitzunehmen. Später kannst du nach Grünstreifen Ausschau halten. Doch junge Babys müssen manchmal sehr schnell. Dazu kann es praktischer und „einfacher“ sein, wenn du deinem Baby z. B. im Auto sitzend das Töpfchen anbietest, da du dich dabei keinen fremden Blicken aussetzen musst.

Windelfrei in einem Geschäft/Kaufhaus:

Am besten gehst du einkaufen, wenn du weißt, dass du jetzt etwas Zeit hast, z. B. weil dein Baby schläft oder gerade ein Geschäft erledigt hat. Wenn du einen Anfahrtsweg hast, kannst du das Ausscheiden auch vor dem Einsteigen in den Fahrrad- oder Autositz anbieten und auch danach, je nach Fahrtlänge und individueller Vorliebe/Rhythmus deines Kindes.

Nimm dein Kind während dem Einkauf in eine Tragehilfe. So hast du die Arme frei zum Einkaufen, dein Kind „geht“ mit deinen Bewegungen mit und hält damit länger an und du bemerkst ihre/seine Signale deutlicher.

Signalisiert sie/er doch einmal im Kaufhaus, hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Gibt es eine Toilette? Nutze diese. Entweder hältst du dein Baby über diese ab oder du setzt dich selbst mit Töpfchen und Baby im Arm darauf. Den (vollen) Einkaufswagen kannst du normalerweise „unbewacht“ an einem geeigneten Ort stehen lassen.
  • Stehst du bereits an der Kasse und es geht nur noch um wenige Minuten? Sprich mit deinem Kind! Erkläre ihr/ihm die Lage und „beschäftige“ sie/ihn noch diese kurzen Momente, z. B. mit Schaukeln oder Sprechen. Auch junge Babys können meist schon eine gewisse Weile warten.
  • Keine Toilette und noch lange nicht fertig mit Einkaufen? Gehe nach draußen und suche dir eine geeignete Grünfläche oder einen geeigneten Platz zum Abhalten über dem Töpfchen.
  • Beides nicht vorhanden, tut es auch ein anderes Plätzchen, an dem sonst alle vorbeigehenden Hunde „markieren“. Sollte dabei (unerwartet) ein großes Geschäft dabei sein, kannst du es bei flüssigem Milchstuhl mit Wasser wegspülen. Wenn es bereits etwas fester ist, kannst du es (vorübergehend) in eine Tüte geben, so wie es bei Hundehaufen üblich ist.
  • Oder du hältst dein Baby nicht wie vielleicht sonst gewohnt im Sitzen über das Töpfchen, sondern stellst das Töpfchen z. B. vor eine Hauswand und hockst dich mit deinem Baby davor.

Sei kreativ! Finde die Lösung, die für euch passt!

Unterwegs und beim Einkaufen passieren selten Unfälle

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich dein Baby mitten in einem Laden meldet (wenn du die vorherigen Tipps berücksichtigst) oder du gar keine geeignete Stelle finden kannst, ist wirklich sehr gering!

Als windelfreie Betreuungsperson bekommst du ein Auge und ein Gespür für Abhalte-Möglichkeiten. Du weißt genau:

  • Diesen Einkauf werden wir noch schaffen!
  • Das werden wir nicht mehr schaffen.
  • Hier ist eine Abhalte-Möglichkeit, und hier auch.
  • Wenn ich in diesen Laden gehe, habe ich direkt vor der Türe eine Grünfläche.
  • Sollte sie/er in diesem Laden signalisieren, muss ich etwa 3 Minuten weit gehen.

Das sind nach kurzer Zeit gar keine bewussten Überlegungen mehr, sondern dein Gehirn registriert diese Gegebenheiten automatisch und bringt sie dir zu Bewusstsein, wenn du sie benötigst.

Welches Töpfchen für unterwegs?

Du hast verschiedene Möglichkeiten:

  • Faltbare Schüssel mit Deckel: Diese (Hunde-)Schüssel kann kompakt verstaut und bei Bedarf vergrößert werden, um dein Kind darüber zu halten. Der Deckel verschließt den Inhalt wasserdicht.
  • Asia-Töpfchen: Das kleine Windelfrei-„Asia“-Töpfchen Potty L von W-free™ Popolini kannst du zwischen deinen Beinen positionieren. Du hälst dein Kind darüber oder setzt es auf dem Asia-Töpfchen ab und stützt es am Rücken. Viele Eltern bohren ein kleines Loch an die Seite des Töpfchens, sodass sie es mit einem Karabierer an ihrem Rucksack, an der Wickeltasche oder dem Kinderwagen befestigen können.
  • Mini-Töpfchen: Das Innentöpfchen vom Bambino Mio Töpfchenstuhl kann genauso wie das Asia-Töpfchen verwendet werden. Die Vorteile des Inneneinsatzes sind, dass es vorne einen Spritzschutz hat, was vor allem bei Jungs sehr praktisch ist. Zum anderen kann es später gemeinsam mit dem Töpfchenstuhl weiterverwendet werden und dein Kind kennt es schon.
  • Rührschüssel mit abgerundetem Rand: Rührschüsseln sind eine günstige Alternative zum Asia-Töpfchen. Vielleicht hat jemand in deinem Familien- und Freundeskreis eines übrig oder du findest eines im Second-Hand-Laden oder auf dem Flohmarkt?
  • Ein unaufgeblasener zu einer Schüssel gefalteter Wasserball: Auch das ist eine sehr günstige Alternative, die sehr klein verstaut werden kann.
Bambino Mio Töpfchen Windelfrei Töpfchenstuhl
Innentöpfchen vom Bambino Mio Töpfchenstuhl

Wohin mit dem Pipi unterwegs?

Je nachdem, wie viel und wo du unterwegs bist, kann es auch einmal vorkommen, dass du dein Baby zwar abhalten kannst, aber das Geschäft nicht mehr so einfach los wirst. Was dann? Auch dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Faltbare Schüssel mit Deckel: Je nachdem, für welches Modell du dich entscheidest und welche Menge dein Baby ausscheidet, kannst du es nach dem Abhalten einfach wieder zusammenklappen, mit dem Deckel verschließen und mitsamt dem Inhalt mitnehmen – bis du eine geeignete Entleerungsstelle findest.
  • Schraubverschluss-Glas: Du verwendest dein Lieblingsreisetöpfchen (siehe oben) und hast zusätzlich z. B. ein dichtes Schraubverschluss-Glas dabei, in das du die Geschäfte vorübergehend umleeren und transportieren kannst. Denke dabei auch daran, dass du das benutzte Töpfchen wahrscheinlich sauber machen möchtest. Dafür kannst du z. B. eine Rolle Klopapier, selbstgemachte Feuchttücher oder (Stoff-)Taschentücher verwenden. Evtl. benötigst du auch einen wasserdichten Beutel (Wetbag) für „Gebrauchtes“, da sich vielleicht kein Abfalleimer in der Nähe befindet und du daher auch die verwendeten Feuchttücher bis zu einer geeigneten Gelegenheit mitnehmen möchtest.
  • Die Windel zum Abhalten: Du hast vielleicht doch ein Backup oder eine (Stoff-)Windel verwendet und diese ist auch bereits nass geworden? Dann kannst du dein Kind über das bereits gebrauchte Backup abhalten und dieses in einem oder in einem Wetbag ohne Zwischenfälle bis nachhause transportieren.
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Praktische Windelfrei-Kleidung

Zweiteiler

Für Windelfrei ohne Windeln eignen sich am besten einfache Zweiteiler. Ganz ohne Body. Das Shirt kann ggf. in die Hose gesteckt werden, damit es beispielsweise in der Tragehilfe nicht hoch rutscht. Ob du untenherum eine Hose oder Strumpfhose nutzt, ist Geschmacksache.

[Tipp von Julia: Es gibt auch Hosen mit einer Öffnung zwischen den Beinen, also eine Art Schlitzhose. Möchte man das Abhalten anbieten, dann zieht man die zwei Stofflagen auseinander und schon kann das Baby sein Geschäft verrichten. Ohne Back-Up darunter funktioniert diese Hose besonders einfach. Aber auch Back-Ups, die aufgemacht werden können ohne ausgezogen zu werden, wie zum Beispiel den Windelfrei Back-Up W-free™ Slip von Popolini, kannst du darunterziehen.]

Wird die Hose mit oder ohne Öffnung einmal nass, kannst du diese ganz einfach wechseln. Denke daran, dass du bei Kindern, die bereits stehen können, ggf. auch die Socken wechseln solltest. 😉

Unten herum ohne

Babystulpen Windelfrei Windelwissen Stoffwindeln Multicolor PopoliniZum Thema „Kleidung“ gehört auch das Thema „Nicht Kleidung“. Denn gerade für ganz junge Babys ist es am bequemsten (und für uns Eltern am einfachsten), wenn sie (untenherum) gar keine Kleidung anhaben. So kannst du anfangs z. B. nur eine Mullwindel zwischen die Beine legen, gerade wenn du dein Baby viel am Arm trägst. An die Beinchen kannst du Babystulpen ziehen. Gegen die Kälte hilft deine eigene Körperwärme, ein Tuch, eine Decke oder ein Handtuch darüber. Bei einem verpassten Geschäft wechselst du dann einfach Mulltuch oder Handtuch.

Wickeltuch Windelwissen Windelfrei Pucktuch[Tipp von Julia: Damit dein Baby nicht friert, kannst du es einfach in einer übergroßen, weichen Mullwindel (120cm x 120cm groß) einwickeln. Das eingewickelte Gefühl beruhigt viele Babys. Das Tuch an sich kann schnell und einfach gewaschen werden und ist schnell wieder einsatzbereit. Später kann es als Kuscheltuch, Ersatzkleidung oder Schattenspender genutzt werden.]

Und falls du, gerade in der Öffentlichkeit, auch selbst einmal nass geworden bist oder dir Gedanken darüber machst, was andere jetzt denken, wenn die Hose nass ist, dann lies gerne meinen Artikel “Mut zur nassen Hose! Oder: Deine Ängste gehören dir!”

Einfache Kleidung ist so wichtig!

Das allerwichtigste, das dir auch beim Entspannt bleiben hilft: Mach es dir so einfach wie möglich!

Wenn du dein Baby anfangs beispielsweise untenrum nur mit einer einfachen Mullwindel „kleidest“, ist ein „falscher Alarm“ kein Thema. Es ist ja quasi kein zusätzlicher Aufwand damit verbunden.

Hat dein Kind andersherum jedoch einen Strampler oder Body an, ist es viel komplizierter:

  • Du bist wahrscheinlich angespannter, weil die Kleidung nicht nass werden sollte, weil du dann die komplette Kleidung deines Kindes wechseln musst.
  • Nach der Rückmeldung vieler Eltern in unseren Veranstaltungen in Düsseldorf hemmt ein unpraktisches Kleidungsstück gleichzeitig das Abhalten. Denn es ist viel „anstrengender“ (für dich und das Baby), den Po deines Kind aus diesem Kleidungsstück „mal eben“ freizulegen, als wenn du beispielsweise einfach nur die Hose bis in die Kniekehlen herunter ziehen musst. Deshalb überlegen die meisten Eltern in so einer Situation mehrfach, ob das Kind jetzt tatsächlich signalisiert hat – und übersehen es dann regelmäßig.
  • Hältst du trotzdem jedesmal ab, nervt dich wahrscheinlich spätestens das Ankleiden, sodass du insgesamt schnell genervt bist und es dir mit Windelfrei vielleicht noch einmal überlegst. – Dabei war lediglich die Kleidungswahl hemmend statt unterstützend.

Finde heraus, was das Abhalten für dich vereinfachen könnte! Sei kreativ! Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“! Und berichte dann gerne von deiner Idee (z. B. hier unter dem Artikel mit der Kommentarfunktion.), damit auch andere Eltern offener für individuelle Lösungen werden. 🙂

Windelfrei-ohne-Windeln-ohne-Backups-Sparpaket

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Es enthält Produkte, die dir den Windelfrei-Start vereinfachen.

Du sparst über 14€ im Vergleich zu den einzelnen Produkten!

Fazit

Du hast jetzt jede Menge Anregungen bekommen. Anregungen – keine Vorgaben. Aber das hast du bestimmt herausgelesen. 🙂

Zu guter Letzt will ich dir für ein gelingendes „Windelfrei“ noch Folgendes mit auf den Weg geben:

Urteile selbst, ob diese Art der Ausscheidungsbedürfniskommunikation der richtige Weg für euch ist!

„Windelfrei“ bietet viele verschiedene Möglichkeiten und Alternativen zum Vollzeitwickeln. Windelfrei ganz ohne Windeln ist eine Möglichkeit von vielen. „Die beste Möglichkeit“ ist nicht unbedingt die, die ganz ohne Windeln auskommt! Sondern die, die am besten zu dir, zu euch, zu eurer Lebens- und Familiensituation passt. Zwischen „ganz“ und „gar nicht“ ist alles möglich!

Und solltest du noch weitere konkrete Fragen haben oder Zweifel, welcher Weg am besten zu euch passt, dann schreib mir doch einfach.

Viel Freude mit deinem entspannten Windelfrei! 🙂
Lucia M. Pichler
von www.bewusste-elternschaft.eu

Windelfrei Bewusste Elternschaft Lucia M. Pichler

Literatur

Rugolotto S, Sun M, Boucke L, Calò DG, Tatò L. (2008). Toilet training startet during the first year of life: a report on elimination signals, stool toileting refusal and completion age. Minverva Pediatrica, 60, 27-35.